ZDFzeit
    • Folge 263 (45 Min.)
      Neue Antibiotika zu entwickeln, kostet Millionen. Und wer neue Mittel auf den Markt bringt, muss diese als "Reserveantibiotika" zurück halten. Ein schlechtes Geschäft für die Pharmakonzerne. – Bild: ZDF und Johannes Straub.
      Neue Antibiotika zu entwickeln, kostet Millionen. Und wer neue Mittel auf den Markt bringt, muss diese als "Reserveantibiotika" zurück halten. Ein schlechtes Geschäft für die Pharmakonzerne. – Bild: ZDF und Johannes Straub.

      Pest und Cholera haben einst ganze Landstriche verwüstet. Heute halten Antibiotika gefährliche Keime in Schach. Doch gegen immer mehr Krankheitserreger erweisen sich Medikamente als machtlos. Was passiert, wenn kein Antibiotikum mehr hilft? Gemeinsam mit dem Robert-Koch-Institut hat „ZDFzeit“ den Ausbruch eines solchen Keims in einem deutschen Krankenhaus durchgespielt. Das Szenario wird ergänzt durch Experteninterviews und die Fakten zur Antibiotika-Krise. Allein in Deutschland sterben jährlich mehrere Tausend Menschen durch multiresistente Keime. Weltweit sind es geschätzte 700 000 Todesfälle. Dass resistente Keime rasant zunehmen, ist auch eine Folge unseres allzu sorglosen Umgangs mit den lebensrettenden Medikamenten. In der Humanmedizin, aber auch in der Tiermast. Die Vereinten Nationen warnten jüngst: Wir steuern auf ein postantibiotisches Zeitalter zu. Machtlose Antibiotika wären das Ende der Medizin, so wie wir sie kennen. Vor der Erfindung des Penicillins konnte jede kleinste Wunde eine lebensbedrohliche Infektion nach sich ziehen. Dann brachten Pharmafirmen jahrzehntelang immer bessere und maßgeschneiderte Antibiotika auf den Markt, bakterielle und Mikroben-Infektionen verloren ihren Schrecken. Doch der überbordende Antibiotika-Einsatz sorgte dafür, dass die Wirkstoffe längst überall in der Umwelt, im Boden wie in Gewässern zu finden sind. Das sorgt für eine Art „Turbo-Evolution“ unter Bakterien: Wenn sich auch nur ein einziges mutiertes Bakterium unter den unzähligen genetischen Varianten als resistent gegen Antibiotika erweist, vermehrt es sich besser und schneller als alle anderen. Die steigende Zahl von Krankheits- und Todesfällen durch solche multiresistenten Keime ist bereits heute alarmierend – Gesundheitsexperten rechnen jedoch mit noch schlimmeren Szenarien. Ein Fall aus den USA hat 2016 international Schlagzeilen gemacht. Eine Patientin wurde mit einer schweren Blutvergiftung in das Krankenhaus von Reno eingeliefert. Sie kam gerade zurück von einer Indienreise, war dort mehrfach im Krankenhaus. Diagnose: Sie hat sich mit hochresistenten Klebsiella pneumoniae infiziert. Die Analyse des Erregers ergab: Er war gegen alle in den USA zugelassenen Antibiotika unempfindlich. Für die Patientin in Reno konnten die Ärzte nichts mehr tun. Sie starb. Solche panresistenten Keime, gegen die gar nichts mehr wirkt, sind noch die absolute Ausnahme. In Reno konnte die Ausbreitung des Keims durch strenge Hygienemaßnahmen verhindert werden. Gemeinsam mit Experten des Robert-Koch-Instituts hat „ZDFzeit“ den Ausbruch eines panresistenten Keims in einem deutschen Krankenhaus durchgespielt – nicht real, aber realistisch. Das Szenario verdeutlicht, welchen Herausforderungen die Medizin in einem solchen Fall gegenübersteht. Welche Behandlungsmöglichkeiten bleiben den Ärzten noch? Wie lässt sich eine Ausbreitung verhindern? Warum ist es wichtig, die Quelle des Keims ausfindig zu machen? Was können Forscher und Pharmaunternehmen tun, um Abhilfe zu schaffen? Und welche Handlungsoptionen haben Politik und Gesellschaft? Das Problem drängt. Die Vereinten Nationen erklärten Antibiotikaresistenzen jüngst zur globalen Krise und warnen: Wir steuern auf ein postantibiotisches Zeitalter zu. Bakterien: Wir können sie nicht sehen, aber sie leben billionenfach in uns, auf uns, um uns herum. Für gesunde Menschen sind sie harmlos. Auch die meisten Krankheitserreger können von einem intakten Immunsystem rasch besiegt werden. Zum Beispiel der Keim Klebsiella pneumoniae. Etwa ein Drittel aller Menschen trägt ihn in sich, ohne krank zu werden. Bei geschwächten Patienten aber kann der Erreger eine Lungenentzündung auslösen, bis hin zu einer tödlichen Sepsis. Klebsiella pneumoniae sind häufig multiresistent, das heißt, nur noch wenige Antibiotika helfen. Das macht die Behandlung langwierig und kompliziert. Schon jetzt sind die Folgen gravierend. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 26.11.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Crew
      3. Sendetermine
    • Folge 264 (45 Min.)
      Natur und Idylle: So wie hier am Starnberger See stellen sich viele ihr Leben im Alter vor. Für "Die große Deutschland-Studie" wurde auch analysiert, wo es viele Freizeitmöglichkeiten und Erholungsflächen gibt. – Bild: ZDF und Charlotte Starup.
      Natur und Idylle: So wie hier am Starnberger See stellen sich viele ihr Leben im Alter vor. Für "Die große Deutschland-Studie" wurde auch analysiert, wo es viele Freizeitmöglichkeiten und Erholungsflächen gibt. – Bild: ZDF und Charlotte Starup.

      Mehr als 17 Millionen Senioren leben in Deutschland. Aber in welchen Regionen leben sie am besten? Und wo gibt es Probleme? Eine große ZDF-Studie liefert nun überraschende Ergebnisse. So sind die Unterschiede zwischen Stadt und Land größer als erwartet. Und auffällig viele Regionen in Ostdeutschland schneiden bei der Bewertung der Lebensverhältnisse für Ältere sehr gut ab. Dagegen liegen Großstädte eher auf den hinteren Rängen. Für das ZDF haben die Wirtschaftsforscher des Prognos-Instituts Daten aus allen 401 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland unter die Lupe genommen. Ihr Ziel: ein Regionen-Vergleich der Lebensverhältnisse für Senioren. Wie groß ist das Gefälle zwischen Stadt und Land, zwischen Ost und West? Wie sehr entscheidet der Wohnort heute über die Frage, ob es im Alter eine gute Versorgung bei der Pflege gibt? In Klausdorf im Landkreis Vorpommern-Rügen leben Heinz (74) und Annegret Hartwig (73). Sie sind vor vielen Jahren aus dem Ruhrgebiet in den Nordosten gezogen, auch wegen der schönen Landschaft und der günstigen Wohnkosten. Aber nun merken sie jedoch, welche Schwierigkeiten im Alter hier auf sie zukommen. Die Wege sind weit. Zum Arzt, zur Apotheke, zum Supermarkt. Solange man noch Autofahren kann, alles kein Problem. „Wenn es natürlich hart auf hart kommt und uns beide mal trifft, dann müssen wir natürlich hier die Koffer packen“, sagt Annegret Hartwig. Doch bevor es so weit kommt, schickt „ZDFzeit“ Heinz und Annegret zum Fahrsicherheitstraining. Sind die Rentner noch fit genug hinterm Steuer? Wie schlägt sich Heinz mit seinem Auto auf dem Parcours? Für die große Deutschland-Studie wurden für alle Regionen wichtige Entfernungen analysiert. Etwa zu Hausärzten, Supermärkten, Bushaltestellen und Apotheken. Sogenannte Randregionen haben das Nachsehen. Im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt sind es statistisch über 3,7 Kilometer bis zur nächsten Apotheke. In Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz dagegen nur 352 Meter – deutschlandweit spitze. Für Fachleute wie die Stadtforscherin Prof. Ilse Helbrecht von der Humboldt-Universität in Berlin steht fest: Nicht alle abgelegenen Orte haben eine Zukunft. In bestimmten Fällen mache es sogar Sinn, kleinere Dörfer aufzugeben. „ZDFzeit“ wagt den Test in der Eifel: Könnte eine Umzugsprämie in Höhe von 10 000 Euro Senioren überzeugen, in die nächstgelegene Stadt zu ziehen? Wie reagieren die Bürger? Für viele ist klar: Ihr Zuhause geben sie so schnell nicht auf! Denn auch in den Städten ist längst nicht alles rosig. In gefragten Metropolen sind die Mieten für Senioren kaum noch bezahlbar – auch das belegt die Deutschland-Studie anhand neuester Zahlen. Will in München ein Rentner heute eine Wohnung mieten, muss er durchschnittlich 65 Prozent seines Einkommens dafür ausgeben. Trauriger Deutschland-Rekord. Unter hohen Kosten leiden Senioren mit kleinen Renten besonders stark. Liselotte T. aus Hamburg muss monatlich von 826 Euro leben, bekommt Grundsicherung. Sie hat 20 Jahre lang als Altenpflegerin gearbeitet, wurde dann krank, gab den Beruf auf. Im Alter in Armut – ein Schicksal, das sie mit rund einer halben Million Menschen in Deutschland teilt. Die Deutschland-Studie zeigt, in welchen Regionen die meisten Einwohner auf Grundsicherung angewiesen sind. Hochburg ist Offenbach, gefolgt von Frankfurt am Main und Düsseldorf. Am geringsten ist die Quote in ostdeutschen Regionen. Und die Forscher finden noch weitere positive Ergebnisse im Osten Deutschlands: viele Erholungsflächen, gute Bildungsangebote und meist geringe Wohnkosten. Auch deshalb schaffen Regionen in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg den Sprung in die Top Ten der Rangliste der besten Lebensverhältnisse für Senioren in Deutschland. Welche Regionen das sind, wird erst später verraten. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 03.12.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Sendetermine
    • Folge 265 (45 Min.)
      Von links: Mutter Lena (33), Franka (9), Vater Martin (34), Theo (3), Mia (11) und Maja (6). Bei jedem seiner vier Kinder nahm Martin Funk Elternzeit. Insgesamt zwei Jahre blieb der Schreiner aus Rottweil zu Hause - dank der Unterstützung seines Arbeitgebers. – Bild: ZDF und Nico Pudimat.
      Von links: Mutter Lena (33), Franka (9), Vater Martin (34), Theo (3), Mia (11) und Maja (6). Bei jedem seiner vier Kinder nahm Martin Funk Elternzeit. Insgesamt zwei Jahre blieb der Schreiner aus Rottweil zu Hause - dank der Unterstützung seines Arbeitgebers. – Bild: ZDF und Nico Pudimat.

      Rund elf Millionen Familien mit Kindern leben in Deutschland, wo aber geht’s ihnen am besten? In der Stadt oder auf dem Land? In Nord oder Süd? Eine exklusive Studie liefert Antworten. Ob bezahlbare Mieten, Kinderarztdichte, Betreuungsangebote oder Armut bei Kindern – das Prognos-Institut hat für „ZDFzeit“ alle 401 Kreise und kreisfreien Städte unter die Lupe genommen. Ein Ergebnis: Regionen im Umland von Großstädten schneiden besonders gut ab. Familie Lolischkies ist gerade von Berlin in ihr neues Eigenheim im brandenburgischen Bad Saarow umgezogen. Denn hier in der Provinz finden sie etwas, das ihr Familienleben entscheidend verbessert: ein Betreuungsangebot, das sich durch und durch nach ihren Bedürfnissen richtet. Vater Arne Lolischkies (39) ist Chirurg an der örtlichen Klinik. Und die betreibt für ihre Mitarbeiter eine der wenigen 24-Stunden-Kitas Deutschlands, damit Ärzte und Pflegekräfte Schichtdienst und Familie besser unter einen Hut bekommen. Jenniffer Ehry-Gissel aus Mainz hat für ihre Familie eine andere Lösung gefunden: Sie ist Selbstbetreuerin. Ihre beiden Söhne Finn (2) und Emil (5) werden bis zum Schulanfang in keine Kita gehen. Das macht sie auch deshalb, weil sie die Zeit mit ihren Kindern so intensiv wie möglich verbringen will. Damit ist sie eine Ausnahme: Bundesweit sind 93 Prozent der Kinder zwischen drei und fünf Jahren in einer Kindertagesbetreuung. Jenniffer Ehry-Gissel nimmt nun lange Elternzeit und wird erst in einigen Jahren in ihren Bürojob zurückkehren können. Der Vater geht arbeiten, die Mutter kümmert sich in den ersten Lebensjahren um die Kinder. Ein Rollenmodell, das in Deutschland noch immer weitverbreitet ist: Dabei hat der Gesetzgeber schon vor einigen Jahren Anreize für Väter geschaffen, sich stärker einzubringen. Mehr als ein Jahr lang zahlt der Staat Elterngeld als Ersatz für den Verdienstausfall. Doch die Deutschland-Studie zeigt, wie groß die regionalen Unterschiede dabei sind. So beziehen im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) Väter im Schnitt 4,7 Monate Elterngeld, im Landkreis Hildburghausen (Thüringen) dagegen nur 2,3 Monate. Mütter beziehen im Schnitt rund 14 Monate Elterngeld. Laut einer repräsentativen ZDF-Umfrage sind 67 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Väter länger Elternzeit nehmen sollten. Martin Funk aus Rottweil, der ältesten Stadt Baden-Württembergs, geht mit gutem Beispiel voran. Bei jedem seiner vier Kinder (3, 6, 9 und 11 Jahre) hat der gelernte Schreiner Elternzeit genommen und dafür Elterngeld bekommen. Insgesamt fast zwei Jahre war Martin Funk nicht am Arbeitsplatz, obwohl er inzwischen sogar eine Leitungsfunktion hat. Für seinen Chef Hermann Klos kein Problem: „Das gehört zu unserer Unternehmensphilosophie. Wir sind da als Handwerksbetrieb Vorreiter, da sonst eher große Firmen und Behörden die Vereinbarkeit von Familie und Beruf pflegen.“ Wenn es um die Frage geht, wo Kinder besser aufwachsen, ist eine deutliche Mehrheit der Deutschen überzeugt: auf dem Land. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage für die Sendung „ZDFzeit“. Demnach sind 78 Prozent der Deutschen der Meinung, dass ein Landleben für Kinder vorteilhaft ist. Nur 10 Prozent halten die Stadt für den besseren Ort für Kinder. Familie Häusser aus Frankfurt am Main lebt zu viert auf 80 Quadratmetern. Für die Wohnung zahlen sie 1300 Euro warm. Eigentlich brauchen sie mehr Platz, aber ein Umzug in eine größere Wohnung ist für sie kaum bezahlbar. Ausnahme oder Normalität? Die Deutschland-Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag von „ZDFzeit“ hat das durchschnittliche Familieneinkommen in Deutschland ins Verhältnis zu den Mietausgaben gesetzt. Ergebnis: Durchschnittlich 39 Prozent ihres Nettoeinkommens müssen Familien wie die Häussers in Frankfurt ausgeben, wenn sie heute in eine neue Wohnung ziehen. Noch mehr ist es nur in Freiburg (42 Prozent) und in München (43 Prozent). Die Studie liefert aber auch Erkenntnisse, wo das Wohnen verhältnismäßig günstig ist. Familie Häusser wagt das Experiment: Sie zieht für eine Woche rund 50 Kilometer vor die Tore Frankfurts, in den Ort Dornau im Landkreis Miltenberg. Hier beträgt die Miete nur rund 23 Prozent des Nettoeinkommens. Aber lebt es sich dort auch gut? Am Ende müssen sich die Häussers entscheiden: Stadt oder Land? Die neue „Deutschland-Studie“ für Familien kommt zu dem Ergebnis: Nahezu überall in Deutschland gibt es Kreise und Städte, in denen Familien gut wohnen können. Welche Regionen aber am besten abschneiden, veröffentlicht das ZDF am 28. November 2019 unter deutschland-studie.zdf.de (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 10.12.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Crew
      3. Sendetermine
    • Folge 266 (45 Min.)
      Die Herzogin von York mit Gothas Herzogin Luise vor dem Stammbaum der Herzöge von Sachsen-Gotha. – Bild: ZDF und Tino Sieland.
      Die Herzogin von York mit Gothas Herzogin Luise vor dem Stammbaum der Herzöge von Sachsen-Gotha. – Bild: ZDF und Tino Sieland.

      Sarah Herzogin von York, besser bekannt als „Fergie“, will ein Familiengeheimnis der britischen Royals lüften und folgt den deutschen Spuren der Windsors. ZDFzeit begleitet sie exklusiv. Fergie bewegt vor allem das Schicksal der rebellischen Herzogin Luise: Warum wurde die Schwiegermutter der legendären Queen Victoria aus der Geschichte des Königshauses verbannt und für immer von ihrem Sohn Prinz Albert getrennt? Eine historische Spurensuche beginnt. Es ist eine herzzerreißende Tragödie, die der Herzogin von York seit Jahren keine Ruhe lässt. Vieles erinnert Fergie an ihren eigenen Weg. Auch sie war einst eine verliebte Braut, die für ihren Prinzen alles aufgab, vor allem ihre Privatsphäre. Sie erlebte die zerstörerische Kraft von Gerüchten und die gnadenlose Kritik einer sensationshungrigen Presse. „Die Zeitschriften machten mit der ‚schlimmen‘ Fergie ein Riesengeschäft“, erinnert sich die Herzogin. „Ich konnte es sowieso niemandem Recht machen, also hab ich getan, was ich wollte, in vernünftigen Grenzen“, erklärt Sarah, die 1996 von Prinz Andrew geschieden wurde. Die filmische Spurensuche startet in England, in der Royal Lodge, dem Familienwohnsitz von Fergie und Prinz Andrew, dem zweitgeborenen Sohn der Queen. Dort wuchsen ihre gemeinsamen Töchter Beatrice und Eugenie auf. Viele Jahre zuvor waren hier auch die Queen und ihre Schwester Margaret als Kinder zuhause. In der Royal Lodge verrät uns die Herzogin in einem ausführlichen Interview, warum sie sich für die lange zurückliegende Geschichte von Alberts Mutter interessiert: „Luise inspiriert mich. Sie hat niemals aufgegeben. Wir müssen aussprechen, was wir wirklich fühlen. Wenn ich an Luise denke, fühle ich Widerstandskraft und Mut.“ Es ist die Geschichte einer Frau, die sich nicht an die höfischen Regeln hielt und dafür einen hohen Preis zahlen musste. Luise wurde 1824 vom Hof in Coburg verbannt, nachdem sie ihre beiden Söhne zur Welt gebracht und sich gegen die Untreue ihres Ehemanns zur Wehr gesetzt hatte. Wie stark hat dies ihren Sohn, Prinz Albert, geprägt, der später das Geschick der britischen Monarchie wesentlich mitbestimmt hat? Wichtige Stationen von Fergies Reise liegen in Deutschland: Schloss Friedenstein in Gotha, Schloss Rosenau in Coburg und die Stadt Sankt Wendel, in die Luise vor fast zweihundert Jahren verbannt wurde. Was machte sie so gefährlich für das Haus Sachsen-Coburg und Gotha, das sich später in Windsor umbenannte? Die Herzogin von York macht sich auf die Suche nach Dokumenten, Gemälden und nach dem Sarg von Prinz Alberts Mutter. Sie erfährt, dass die junge Luise durch ihre liberale Erziehung schlecht vorbereitet war auf ein Leben am Hof ihres ehrgeizigen Gatten Ernst von Sachsen-Coburg. Für ihn war die Ehe eine Frage der Staatsraison, seine Frau aber hing romantischen Träumen nach. Die Herzogin von York glaubt: „Sie liebte ihn so sehr, er war der Mann ihres Lebens. Ich würde sie gerne warnen … Es ist wie in einem Krimi – du weißt, was passiert, du willst rufen: Hinter dir! Sei vorsichtig!“ Denn Fergie hat aus der Geschichte gelernt. „Niemanden verletzen und seine Pflicht tun, einfach weitermachen“, erklärt Sarah ihr eigenes Lebensmotto am Ende ihrer Reise durch das Leben Luises, die die Stamm-Mutter des Hauses Windsor ist und dennoch viele Rätsel aufgibt. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 17.12.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Sendetermine

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