Bild: Spiegel TV
    Die Mauer – Bild: Spiegel TV

    Die Mauer

    D 2011
    Deutsche Erstausstrahlung: 13.08.2011 VOX
    Alternativtitel: 50 Jahre Mauerbau

    Die Berliner Mauer trennte ab 1961 nicht nur Ost und West, sondern auch Familien, Freunde und Liebende. Auch wenn die Mauer für viele West-Deutsche nur eine Unannehmlichkeit war, über die man sich empörte – für Ost-Deutsche bedeutete sie das Ende der Welt. Es war ein Gefängnis und jeder Ausbruchsversuch war lebensgefährlich. Trotzdem wagten ungezählte Menschen ihre Flucht in die Freiheit, viele bezahlten dafür mit ihrem Leben. Zum 50. Jahrestag des Mauerbaus rekonstruiert die ‚große Samstags-Dokumentation‘ die Ereignisse, die zur Teilung Deutschlands in Ost und West führten. Gegen Hitler hatten die USA und die Sowjetunion noch gemeinsam gekämpft. Doch schon kurz nach Kriegsende wurden extreme Differenzen deutlich. Sie führten schließlich zum Bruch zwischen den Alliierten. Es begann ein Wettkampf der Systeme. Dass Deutschland heute wie selbstverständlich zum westlich orientierten und demokratischen Staatenbund gehört, war nach Kriegsende noch völlig offen. Der Ost-West-Konflikt verschärfte sich durch die Entwicklung und den Einsatz der Atombombe dramatisch. Nur wenige Jahre nach dem zweiten Weltkrieg, mitten im Aufbruch und Wiederaufbau, drohte die totale Vernichtung. Deutschland wird zum Spielball der Supermächte und das geteilte Berlin zur Hauptstadt der Spione, der geheimen Entführungen, der Sabotage und der Propaganda. Einen ungewöhnlichen Blick auf die Zeit des Kalten Krieges ermöglichen unter anderem Lehrfilme für US-Soldaten, die über die gefährlichen Deutschen und die Wirkung von amerikanischen Zigaretten auf deutsche ‚Fräuleins‘ aufklären. Je nach Perspektive preisen oder verdammen Propaganda-Filme die Segnungen des Sozialismus oder des Kapitalismus. Seltene Farbaufnahmen von Modenschauen und Muster-Genossenschaften im Osten zeichnen ein Sittenbild aus einer Epoche, die zu den turbulentesten, spannendsten und auch gefährlichsten der Geschichte zählt. Vieles, was uns heute als absurdes Theater vorkommt, ist in den 1960er Jahren harte und zum Teil lebensbedrohliche Realität. (Text: VOX)