7 treffen sich um 8

    7 treffen sich um 8

    DDR 1967–1970
    Alternativtitel: 8 treffen sich um 8

    Spielsendung mit wirtschaftsjournalistischen Elementen.

    Die Kandidaten müssen erraten, welches „Finalprodukt“ sich in einer verschlossenen Kiste auf der Bühne befindet. Sie bekommen Tipps wie den Herstellungsort, verwendete Einzelteile oder beteiligte Zulieferbetriebe, von denen Vertreter auf der Bühne saßen. Jeder Kandidat hat 60 Sekunden Ratezeit, die er durch das geglückte Absolvieren eines Geschicklichkeitsspiels um 30 Sekunden erweitern kann. Je nach Runde, in der das Rätsel gelöst wird, gibt es 700 DM oder weniger. Am Ende der Sendung dürfen auch die Zuschauer noch mitraten: Sie sollen ebenfalls aus Einzelteilen, die genannt werden, ein „Finalprodukt“ erkennen. Spielmeister ist Wolfgang Stein.

    Merkwürdige Sendung rund um einen „ökonomisch-kulturellen Leistungsvergleich“, auch kurz „Ökulei“ genannt. Ja, „Ökulei“. Zu den Geschicklichkeitsspielen gehörte z. B. die Aufgabe, mit einem „Heimsprudler“ Kerzen auszulöschen. Leider war das alles – trotz Auftritten des Fernsehballetts – nicht halb so unterhaltsam, wie es sich liest, weil das Ziel, industrielle Kooperationspartner auf der Bühne zusammenzuführen und den Zuschauern Wissenswertes über die tolle Industrieproduktion der DDR zu vermitteln, mit großem Ernst, lehrerhaften Vorträgen und beunruhigender Detailfreude verfolgt wurde. Beim Publikum war die Sendung entsprechend wenig beliebt, die DDR-Verantwortlichen hielten aber wegen des politischen Auftrags an ihr fest. Nach zehn Ausgaben wurde das Konzept noch erweitert, die zu erratenden Produkte wurden eindrucksvoller und das Publikum im Studio größer. Die Sendung hieß nun, erstmals im August 1969, 8 treffen sich um 8.

    Insgesamt liefen 19 Ausgaben an verschiedenen Wochentagen. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Cast & Crew