Israel-Palästina: 30 Jahre „Friedensprozess“ Robert Malley und Hussein Agha veröffentlichen „Demain c’est hier – Vie, mort et quête de la paix en Israël/Palestine“ (Morgen ist gestern. Leben, Tod und die Suche nach Frieden in Israel/Palästina, Max Milo Editions). Malley war Berater amerikanischer Präsidenten, Agha Berater palästinensischer Führungskräfte. Gemeinsam zeichnen sie dreißig Jahre internationaler Friedensverhandlungen zwischen Israel und Palästina nach. Malley, der mit Bill Clinton, Barack Obama und Joe Biden zusammengearbeitet hat, wirft einen kritischen Blick auf die amerikanische Vermittlung im Nahen Osten.
Psychische Gesundheit: Ein weiterer Grund für die Wut der Jugend? Die Studie Mentalo, die das französische Forschungsinstitut INSERM seit 2024 mit 20.000 Teilnehmern zwischen 11 und 24 Jahren durchführt, zeigt eine
besorgniserregende Verschlechterung der psychischen Gesundheit junger Menschen: Jeder Zweite gibt an, sich psychisch unwohl zu fühlen, fast ein Drittel weist ein Risiko für eine mäßige bis schwere angst- und depressionsbedingte psychische Belastung auf. Als Hauptursache für ihr Unwohlsein nennen Schüler und Studenten den schulischen Druck.
Das Kollektiv Psychodon empfiehlt deshalb einen psychologischen „Marshall-Plan“ mit zwanzig konkreten Maßnahmen, einem Sonderbeauftragten für deren Umsetzung und einem Budget von elf Milliarden Euro über fünf Jahre. Außerdem: Anlässlich des 100. Jahrestags der Geburt des weltbekannten Philosophen Michel Foucault blickt Xavier Mauduit auf dessen Lebensweg zurück. Théophile Cossa erläutert den politischen und sozialen Kontext in Peru, in dem ein kleines Dorf in den Anden einen neuen linken Bürgermeister namens Hitler Mussolini wählen konnte. (Text: arte)