• Folge 29

      Die Kunstfertigkeit eines Handgriffs, die Schönheit einer Bewegung, ein Pinselstrich an der Wand, ein Farbakzent auf dem Teller – sie sind verbunden durch eine Gemeinsamkeit: die Straße als Inspirationsquelle. Hier hat der zweifache Sternekoch und ehemalige Basketballprofi Alexandre Mazzia seine Sportkarriere begonnen. Er trainierte auf städtischen Basketballplätzen, wo es bei jeder Bewegung auf Präzision ankommt. Die Straße ist auch der Ort, an dem die Street-Art-Künstlerin YZ ihre Arbeiten entstehen lässt, immer auf der Suche nach der perfekten Wand. Eine Begegnung voller Grau-Nuancen, die sich sowohl in dem einzigartigen Werk YZs als auch in dem erlesenen Menü Alexandre Mazzias wiederfinden. Für seine Kreation verwendet der Sternekoch Pigmente, die die Künstlerin für ein ephemeres Werk auf eine Wand aufträgt, ganz so als seien es Speisen auf einem Teller. Es ist ein Treffen, das die Geschichte der Street-Art, die in den 80er Jahren ihren Ursprung findet, immer wieder aufleben lässt. YZ hat sich in diesem Metier sehr früh einen Platz an der Sonne gesichert. Im Senegal, den sie zeitweise zu ihrer Wahlheimat machte, fand sie nicht nur Sonne, sondern auch Streetfood an jeder Ecke – verkauft und zubereitet von Frauen aus der Gegend. Und wie es der Zufall so will, hat auch Alexandre Mazzia eine ganz persönliche Verbindung zum afrikanischen Kontinent und so bereichern sich Koch und Künstlerin gegenseitig mit ihren Farbtönen und Gewürznoten. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 26.05.2019 arte
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    • Folge 30

      Das Mittagessen mit den Kindern ist das zentrale Motiv von Pierre Bonnards Ölgemälde „Le déjeuner sous la lampe“ (Mittagessen unter der Lampe). In seinem 1898 entstandenen, 24 mal 30 Zentimeter großen Bild fing Bonnard, der auch der „Maler des Glücks“ genannt wird, die ganze Wärme und Vertrautheit dieser häuslichen Szene ein. Pierre Bonnards Interesse für persönliche Sujets resultierte aus seiner außergewöhnlichen Sensibilität für Menschen und Farben. Man schrieb diesem Maler das absolute Auge zu, so wie anderen das absolute Gehör. Bonnards Malerei folgte keiner Mode, ihre Vibrationen sind auch heute noch spürbar, denn sie drücken das aus, was Cézanne als die Wahrheit in der Malerei bezeichnete. Das Thema Kindheit liegt der Dreisterneköchin Anne-Sophie Pic aus mehreren Gründen am Herzen: Zum einen entstammt sie einer Dynastie von Köchen und wuchs quasi in der Küche ihres Vaters in Valence auf, bis sie die Tradition selbst weiterführte. Zum anderen ist sie die hingebungsvolle Mutter eines Kindes, das in 30 Jahren vielleicht seinerseits die Sterne vom Himmel der Kochkunst holen wird. In den subtilen, leicht nostalgischen Kreationen der einzigen Dreisterneköchin Frankreichs finden Bonnards Sinnlichkeit und Empfindsamkeit ihr perfektes Pendant. Auf ihrer kulinarischen Reise erhält Chefköchin Anne-Sophie Pic Unterstützung von Isabelle Cahn, Sammlungsleiterin im Musée d’Orsay und Bonnard-Expertin, Véronique Serrano, Leiterin des Musée Bonnard in Le Cannet, dem Ernährungshistoriker Marc de Ferrière le Vayer sowie den Kulinarikern in spe Virgile, Nathan, Louison und Maxime. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 02.06.2019 arte
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    • Folge 31
      Chefkonditor Nicolas Bernardé lässt sich bei seiner süßen Kreation von dem Gemälde "Die Hochzeit zu Kana" des italienischen Malers Veronese inspirieren. – Bild: ARTE France / © 2p2l/Alle Rechte vorbehalten
      Chefkonditor Nicolas Bernardé lässt sich bei seiner süßen Kreation von dem Gemälde "Die Hochzeit zu Kana" des italienischen Malers Veronese inspirieren. – Bild: ARTE France / © 2p2l/Alle Rechte vorbehalten

      Im Pariser Louvre hat der Chefkonditor Nicolas Bernardé eine Verabredung mit einem der bedeutendsten Werke der Kunstgeschichte: im gleichen Saal wie die Mona Lisa, direkt gegenüber von ihrem melancholischen Lächeln, hängt ein weiteres Meisterwerk der italienischen Schule: „Die Hochzeit zu Kana“, das Veronese 1563 vollendet hat. Die Maße des Gemäldes sind monumental: beinahe 70 Quadratmeter. Männer und Frauen sitzen zu Tisch bei einem festlichen Hochzeitsmahl. Doch was gibt es wohl zu essen? Im Dialog mit Vincent Delieuvin, Konservator für italienische Kunst am Louvre, geht der Chefkonditor auf Spurensuche. Blanchierte Süßspeisen finden sich auf Veroneses Hochzeitstafeln – Bernardé kreiert sie für „Augenschmaus“ virtuos nach. Auch die Herstellung des Quittengelees Cotignac – das Rezept stammt ungefähr von 1350 – wird leidenschaftlich nachempfunden. Dabei steht ihm der Süßwarenhändler Benoît Gouchault zur Seite. Während die Gäste die verführerischen Leckerbissen verkosten, erzählt „Augenschmaus“ die Bibelgeschichte von der wundersamen Verwandlung von Wasser in Wein. Die wechselvolle Geschichte des beeindruckenden Gemäldes schildert neben Delieuvin auch Pasquale Gagliardi, Leiter des San-Giorgio-Klosters in Venedig. Der Historiker und Bibelspezialist Pierre-Marie Beaude zeichnet die Rolle der Mahlzeiten in der Bibel nach. Der Kurator Zeev Gourarier fasst die Symbiose von Kunst und Essen treffend zusammen: Worauf es wirklich ankommt, das ist das Farbenspiel im Essen. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 09.06.2019 arte
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    • Folge 32

      Die Dokumentation „Augenschmaus“ behandelt die wohl berühmteste Mahlzeit der Geschichte anhand des Wandgemäldes von Leonardo da Vinci. Ein Historiker und Theologe, ein Kunsthistoriker und eine Küchenhistorikerin mit dem Spezialgebiet Antike lüften die Geheimnisse des letzten Abendmahls und geben Einblick in den zeitgeschichtlichen Kontext und die Entstehung des Meisterwerks sowie in die nicht immer sehr koscheren Essgewohnheiten der damaligen Zeit. Unter deren fachmännischer Anleitung bereitet Sternekoch Gérald Passédat vom Restaurant „Le Petit Nice“ in Marseille eine Mahlzeit zu und zwar ausschließlich mit Zutaten, die bereits zu Lebzeiten Jesu verfügbar waren. Unterstützt wird der Gourmetkoch, der sich hervorragend mit heute in Vergessenheit geratenen Speisefischen auskennt, von dem Pariser Bäckermeister Christophe Vasseur, in dessen Backstube Brot nach antiken Verfahren hergestellt wird. Dazu gibt es Wein von Hervé Durand, der mit Hilfe von Archäologen eine römische Traubenpresse nachgebaut hat, um ebenfalls unter authentischen Bedingungen Wein zu keltern. Schließlich versammeln sich alle Beteiligten um den Tisch und laben sich an Brot, Wein und den verschiedenen Gerichten von Gérald Passédat. Das Gespräch dreht sich dabei natürlich um das servierte Essen und die damit verbundenen Sitten und Gebräuche. (Text: arte)

      Deutsche Erstausstrahlung: So 16.06.2019 arte
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