Dokumentation in 2 Teilen, Folge 1–2

  • Blaugrün schillernde Brustschilde, goldgelbe Schmuckfedern, Zentimeter lange Federschäfte, manchmal gezwirbelt wie ein Schnauzbart: Die Paradiesvögel sind eine Familie mit rund 40 Arten, bei denen vor allem die erwachsenen Männchen durch ein prächtiges Gefieder auffallen. Sie leben auf Neuguinea und seinen Nachbarinseln, beispielsweise in der Torres-Straße; einige Arten kommen jedoch auch in Australien und auf den Molukken vor. Die Dokumentation befasst sich ausschließlich mit den Paradiesvögeln Neuguineas, deren Lebensraum weitgehend auf bestimmte Gebirgsregionen beschränkt ist.
    Die Isolation begrenzt den genetischen Austausch zwischen den Populationen, so dass jede Gruppe eine einzigartige Schönheit entwickelt. In den Regenwäldern dieser Gegenden stehen Früchte und Insekten das ganze Jahr über reichlich zur Verfügung, und natürliche Gefahren und Feinde sind rar. Daher konnten diese Vögel ein ausgeprägtes Balzverhalten entwickeln: Die Männchen wetteifern mit ihren Schmuckfedern um die Gunst der Weibchen, und die in den Augen der Vogeldamen schönsten Bewerber geben ihr Erbgut an kommende Generationen weiter.
    Anfang des 16. Jahrhunderts kamen die ersten Paradiesvögel mit einem der Schiffe des Weltumseglers Magellan nach Europa. Man munkelte, diese außergewöhnlichen Vögel kämen direkt aus dem Himmel, wo sie durch das Paradies schwebten, ohne je den Erdboden zu berühren. Denn den Tieren wurden oft Füße und Flügel abgeschnitten, bevor sie in den Handel kamen. Der außergewöhnliche Tierfilm bringt dem Zuschauer in eindrucksvollen Bildern die Lebensweise der bunten Geschöpfe nahe. (Text: arte)
    Deutsche TV-PremiereMo 30.03.2015arte
  • Der Traum vieler Menschen ist ein Haus mit Garten. Aber es gibt auch Vögel, die ihren eigenen kleinen Garten anlegen. Die Rede ist von der Familie der Laubenvögel, engen Verwandten der Paradiesvögel, deren Leben sich größtenteils am Boden abspielt. Das Aussehen der verschiedenen Arten ist recht unauffällig, doch sie zeichnen sich durch ein einzigartiges Paarungsverhalten aus: Um die Weibchen zu beeindrucken, errichten die Männchen aus kleinen Ästchen architektonisch aufwendige Bauwerke – sogenannte Lauben – und schmücken deren Umgebung mit möglichst farbenfrohen Objekten wie zum Beispiel Früchten.
    Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen verschiedene Laubenvögel, die ihre „Liebeshütten“ mitten im Regenwald auf besonders ausgefallene und innovative Weise dekorieren, wie etwa der sogenannte Hüttengärtner oder die Großfußhühner, die imposante Bruthügel bauen. Da die Weibchen sich mit den Baumeistern der schönsten Lauben paaren, können diese Bauten als „sekundäre Geschlechtsmerkmale“ angesehen werden. Der Laubenbau als alternative Strategie zur sexuellen Selektion hat gegenüber einem bunten Gefieder den Vorteil, dass die Männchen für die Fressfeinde weniger auffällig sind. (Text: arte)
    Deutsche TV-PremiereDi 31.03.2015arte

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