Albtraum Straße Abgelenkt, aufgefahren, abgezockt

    D 2019
    Reportage (45 Min.)
    Forschungsziel mehr Sicherheit: Die Medizinische Hochschule Hannover schickt ein Team zur Spurenauswertung an jede Unfallstelle im Umkreis. An Unfallschwerpunkten soll die Verkehrsführung optimiert werden – Bild: ZDF und Eduard Heinzmann./​Eduard Heinzmann
    Forschungsziel mehr Sicherheit: Die Medizinische Hochschule Hannover schickt ein Team zur Spurenauswertung an jede Unfallstelle im Umkreis. An Unfallschwerpunkten soll die Verkehrsführung optimiert werden

    Es ist voll auf Deutschlands Straßen. 2018 kam es zu mehr als 2,6 Millionen Verkehrsunfällen, Tendenz steigend. Die Unfallursachen sind dabei aber bisweilen unklar. Ablenkung, hohe Geschwindigkeiten und zu geringer Abstand gehören schon immer zu den Hauptauslösern von Crashs. Doch auch bewusst provozierte Unfälle machen Polizei und den geschädigten Versicherungsgesellschaften zu schaffen. Klaus-Peter Ebeler wurde im August 2013 unwissend in einen provozierten Verkehrsunfall verwickelt, als er langsam aus einer Einfahrt fuhr. Der geschädigte BMW-Fahrer forderte anschließend 14 000 Euro für die Reparatur seines Wagens. Doch statt Schadensersatz erhielt er eine Anklage wegen Versicherungsbetrugs. Wie Klaus-Peter Ebeler geht es vielen Unfallbeteiligten, die von dreisten Versicherungsbetrügern in einen provozierten Crash verwickelt werden. Für die sogenannten Autobumser ist das ein lukratives Geschäft. Die Versicherer vermelden einen Schaden von rund zwei Milliarden Euro pro Jahr durch provozierte Unfälle. Doch nicht jeder Unfall ist provoziert, oftmals scheinen die Verursacher auch einfach nur abgelenkt. Das jedenfalls lässt die steigende Zahl größerer und kleinerer Crashs aus ungeklärtem Grund vermuten. Deshalb schickt die Polizei im Rahmen ihrer „Sonderkontrolle Handy“ landesweit Zivilbeamte auf Beobachtungstour. Im Berufsverkehr achten diese auf verbotene Handynutzung am Steuer. Ein technisches Hilfsmittel ist bei der Polizei neu im Einsatz: Drohnen zur Verkehrsüberwachung. Das „fliegende Auge“ ist unauffälliger als ein Hubschrauber, günstig in der Anschaffung und leicht zu bedienen. Und sehr effizient, wenn es um die Aufdeckung von Abstandssünden geht. Bei Kontrollen an vielbefahrenen Autobahnabschnitten setzt die Polizei Brandenburg Drohnen inzwischen regelmäßig ein. Aus luftiger Höhe und mit 30-fachem Zoom kann die Drohnenkamera die Lkw bis zur Kontrollstelle im Blick behalten. Hauptkommissar Frank Seidlitz von der Polizei Brandenburg hat für diese Form der Verkehrsüberwachung eine gesonderte Ausbildung gemacht – und ist mit dem Erfolg der Fahndung sehr zufrieden. (Text: ZDF)

    Deutsche TV-Premiere01.03.2020ZDFinfo

    Sendetermine

    Mo 16.11.2020
    11:25–12:10
    11:25–
    Fr 09.10.2020
    23:50–00:35
    23:50–
    Do 24.09.2020
    10:15–11:00
    10:15–
    Mi 24.06.2020
    10:15–11:00
    10:15–
    So 01.03.2020
    05:40–06:20
    05:40–

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