• Folge 312 (45 Min.)
      Virtuelles Studio statt Labor: Der Virologe Hendrik Streeck erklärt den Zuschauern die Welt der Viren. – Bild: ZDF und Daniel Faigle.

      Der Virologe Hendrik Streeck nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in die geheimnisvolle und gefährliche Welt der Viren. Der lange Kampf gegen Corona zeigt: Die Welt muss sich auf die Gefahr von Pandemien besser vorbereiten. Sie können jederzeit ausbrechen und die Menschheit bedrohen. Auf schmerzhafte Weise führt uns die Corona-Pandemie seit Januar 2020 vor Augen, dass ein winziges, bis vor Kurzem unbekanntes Virus plötzlich und unerwartet zu einer globalen Gefahr werden kann – für unsere Gesundheit, unsere Freiheit, unseren Wohlstand. Der Klimawandel und die Globalisierung tragen dazu bei, dass die Gefahr von Pandemien wächst und der Kampf gegen gefährliche Viren in Zukunft zu den größten Herausforderungen gehören wird. Prof. Hendrik Streeck erklärt, was wir über das Coronavirus und seine Ausbreitung inzwischen wissen, welche anderen Gefahren durch Viren noch auf uns warten und wie wir uns gegen kommende Pandemien besser schützen können. Die Dokumentation blickt hierfür auch zurück auf die Karnevalssitzung von Gangelt im Landkreis Heinsberg im Januar 2020, die zum ersten Corona-Hotspot in Deutschland wird. Der folgenschwere Abend wird auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse anschaulich nachgestellt. Ergänzt durch Aussagen von Beteiligten und ein bislang unveröffentlichtes Original-Video aus der Halle. Für die Wissenschaft ist das Ereignis ein ideales Forschungsfeld. Die erste „Heinsberg-Studie“ von Hendrik Streeck und seinem Team liefert in der Frühphase der Pandemie entscheidende Erkenntnisse zur Infektionssterblichkeit und zum Ansteckungsgeschehen. Exklusiv liefert die Dokumentation zudem erste Einblicke in die laufende Folgestudie „Heinsberg 2“, die sich unter anderem mit der Frage der Immunität von Erkrankten befasst. Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit ist es gelungen, so schnell wirksame Impfstoffe gegen ein Virus zu finden wie im Fall von SARS-CoV-2. Doch während die Hoffnung größer wird, die Corona-Pandemie in den Griff zu bekommen, richtet sich der Blick nach vorn: Welche Gefahren warten in Zukunft auf die Menschheit? Ein Besuch im Friedrich-Löffler-Institut auf der Ostseeinsel Riems liefert Antworten. Unter Hochsicherheitsbedingungen untersuchen die Wissenschaftler hier, wie Viren vom Tier auf den Menschen überspringen und warum diese sogenannten Zoonosen so gefährlich sind. Auch der Klimawandel trägt dazu bei, die Pandemie-Gefahr zu vergrößern. Aus tropischen und subtropischen Gebieten importieren exotische Mücken, die nach und nach in Europas Süden heimisch werden, das West-Nil-Virus und das Zika-Virus. Auftauende Permafrostböden bringen jahrhundertelang im Eis eingeschlossene Erreger wieder ans Tageslicht – mit unvorhersehbaren Folgen. Zudem gelangen Viren durch das immer engmaschigere Netz unserer Transport- und Verkehrswege aus den entferntesten Winkeln der Erde in Windeseile auch in deutsche Metropolen und verbreiten sich von dort aus weiter. Keine Regierung kann die Gefahr, die von Viren ausgeht, allein in den Griff bekommen. Das hat Corona deutlich gezeigt. In einem Gespräch mit dem deutschen Arzt Dr. Bernhard Schwartländer, der als Stabschef des WHO-Generaldirektors in Genf arbeitet, blickt Hendrik Streeck deshalb nach vorn. Die entscheidende Frage ist, wie wir uns auf die zunehmende Gefahr von Pandemien besser einstellen können. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 16.03.2021 ZDF
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      3. Sendetermine
    • Folge 313 (45 Min.)
      Zehntausende gingen nach der Inhaftierung des Putin-Gegners Alexej Nawalny in ganz Russland auf die Straße. "Einer für alle und alle für einen!" ist auf dem Plakat eines Demonstranten in St. Petersburg zu lesen. "ZDFzeit" folgt den Spuren des mysteriösen "Falls Nawalny". Welche Ziele verfolgt der Kreml, welche der Oppositionsführer? – Bild: ZDF und dmitri lovetsky.

      20. August 2020. Kreml-Gegner Alexej Nawalny besteigt ein Flugzeug. Ziel: Moskau. Kurz nach dem Start bricht er zusammen, fällt ins Koma. Der Beginn eines internationalen Polit-Krimis. Als das Flugzeug in Omsk notlandet, ist Nawalny fast tot. Binnen weniger Stunden kommt eine beispiellose Rettungsaktion in Gang, um das Leben des wichtigsten russischen Oppositionellen zu retten. „Der Fall Nawalny“ wird zum internationalen Politikum. Frankreichs Präsident Macron und Bundeskanzlerin Merkel appellieren an den Kreml, den mit dem Tod ringenden Nawalny zur Behandlung an der Berliner Charité ausfliegen zu lassen. Erst durch den Einsatz weiterer internationaler Politiker gibt der Kreml nach, und Nawalny wird nach Deutschland überführt. Möglich gemacht wird die Rettung durch die Zusammenarbeit von Freunden, Verwandten und Unterstützern auf der ganzen Welt. Nach seiner Genesung kehrt er Mitte Januar 2021 unter den Augen einer fassungslosen Weltöffentlichkeit nach Russland zurück und wird kurz nach seiner Ankunft festgenommen. Seitdem sitzt er im Gefängnis. Seitdem ist Russland in Aufruhr. Der Autor fand Zugang zu Drahtziehern und Schlüsselfiguren der vergangenen Monate: von der Pussy-Riot-Aktivistin über den Berliner Rettungskoordinator bis zum deutschen Flugärzteteam und zum Nawalny-Lager selbst. Die Zuschauer begegnen russischen Oppositionellen und Investigativ-Bloggern und treffen auch die andere Seite der Macht, die russische Regierung und Putins Unterstützer. Nicht zuletzt geht die Frage an die deutsche Bundesregierung, warum sie sich im Fall Nawalny so exponiert. Die Kamera ist während Nawalnys Rückflug nach Moskau dabei, ist Augenzeuge seiner Verhaftung in Moskau. Die Doku zeigt Privatfilme, Schnappschüsse und Handyvideos von sämtlichen Schauplätzen. Die Geschichte um Nawalnys Rettung wird erzählt als dichtes menschlich-politisches Drama, als Agententhriller und ein Stück Weltpolitik in einem. Entlang des atemlosen Rettungsprotokolls erzählt die Dokumentation die Geschichte eines Machtkampfes, der sich in Russland seit Jahren abzeichnet. Auf der einen Seite steht der „ewige Präsident“ Wladimir Putin in seinem Machtgefüge aus Getreuen und Nutznießern. Auf der anderen Seite die vielköpfige Opposition, die, obwohl überwacht und niedergeknüppelt, immer neue Wege findet, die Willkür des Systems Putin bloßzustellen. Eine ihrer Symbolfiguren ist Alexej Nawalny, der Blogger, YouTube-Aktivist und Antikorruptionskämpfer. Hinter dem Duell dieser Erzkontrahenten steht der Generationenkonflikt zwischen dem alten autoritären Russland und einer modernen digitalen Jugendbewegung. Autor Florian Huber spricht mit russischen Oppositionellen, hochrangigen Politikern, Zeugen der Rettung, Ärzten und Wissenschaftlern und liefert so einen einzigartigen Einblick in den „Fall Nawalny“. Er beschäftigt sich sowohl mit den politischen als auch mit den persönlichen Hintergründen des russischen Oppositionellen und zeichnet das erschreckende Bild eines Kriminalfalles mit Verstrickungen bis in die höchsten Ebenen der russischen Politik. Wer würde vom Tod Nawalnys profitieren? Warum kehrte er nach Russland zurück? Und was für eine Rolle spielte ein Berliner Filmproduzent? (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 30.03.2021 ZDF
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      2. Crew
      3. Sendetermine
    • Folge 314 (45 Min.)
      Produktentwickler Sebastian Lege deckt auf, wie Ferrero die Verbraucher manipuliert. Er erklärt die geheimen Rezepturen, lüftet die Tricks im Marketing und geht dem Geheimnis der Piemont-Kirsche in Mon Chéri auf den Grund. – Bild: ZDF und Lars Döring./Lars Döring

      Sebastian Lege kennt die Tricks der Lebensmittelindustrie. Er deckt Ferreros geheime Rezepturen auf, lüftet das Geheimnis der Piemont-Kirsche – und entlarvt die miesen Marketingstrategien. Ferrero ist eine Gigant im Lebensmittel-Regal. nutella, kinder Riegel, Mon Chéri – mit seinen süßen Produkten hat der Konzern ganze Generationen geprägt. Der Erfolg hat seine Schattenseiten: für die Umwelt, die Gesundheit und den Geldbeutel. Sebastian Lege ist Produktentwickler und weiß daher sehr genau, wie die Lebensmittelindustrie arbeitet. In dieser Dokumentation kümmert er sich ausschließlich um Produkte von Ferrero – einem der verschwiegensten Konzerne der Welt. nutella hat den italienischen Hersteller großgemacht. Mit diesem Produkt wurde ein ganz neues Produktsortiment begründet: die Nuss-Nougat-Cremes. Für alle Nachahmer bleibt nutella bis heute die Referenz. Sebastian Lege macht sich daran, das nutella-Rezept herauszufinden, und baut den Brotaufstrich nach. „Mon Chéri mit der Piemont-Kirsche“ – einer der unvergesslichen Slogans des Ferrero-Konzerns. Doch im Piemont staunt man über dieses Versprechen. In dieser Region Italiens werden praktisch keine Kirschen angebaut. Woher sie dann wirklich stammen, das deckt Sebastian Lege auf. Ferrero ist einer der größten Werbekunden des deutschen Fernsehens. Immer wieder wendet sich der Konzern an junge Familien, und zahlreiche Produkte werben mit Milch und guten Inhaltsstoffen. kinder Riegel, Milch-Schnitte, kinder Schoko-Bons: Wie viel gute Milch steckt drin – und wie weit darf Ferrero mit seiner Werbung gehen? Sebastian Lege spürt dem nach. Die Tricks von Ferrero – eine informative und unterhaltsame Dokumentation über die Geheimnisse eines großen Players der Lebensmittelindustrie. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 06.04.2021 ZDF
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      2. Sendetermine

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