Wa(h)re Liebe

    Wa(h)re Liebe

    D 1994–2004
    545 Folgen
    Deutsche Erstausstrahlung: 23.06.1994 VOX

    Insgesamt zehn Jahre lang (1994–2004) stand „Wa(h)re Liebe“ mit Lilo Wanders für Information, Unterhaltung und Glaubwürdigkeit in Sachen Liebe, Sexualität und Erotik. Mit diesem Mix gehört die Sendung unangefochten zu den erfolgreichsten Magazinen des Fernsehsenders VOX: Durchschnittlich erreicht „Wa(h)re Liebe“ jeden Donnerstag 0,99 Millionen Zuschauer. Das entspricht einem Marktanteil von 8,2 Prozent beziehungsweise 8,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

    Interessante Reportagen, einfühlsame Gespräche sowie ungewöhnliche Studioaktionen bilden das Konzept der wöchentlichen Kultsendung. Lilo Wanders unterhält, berät und amüsiert ihr Publikum zugleich. (Text: Spiegel)

    siehe auch Liebe Sünde

    Wa(h)re Liebe auf DVD

    Wa(h)re Liebe – Community

    Timolino (geb. 1979) am 20.09.2015: Ich teile Eure Meinung und finde es auch schade, dass dieses Format damals abgesetzt wurde. Habe soeben an VOX geschrieben und um die Wiederholung gebeten.
    Jan Hus (geb. 1964) am 08.11.2013: Ich finde es auch schade, dass solche Sendungen abgesetzt worden sind, ähnlich wie peep bei RTL. Sicher nicht eine Frage des Zuschauerinteresses, sondern eher irgend ein neomoralistischer Einfluss. Schon auffällig, dass auch im Ausland 2004 ähnliche Sendungen eingestellt worden sind.
    Meli am 28.04.2011: möchte mal wieder sehn es ist schade nach 10 jahre so ende ging :(
    Nemesis-Cry of Angels am 29.06.2009: Also ich würde gern wieder mal ein paar Folgen von Wa(h)re Liebe sehen,das war meiner Meinung der größte Fehler den VOX gemacht das Magazine nach 10 erfolgreichen Jahren unerwartet ende 2004 Einzustellen.
    B am 06.05.2009: Ich suche den Fil oder den beitrag meineer schwester sonja die ja angeblich mal MÄDCHEN DER WOCHE war.Damals........die aus linuz :-)

    Wa(h)re Liebe – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Einstündiges „Magazin zur Sexualität“, das eher amüsant als erotisch von der Travestiekünstlerin Lilo Wanders moderiert wurde, hinter der sich Ernie Reinhardt verbarg.

    Auf dem etablierten Sendeplatz am Donnerstag um 23.00 Uhr wurde Wa(h)re Liebe Nachfolger der Sendung Liebe Sünde, als die von Vox zu Pro Sieben wechselte, war aber ungleich plüschiger, plumper und pornografischer. Anstatt sich journalistisch oder neugierig der menschlichen Sexualität zu nähern, wurde Wa(h)re Liebe im Laufe der Jahre immer mehr zum Haus- und Hofberichterstatter der Porno- und Sex-Industrie mit gründlichen „Tests“ von Swinger-Clubs, ausführlichen „Reportagen“ von den Dreharbeiten zu Pornos und erhellenden „Interviews“ mit den Darstellern, die in den Drehpausen über die Vor- und Nachteile verschiedener Obstsorten fachsimpelten.

    In der ersten Sendung ging es um das Thema „Vorgespielter Orgasmus“, zu Gast war u. a. Pornostar Dolly Buster. Wanders begrüßte die Zuschauer als „liebe Freunde der gepflegten Sexualunterhaltung“ und nahm wenigstens sich selbst nicht so ernst. In der Zuschrift eines Zuschauers, die sie eines Abends vorlas, stand: „Jeden Donnerstagabend sehe ich Ihre Sendung, in der ein alter Mann auf einer Couch sitzt und sich als alte Frau verkleidet hat.“

    Nach gut zehn Jahren wurde die Reihe abgesetzt, obwohl sie auf Vox einer der Sendungen mit den höchsten Marktanteilen war, weil der Sender lieber mit BBC-Reportagen als mit Riesendildos imponieren wollte. Die Internetseite zu Wa(h)re Liebe, die sich zu einem umfassenden Sexportal entwickelt hatte, verschwand bereits ein halbes Jahr zuvor aus dem Netz: Laut Medienberichten hatte ein „Spiegel“-Redakteur seinen Sohn dabei erwischt, wie er auf der Seite surfte, die einen erstaunlich kurzen Weg zu härtester Sexwerbung und Besuchen im „Live-Puff“ bot.

    Die „Spiegel“-Tochter a+i produzierte Wa(h)re Liebe, was in der Redaktion des Nachrichtenmagazins nicht unumstritten war. Das Engagement ging vor allem auf den Chefredakteur Stefan Aust zurück, dessen Karriere bei den thematisch verwandten „St. Pauli Nachrichten“ begonnen hatte.

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