Folge 134

  • Damit’s fürs Alter reicht – Wege aus der Rentenlücke

    Folge 134
    „Frauen kümmern sich zu wenig um ihre Finanzen“, sagt Börsenexpertin Cornelia Frey. Sie bekommen deutlich weniger Rente als Männer. Vielen droht Armut im Alter. Doch dem lässt sich vorbeugen. Mit Mut und Tatkraft kämpfen Frauen gegen die Ungleichheit. Noch sind sie im Nachteil – durch Erziehungszeiten, Teilzeitjobs und geringere Gehälter. Die Folge: 40 Prozent weniger Rente im Vergleich zu Männern in Westdeutschland. Doch jede Frau kann das ändern. Nicole G. nimmt ihre Altersvorsorge jetzt selbst in die Hand.
    Frisch getrennt, hat die alleinerziehende Mutter eines gleich gelernt: Ein Mann ist keine Altersvorsorge. „Man hat einen Lebensstandard gehabt mit einem Doppelverdiener-Haushalt, der wird so in der Form nicht mehr möglich sein“, sagt die 33-Jährige. Sie arbeitet als Beamtin in Stuttgart – in Teilzeit. Nicole muss rechnen. Und deshalb traut sie sich etwas, das sie vorher nie in Betracht gezogen hätte: Sie kauft Aktien. „Das ist mittlerweile so einfach“, sagt Xenia Borger.
    „Man kann mit ganz kleinen Beträgen starten und an der Börse investieren.“ Sie muss es wissen, denn sie ist die Vorständin der Dagobertas: So nennt sich ihr Frauenfinanzverein, und Nicole ist neu dabei. Für die 81-jährige Antje Kocea ist es zu spät
    zum Vorsorgen. Doch sie hat nach dem Tod ihres Mannes keine Abstriche an ihrem Lebensstandard machen müssen. Sie hat ihr monatliches Einkommen aufgestockt und ihr Haus zur Rente gemacht. 800 Euro kommen so zusätzlich aufs Konto.
    Und ausziehen aus ihrem Zuhause musste sie auch nicht. „Das ist so eine tolle Sache“, sagt Kocea. Die Immobilienverrentung funktioniert so: Eine Stiftung kaufte ihr Eigenheim. Dafür erhält sie ein lebenslanges Wohnrecht und – statt einmalig den Marktwert – eine monatliche Rente. Das Haus gehört jetzt der Stiftung. Ein Vorteil: Sie übernimmt die Instandhaltung. Ein Nachteil: Mögliche Erb*innen gehen leer aus. In Frankreich ist dieses Modell weiter verbreitet als bislang in Deutschland.
    Doch ein Drittel der Immobilienbesitzer*innen hat finanzielle Sorgen im Alter. So könnten sie flüssig bleiben. Nach 16 Jahren als Hausfrau und Mutter will Christina Oswald wieder arbeiten, denn die gelernte Bankkauffrau sorgt sich um ihre Rente. Für Frauen wie die 49-Jährige ist das Projekt „Frau und Beruf“ gedacht. Mit Geldern des EU-Sozialfonds soll es Wiedereinsteigerinnen den Weg zurück in den Arbeitsmarkt erleichtern. Denn Vorsorgen für die Zukunft – das braucht Eigeninitiative, aber auch Unterstützung aus der Politik und von Unternehmen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-PremiereSa 24.04.2021ZDFDeutsche Online-PremiereFr 05.02.2021ZDFmediathek
    ursprünglich für den 06.02.2021 angekündigt

Cast & Crew

Sendetermine

Do 24.06.2021
04:20–04:50
04:20–
Do 29.04.2021
04:50–05:20
04:50–
Sa 24.04.2021
17:35–18:05
17:35–
NEU
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Reviews & Kommentare

  • (geb. 1947) am

    Frauen wieder mal als Opfer. Seit Jahren der gleiche Nonsens. Richtig ist, dass die Grundgesamtheit aller erwerbstätigen Frauen in Deutschland rund 22 Prozent weniger verdient, als die Grundgesamtheit aller erwerbstätigen deutschen Männer.
    Das ist jedoch überwiegend der Tatsache geschuldet, dass die Arbeitszeit der Grundgesamtheit der Männer 2019 bei 38,1 Stunden lag, und die der Grundgesamtheit aller erwerbstätigen Frauen bei 30,2 Stunden. Frauen arbeiteten rund 20% weniger als Männer. Wenn man weiter die vergleichbaren Kriterien für die anerkannten Tarifgruppen zugrunde legt: Gleiche Ausbildung, Qualifikation, Lebens- und Berufsalter, Verantwortung usw. beträgt die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern sechs Prozent. Nimmt man die Erwerbsauszeiten von Frauen aufgrund von Kindererziehung aus der Berechnungsgrundlage heraus, beträgt die Lohnlücke nur noch zwei Prozent. Die überdurchschnittlichen, männlichen Spitzenverdienste erzeugen diese kleine Differenz. Realität. Aber es gibt einen wirklichen Gender-Gap über den jedoch nie berichtet wird. 94 Prozent aller Berufstätigen, die im Jahr 2017 bei Arbeitsunfällen ums Leben kamen, waren Männer. Der Fall vom Baugerüst ist halt gefährlicher als der vom Bürostuhl. Obwohl Frauen 20% weniger arbeiten als Männer, führen sie bei Arbeitsunfällen durch Ausgleiten oder Stolpern mit Sturz mit 53% die Unfallstatistik an.
    • (geb. 1955) am

      Warum bleiben denn die Frauen zu Hause, ich habe mein Kind 1979 bekommen - und meinen damaligen Lebensgefährten gefragt ob er 50 Prozent der Kinderbetreuung übernimmt wenn ich mich und wir uns für ein Kind entscheiden würden. Er hat überlegt - ja gesagt und es genau so gemacht! Für viele Frauen ist das möglich da viele Frauen bestens ausgebildet sind wie wir damals (beide abgeschlossenes Studium). Frauen haben in D ein konservatives Bild von sich und verkriechen sich lieber in den Haushalt statt sich dem stürmischen Berufsleben zu stellen. Das Ganze fängt im Kopf an und zwar in jungen Jahren. Aber noch herrscht ein biederes Frauenbild von weißer Hochzeit und heiler Welt..... das ist die Hauptblockade und beginnt im eigenen Kopf.
      Mit Klagen und Jammern kommt da niemand weiter - warum teilen Frauen nicht mit Männern die Aufgaben? Ich sage es - weil sie keine Lust auf Berufstätigkeit haben und ganz gut finden dass die Männer erstmal oft mehr verdienen und sie selbst sich auf Kind und Haushalt zurückziehen können. Ja, ich wollte das mal pointiert darstellen weil mir dieses Gejammere seit mindestens 40 Jahren auf die Nerven geht.   Besten Gruß    Kade
      • (geb. 1955) am

        Also erstmal guten Tag, die Sendung - Damit fürs Alter reicht.... war kläglich, ein Beispiel einer verwitweten betuchten Frau ..... was hat das mit der Situation von heutigen Frauen zu tun....die befristete Verträge, schlechte Löhne ..... usw ihre Realtität nennen müssen. Dann fabulieren Sie von der Börse und von anderen Ländern, in denen es eine völlig andere und bessere Altersvorsorge gibt. Ärgerlich! Auch sind Männer nicht das Problem sondern die politischen Entscheidungen der letzten 30 Jahre! Davon kein Wort.... Naja, enttäuschend und inhaltsleer diese Sendung. 

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