Eine kurze Ewigkeit – Das Schieferland rund um Kaisersesch

    30 Min.
    SÜDWESTRUNDFUNK Fahr mal hin Freitags um 18:15 h im SWR Fernsehen. Logo. © SWR, honorarfrei - Verwendung gemäß der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung und bei Nennung "Bild: SWR" (S2). SWR-Presse/Bildkommunikation, Baden-Baden, Tel: 07221/929-26868, foto@swr.de – Bild: SWR / SWR-Presse/Bildkommunikation

    Das Schieferland rund um Kaisersesch Wo Zeit noch selbst „gemacht“, wo Landschaft natürlich gepflegt wird und die Menschen etwas knorzig daherkommen, da ist das Land des Schiefers. Rund um Kaisersesch in der Eifel. „Fahr mal hin“ ist nördlich der steilen Flanken des Moseltals unterwegs, wo die Eifelhöhen sich aufschwingen. Kleine Dörfer liegen verstreut. Es ist eine Gegend, wo man Zeit hat für kleine Entdeckungen, wie im Kirchturm von Müllenbach: Hier wird schon immer Zeit „gemacht“. Wolfgang Fröschen betreut seit 40 Jahren ein geheimnisvolles Schätzchen. Das mechanische Werk der Turmuhr ist älter als die Kirche selbst, erzählt er stolz. Doch woher stammt die Uhr? Einen Tag lang führt „Fahr mal hin“ die SWR Zuschauerinnen und Zuschauer durch das Schieferland. Der Tag beginnt hier früh – z. B. in Binningen. Bäcker Martin Mohr ist weit über die Dorfgrenzen bekannt. Der Holzofenbäcker macht neben seinen legendären Sauerteigbroten leckere Torten und Kuchen: Sein „Back-Schopp“ ist ein echter Geheimtipp in der Region. Früh am Morgen zieht es Dieter Laux und seine Freunde Klaus und Sebastian in die Natur. Sie suchen alte Stollen in der historischen Industrielandschaft des Kaulenbachtals. Der Abbau von Schiefer hat hier über Jahrhunderte hinweg die Landschaft völlig verändert. 200 Stollen gab es einst, weiß Dieter Laux. Der pensionierte Berufssoldat ist der Vorsitzende des Schiefervereins. Jetzt kann er endlich ausleben, was in seinem Berufsleben nur nebenbei möglich war. Dieter Laux beschäftigt sich in Vollzeit mit dem Schiefergestein: als Graveur, als Touristenführer und als Forscher. Kein Wunder, waren seine Vorfahren doch seit sechs Generationen Schieferbrecher im Kaulenbachtal. Der Schiefer bedeutet noch heute Heimat im Schieferland. Erneuerbare Energien, Agrarflächen, Autobahn – das ist der Dreiklang der Moderne im Schiefertal. Daneben die Natur mit urigen Wäldern und tiefen Tälern. Hier haben wildromantische Seitentäler der Mosel ihren Ausgangspunkt – wie das Enderttal. Es ist berühmt für seinen prämierten Wanderweg, der als Deutschlands schönster Pfad gilt. Aber da ist noch etwas: das etwas andere Haustier von Dachdecker Johannes Brengmann. Der Pächter der Göbelsmühle hatte ein Herz für den kleinen Keiler, als er vor ihm stand. Er nahm ihn mit nach Hause und zog ihn groß. Heute ist Pepper die Attraktion für Wandernde, die an der Göbelsmühle vorbeikommen. In den Tälern und auf den Wiesen der Hochflächen ist auch Steffen Carmin mit Tieren unterwegs – mit 250 „Rasenmähern“. Der Berufsschäfer stammt ursprünglich von der Nahe, ist seit Jahren schon in Deutschland unterwegs – mit kleiner Familie, seinen Hunden und Schafen. Er lebt von der Landschaftspflege. Er kümmert sich um Flächen, die sonst verbuschen würden. Seine Arbeit ist ein Segen für die Natur. (Text: SWR)

    Sendetermin

     Fr 18.12.2020
    18:15–18:45
    18:15–SWR Fernsehen

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