Folge 2

  • Folge 2

    40 Min.
    Die ARD-Dokuserie „XATAR“ blickt hinter das öffentliche Bild der deutschen Rap-Ikone Xatar und begibt sich auf die Suche nach dem Menschen Giwar Hajabi – zwischen Inszenierung, Widersprüchen, Brüchen, Verfehlungen und Sehnsüchten. Die Dokuserie zeichnet Xatars Biografie zwischen Schatten und Licht differenziert nach und fragt: Was bleibt von diesem Menschen, der so viele Leben geführt hat – als Musiker, Gangster, Talentscout, Geschäftsmann, Ikone, Ehemann, Vater? Aus der Geflüchteten-Unterkunft in die deutschen Charts, aus Bonner Internetcafés in die Chefetagen der Musikwelt und auf die Kinoleinwand, von der Straße über den Knast in den eigenen Bürotower und schließlich zurück zum engsten Kreis: Kaum eine Figur hat die Widersprüche und Extreme, die das Spielfeld Deutschrap zu bieten hat, so stark personifiziert wie der Gangsta-Rapper Xatar. Noch zu Lebzeiten begonnen, blickt die ARD-Dokumentation „XATAR“ knapp ein Jahr nach seinem Tod (7. Mai 2025) in drei Episoden auf das Leben der öffentlichen und privaten Person Giwar Hajabi aka Xatar zurück. Sie eröffnet Perspektiven, die es so bislang noch nie gab: So spricht erstmals Xatars Ehefrau ausführlich über ihr gemeinsames Leben. Sie erzählt vom Kennenlernen als Teenager im Bus, von den Startschwierigkeiten ihrer Beziehung und der schlussendlichen Entscheidung, ihr Leben an der Seite eines Gangsta-Rappers zu verbringen. Die Liebesbeziehung hält – selbst in Phasen, in denen Xatar wegen eines Goldraubs vor der Polizei ins Ausland flieht und anschließend fünf Jahre in
    Haft verbringt. „XATAR“ ist eine Geschichte über Loyalität und Läuterung – und zugleich über den Traum eines rastlosen Mannes, der hoch hinauswill, Kunst und Unternehmertum verbindet, sein Millionen-Imperium verliert, aber seine Familie gewinnt. Erzählt wird diese Geschichte mithilfe von Archivmaterial, szenischen Rückblicken und Stimmen aus dem engsten Umfeld. Zu Wort kommen Weggefährtinnen und Weggefährten wie Schwesta Ewa, SSIO, Samy, Maestro, Moritz Bleibtreu, Farid Bang oder Apache 207. Gemeinsam mit den Journalist*innen Miriam Davoudvandi, Düzen Tekkal, Tobias Targoll „Toxik“, Rooz (Roozbeh Farhangmehr), Aria Nejati und Simon Vogt, zeichnet der Freundes- und Kollegenkreis das vielschichtige Bild eines Künstlers und Unternehmers, der von Ehrgeiz, Verantwortung und dem Wunsch, anzukommen, angetrieben war. Episode 2 Die Freunde Xatar und Samy überfallen aus finanzieller Not einen Goldtransporter. Farid Bang versucht während einer Session für das posthum erscheinende Xatar-Album im Gespräch mit Samy eine Antwort auf eine legendäre Frage zu finden: Wo ist das Gold? Eine spektakuläre Flucht führt Xatar und Samy über Moskau in den Irak, wo sie im Gefängnis landen und gefoltert werden. Schließlich werden sie nach Deutschland ausgeliefert und verbüßen lange Haftstrafen. Im Gefängnis arbeitet Xatar an seinem Mythos und nimmt dort das Album „415“ auf, das den Hype um sein Label „Alles oder Nix“ befeuert. Farvah empfindet das Wiedersehen im Knast als ambivalent. Ein paar Jahre später gibt sie Xatar schließlich das Jawort – hinter Gittern. (Text: NDR)
    Deutsche Streaming-Premiere Fr. 01.05.2026 ARD MediathekDeutsche TV-Premiere Mi. 06.05.2026 NDR

Cast & Crew

Sendetermine

Do. 07.05.2026
00:10–00:50
00:10–
NEU

evtl. ältere Sendetermine sind noch nicht erfasst

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