W wie Wissen

    Zukunft der Bildung / Defizitäre Aufmerksamkeit / Leute, wollt Ihr ewig lernen? / Spielend leicht lernen? / Hefte raus für Feinmotorik

    30 Min.
    ARD/WDR W WIE WISSEN ab (08.01.06) sonntags um 17:03 Uhr im Ersten. Logo der Sendung © WDR, honorarfrei - Verwendung nur im Zusammenhang mit genannter WDR-Sendung bei Nennung: "Bild: WDR" (S2). WDR-Pressestelle/Fotoredaktion 0221 220 -2408 oder -4405 Fax -8471 mail fotoredaktion@wdr.de. 1_W_wie_Wissen_Logo_06 – Bild: ARD
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    Bildung ist die Grundlage einer wissensbasierten Ökonomie und das rohstoffarme Deutschland geradezu das Paradebeispiel dafür. Lange Zeit jedenfalls. In den vergangenen Jahren scheint es mit dem Bildungsniveau hierzulande steil bergab zu gehen. Schlecht motivierte Schulabgänger, die kaum fehlerfrei lesen, schreiben und rechnen können, stellen Ausbildungsbetriebe und Universitäten vor zunehmende Probleme. Dabei erfordert vor allem der digitale Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft von jedem Einzelnen die Bereitschaft, immer wieder Neues zu lernen. Mit den Konzepten von einst kommt man da nicht weit. Wie also muss die Bildung in Zukunft aussehen? Die Themen: Defizitäre Aufmerksamkeit: Der Zeitraum, in dem sich Schüler und auch Studenten auf eine Sache konzentrieren oder einem Gedankengang aufmerksam folgen können, ist mit jeder neuen Generation kürzer geworden. Selbst wenn die Ursachen dafür noch nicht abschließend geklärt sind – Bildungskonzepte, Stoffmengen und Benotung mussten sich dieser Entwicklung längst anpassen. Wie also sieht sie aus, die Schulstunde, Vorlesung oder Prüfung der Zukunft? Und wie bewerten Pädagogen die Entwicklung? Leute, wollt Ihr ewig lernen?: Die Zeiten, in denen ein einmal erlernter Beruf lebenslang (im gleichen Unternehmen) ausgeübt wird, sind so gut wie vorbei. Der technologisch-organisatorische Wandel ist in den meisten Branchen so rasant geworden, dass kaum jemand ums lebenslange (Weiter-)Lernen herumkommen dürfte. Aber wird es nicht mit zunehmendem Alter immer mühsamer Neues zu lernen? Welche Konzepte und Methoden gibt es für diese „ewige Erwachsenenbildung“ und was sagt die Wissenschaft dazu? Spielend leicht lernen?: Immer mehr Apps versprechen müheloses Lernen im Zeitraffer. Spanisch in sieben Tagen, fast nebenbei: Zunehmend nutzen moderne Lern-Konzepte Gamification, also die „Spielifizierung“ von Lehrinhalten und Challenge, die Herausforderung, ein bestimmtes Lernziel (als Erster) zu erreichen. Glaubt man den Anbietern, dann lassen sich mit Spieltrieb und sportlichem Ehrgeiz auch bildungsfernere Schichten leicht erreichen und so Zukunftschancen bisher benachteiligter Menschen erhöhen. Hefte raus für Feinmotorik: In nicht allzu ferner Zukunft wird die Digitalisierung auch den Schulunterricht gravierend verändern. Mehr Handy und Tablett, weniger Stift und Heft, das scheint zukünftig geradezu zwingend. Aber Experten warnen eindringlich vor einer Vernachlässigung der Handschrift. Denn selbst zu schreiben fördert Lesekompetenz und Sprachverständnis. Es ist erwiesen, dass Kinder eine Sprache leichter lernen, wenn sie sie auch schreiben. Hand und Kopf arbeiten also eng zusammen – und zwar ganz anders, als wenn man eine Tastatur bedient. Studien belegen zudem einen Zusammenhang zwischen feinmotorischen und intellektuellen Fähigkeiten – und wie wichtig die Nutzung der feinmotorisch anspruchsvollen Fähigkeit Schreiben für den Erhalt des Intellekts gerade im höheren Alter wird. (Text: Tagesschau24)

    Cast & Crew

    Moderation: Dennis Wilms
    Regie: Birgit Quastenberg

    Sendetermin

     So 10.11.2019
    16:30–17:00
    16:30–tagesschau24

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