Tadellöser & Wolff

    D 1975
    Film (192 Min.)
    „Tadellöser & Wolff“ bedeutet im Jargon des Rostocker Reeders und Leutnants der Reserve Karl Kempowski soviel wie „gut“, wohingegen „Mieswitzer & Jensen“ das Gegenteil besagt. Sein Sohn Walter verlebt seine Jugend in einem konservativ-deutschnationalen Elternhaus. Dort betrachtet man Hitler und die Nazis zwar mit Kritik, geht aber insgesamt mit der Entwicklung konform. Dem großbürgerlichen Lebensstandard entsprechend, zieht die Familie Kempowski von Lübeck nach Rostock, wo sie noch für einige Jahre eine unbeschwerte Zeit erleben.
    Ein Familienurlaub in Sophienbad soll das große Ereignis werden. Mitten in den Urlaubsfrieden platzt die Hiobsbotschaft: Der „Korridor“ wurde geschlossen.
    Vater Kempowski meldet sich freiwillig, doch auf den Freimaurer will man verzichten. Relativ gut absorbiert Walter das Geschwätz linientreuer Lehrer und beflissener Jungvolkführer. Er erlaubt sich sogar den Luxus langer Haare. Im Sommer 1940 muss Vater Kempowski dann doch zum Militär, die ersten Gefallenen gilt es zu ehren, und die Hitlerjugend gewinnt Oberwasser. Die trotz der Kriegswirren unbeschadete Idylle der Familie Kempowski wird jäh durch den Angriff auf Rostock im April 1942 unterbrochen, bei dem der Hafen und die Altstadt in Flammen aufgehen.


    2. Teil

    Als nach der Schreckensnacht im April 1942 der Däne und zukünftige Kempowski-Schwiegersohn Sven Sörensen unter Spionageverdacht verhaftet wird, wird Grete Kempowski bei der Gestapo vorstellig und bekommt ihn wieder frei.
    Als Vater Kempowski auf Urlaub kommt, findet er in der Wohnung überall Pfeifen herumliegen, Requisiten des neuen Mannes im Haus: Sörensen. Nach anfänglichem Krach kommen sich die beiden Männer schließlich geschäftlich näher.
    Trotzdem treffen nach der Verlobung von Ulla und Sörensen böse Feldpostbriefe vom Vater ein, dem die Heirat seiner Tochter mit einem Ausländer zu dieser Zeit gar nicht passt. Aber er erscheint bei der Hochzeitsfeier. Ulla verliert die deutsche Staatsbürgerschaft und verlässt mit ihrem Mann Deutschland.
    Im Mai 1943 wird auch Sohn Robert eingezogen, und Walter kommt zu den Flakhelfern. Im Oktober erhält der Vater ein letztes Mal Fronturlaub, der allerdings von der Sorge um den inzwischen kriegsgefangenen Robert und um das tägliche Brot überschattet ist. Im Februar 1945 wird Walter zur kasernierten Hitlerjugend eingezogen.
    Walter gelingt es, durch die Fronten zu pirschen. Wie durch ein Wunder erwischt er einen Zug, der ihn auf dem Trittbrett bis nach Rostock befördert. Dort hofft und wartet man auf die Engländer.
    (Text: 3 Sat)
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      Mo 16.04.2001
    22:30–00:00
    22:30–3sat
      So 15.04.2001
    22:25–00:05
    22:25–3sat
      Di 23.03.1999
    09:03–10:40
    09:03–ZDF
      Di 16.03.1999
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    09:03–ZDF

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