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    Wilde Tiere vor der Haustür – Bild: ZDF

    Wilde Tiere vor der Haustür

    D 2013–2015
    Deutsche Erstausstrahlung: 27.10.2013 ZDF
    Alternativtitel: Safari im Kiez - Wilde Tiere in der Stadt / Wilde Tiere in der Stadt - Wildschwein und Waschbär erobern den Kiez

    Allein in Berlin leben neben 3,5 Millionen Zweibeinern schätzungsweise 5000 Wildschweine, 3000 Kaninchen, 2000 Marder, 1800 Füchse und 800 Waschbären – die sogenannten „Big Five“ der deutschen Städte, so nennt sie Derk Ehlert, der Wildtier-Experte des Berliner Senats.

    Ehlert ist ein Kämpfer für die friedliche Koexistenz von Mensch und Tier. Fast täglich hat er mit empörten oder verängstigten Bürgern zu tun. Mal hat eine Rotte im Garten wilde Sau gespielt, mal hat ein Waschbär den Wintergarten besetzt, mal ein Biber den schönen Baum umgelegt. Manchmal kann Ehlert sich nur wundern: „Die Menschen möchten gern im Grünen wohnen und wundern sich dann, wenn ein Fuchs auf der Terrasse steht.“ Manchmal wird er böse: „Immer wieder füttern Stadtbewohner die Wildtiere und machen sie so abhängig vom Menschen. Das hat mit Tierliebe nichts zu tun.“

    Viele empörte Bürger rufen nach dem Jäger. Sie fühlen sich hilflos, haben Angst vor den wilden Tieren. Wo Menschen auf Tiere treffen, gibt es schnell Ärger. Die Probleme nehmen zu, vor allem in den Städten. Die einen fürchten um Beete und Blumenzwiebeln, die anderen haben Angst vor dem Fuchsbandwurm, wieder andere sehen jeden Waschbär als Problembär.

    Berlin ist längst ein Zoo ohne Zaun. Dass es wilde Tiere in die Stadt zieht, ist kein Wunder – unsere Städte sind oft umgeben von öden, agrarindustriell geprägten Flächen, die den Tieren nur wenig Nahrung bieten. In den Städten dagegen locken Tonnen und Papierkörbe voller Lebensmittelreste – Supermärkte für Tiere. Aus jagenden Wildtieren werden zahme Resteessen-Fresser. (Text: ZDF)

    gezeigt bei ZDF.reportage

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