• Der Kult um heilige Tiere
    30 Min.

    Im Westen Indiens, am Rande der Wüste Thar, lässt sich ein grandioses Naturschauspiel beobachten. Massen von Jungfernkranichen kommen in ein kleines Dorf, weil sie von den Dorfbewohnern gefüttert werden. Erst sind es nur wenige, dann Hunderte und schliesslich Tausende Tiere. Der Grund für dieses ungewöhnliche Miteinander: Die Menschen verehren die Vögel – und versprechen sich davon ein gutes Karma. In ihrem Glauben werden sie wiedergeboren; durch gute Taten können sie ihr nächstes Leben positiv beeinflussen. Noch einen Schritt weiter geht das Volk der Bishnoi im Nordwesten Indiens. Wildtiere geniessen bei den Bishnoi grossen Respekt, sie werden fast wie Menschen behandelt.

    Anders im christlich dominierten Mitteleuropa. Hier wurden seit dem Mittelalter Grosstiere als Gefahr angesehen, als Arbeitstiere eingesetzt oder gegessen. Aber auch in Europa gibt es Ausnahmen. In Italien existiert ein heidnischer Brauch, bei dem in einem kleinen Bergdorf während der Prozession Schlangen verehrt werden – obwohl die Tiere in der Bibel als Symbol des Bösen gelten.

    Anhand dieser Beispiele in Indien und Italien macht sich der Film auf die Suche nach dem Verhältnis von Mensch und Tier in den Religionen. (Text: SRF)

    Sendetermin

    So
    16.12.201810:30–11:00SRF 1 (CH)
    10:30–11:00

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