Zoom

    D 1970–1971
    Deutsche Erstausstrahlung: 13.11.1970 ARD

    In diesem Jugendmagazin soll in einer neuen Form die Jugend dazu angereizt werden, sich mit Dingen zu beschäftigen, die außerhalb des normalen Konsumangebots liegen.

    Zoom I steht unter dem Schlagwort Minderheit. Es unterscheidet zwischen etablierten Minderheiten, die exklusiv, und nichtetablierten, die abnorm sind. Dazu gehören Indianer, Schausteller, Zigeuner, Contergankinder und Juden. (Text: Funk Uhr 45/1970)

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Halbstündiges monatliches Jugendmagazin am Nachmittag, das mit harten Reportagen und brisanten Themen provozierte. So wurde ein fiktives Gespräch mit Jesus ausgestrahlt, und Bürger aus Konstanz durften auf Gammler schimpfen. In der ersten Sendung ging es um die Unterschiede zwischen etablierten exklusiven Minderheiten und nicht etablierten abnormen. Beispiele waren Indianer, Zigeuner, Juden und Contergankinder.

    Die dritte Folge im Februar 1971 zum Thema Agitation wurde nach Protesten des Bayerischen Rundfunks vor der Ausstrahlung zurückgezogen, einen Monat später aber doch gesendet, jetzt gefolgt von einer Diskussionssendung. Selbstverständlich blendete sich der BR in seinem Sendegebiet dennoch aus dem ARD-Programm aus und zeigte stattdessen eine Aufzeichnung eines Streitgesprächs mit Jugendlichen aus dem Sommer 1969 und die Dokumentation Wehrersatzdienst bei behinderten Kindern, die eine Woche später sowieso ausgestrahlt worden wäre. Das wurde sie auch; in Bayern war es dann eben schon eine Wiederholung.