Leschs Kosmos
    • Folge 132 (30 Min.)

      Rituale gibt es in allen Kulturen. Mit Ritualen lassen sich Gesellschaften lenken und instrumentalisieren. Ist uns rituelles Verhalten angeboren? Harald Lesch ergründet die Folgen. Rituale sind gesellschaftlicher Kitt und mitunter sogar lebensgefährlich. Forscher entschlüsseln ihren Ursprung. Sie finden Hinweise auf rituelles Verhalten schon bei unseren Urahnen. Tief im Menschen verwurzelt, stoßen Forscher auf Parallelen zu Zwangsstörungen. Überall auf der Welt gibt es Beerdigungsrituale. Tatsächlich weisen Studien darauf hin, dass sie das Gehirn von Trauernden verändern können. Rituelle Bestattungen gibt es vermutlich schon seit 100 000 Jahren. Neue Funde bringen ein Paradigma ins Wanken. Aufgrund von Höhlenmalereien und Figurenfunden glaubten Forscher lange, es hätte eine Art kulturellen Urknall gegeben, als der Homo sapiens in Europa einwanderte. Die Wurzeln von Ritualen reichen aber vermutlich noch viel weiter in die Vergangenheit zurück. Auch bei Tieren beobachten Forscher rituelles Verhalten. So scheinen Elefanten zu trauern, Vögel zeigen erstaunlich komplexe Balztänze, und Schimpansen schichten rätselhafte Steinhaufen auf. Rituelle Handlungen folgen bestimmten Mustern, von denen nicht abgewichen werden darf. Sie sind in der Regel aufwendige Handlungsabläufe – und das hat einen Grund. Forscher haben bei Menschen nachgewiesen, dass manche Rituale den Herzschlag auf ungewöhnliche Weise verändern. Rituale beeinflussen unsere Hormone und unser Denken. Auch über die Wirkung von synchronem Verhalten, das bei vielen Ritualen eine Rolle spielt, gewinnt die Wissenschaft neue Erkenntnisse. In dieser Folge von „Leschs Kosmos“ ergründet Harald Lesch die wissenschaftlich nachgewiesenen Effekte von Ritualen auf den Menschen und die daraus resultierenden positiven wie negativen Folgen. (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 05.11.2019 ZDF
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      2. Cast
      3. Sendetermine
    • Folge 133 (30 Min.)

      Forscher suchen fieberhaft nach neuen Wunderwaffen gegen tödliche Erreger – im Regenwald, in Höhlen und in giftigen Tieren. Wer kann die „Killerkeime“ im post-antibiotischen Zeitalter stoppen? Hunderttausende Menschen werden wieder an einfachen Infektionen sterben, warnen Experten. Die Zeit drängt. Harald Lesch zeigt, welche neuen hoffnungsvollen Wege es in der Medizin gibt, um den Kampf gegen multiresistente Bakterien doch noch zu gewinnen. Die Wandlungsfähigkeit und raschen Generationsfolgen von Bakterien machen aus „vertrauten“ Krankheitserregern lebensgefährliche Eindringlinge, gegen die kein Antibiotikum mehr wirksam ist. Schon heute sterben jedes Jahr 33 000 Menschen allein in Europa an Infektionen mit multiresistenten Keimen. Tendenz steigend. Zeit ist ein wichtiger Faktor beim Kampf gegen die Mikroben. Bisher dauerte es drei bis fünf Tage, bis Ärzte genau wussten, um welches Bakterium es sich handelt und mithilfe welchen Medikaments man gezielt dagegen vorgehen kann. Doch bereits in diesem kurzen Zeitraum kann sich der Gesundheitszustand eines Patienten schon massiv verschlechtern. Wissenschaftlern ist nun ein wichtiger Schritt gelungen: Mit dem Lab-on-a-Chip können sie in nur drei Stunden die Krankheitserreger bestimmen und zugleich, welches Antibiotikum in welcher Konzentration den Patienten retten kann. Noch ist es ein Pilotprogramm, aber in wenigen Jahren soll es in Kliniken bereits Standard sein. In der Natur herrscht ein ständiges Wettrüsten – Tiere und Pflanzen versuchen, für sie gefährliche Bakterien in Schach zu halten, doch der Mikrokosmos rüstet immer neu auf. Selbst Bakterien müssen sich ständig gegen andere Bakterien behaupten. Dazu produzieren die Organismen Abwehrmechanismen gegen konkurrierende Keime. Hier hoffen Wissenschaftler, auch neue mögliche Antibiotika zu finden. Sie suchen nicht nur an entlegenen Orten, sondern auch in exotischen Tieren. Die Komodowarane sind Aasfresser. Mit ihrer Nahrung nehmen sie ständig schädliche Bakterien auf, die sie abwehren müssen. Forscher vermuten, es könnte sich um eine effektive biowirksame Waffe handeln, die vielleicht auch beim Kampf gegen multiresistente Keime hilft. Welche ausgeklügelten Strategien gibt es in der Natur, sich gegen Bakterien zu wehren? Gibt es bereits Aussicht auf neue Stoffe? Wann entwickelt die Medizin das Antibiotikum 2.0? (Text: ZDF)

      Deutsche Erstausstrahlung: Di 26.11.2019 ZDF
      1. Reviews/Kommentare
      2. Sendetermine

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