Verkehrsgericht

    Verkehrsgericht

    D 1983–2001
    Deutsche Erstausstrahlung: 25.10.1983 ZDF

    Jeden Tag müssen „Verkehrssünder“ vor den Kadi. Nach dem Vorbild von „Ehen vor Gericht“ befasst sich nun das Fernsehen mit dieser Thematik und verhandelt und behandelt „alltägliche Fälle“. (Text: Funk Uhr 42/1983)

    Verkehrsgericht – Community

    Martin Oppermann (geb. 1974) am 23.05.2015: Die Serie war zwar wirklich interessant, aber es gab da auch viele Dinge, die juristisch sehr fragwürdig waren... Es gab da zum Beispiel mal eine Folge, in der eine Familie mit ihrem Auto und einem angehängten Wohnwagen auf der Autobahn gefahren ist. Der Fahrer des Fahrzeugs - der Familienvater - ist dann durch Übermüdung am Steuer eingeschlafen und in die Mittelleitplanke gefahren, wodurch es zu einer Massenkarambolage gekommen ist. Mehr als 20 Sekunden später ist dann ein junger Mann mit einem alten PKW, in eines der zuvor verunglückten Fahrzeuge gefahren und später an seinen Brandverletzungen verstorben, weil sein eigener PKW sofort Feuer gefangen hat. Für diesen Toten wurde der Familienvater dann vor Gericht zur Verantwortung gezogen. Juristisch ist das natürlich kompletter Unsinn, weil dieser Unfall ein selbstverschuldeter "Folgeunfall" war. Weil seit mindestens 10 Sekunden alle Fahrzeuge gestanden haben, hätte man den Familienvater für diesen Folgeunfall nicht zur Verantwortung ziehen können. Wenn jemand auf ein Stauende auffährt, dann ist der Verursacher des Staus dafür ja schließlich auch nicht verantwortlich. Und es gab da zuvor in der Unfallszene noch viele weitere Fahrer, die ebenfalls noch rechtzeitig hätten bremsen können müssen. Weil zur Steigerung der Dramaturgie - offensichtlich - jeder Unfall einzeln und hintereinander gezeigt wurde, hätte man fast alle Einzelunfälle ebenfalls als Folgeunfall einstufen müssen. Dadurch war diese Folge leider sehr unglaubwürdig, weil der Familienvater für alle Unfälle die komplette Schuld bekommen hat.
    Ursula S. am 13.12.2013: Ich würde mich auch freuen, wenn das ZDF die Serie wiederholen würde. Vor allem der bissige Staatsanwalt hat mir immer sehr imponiert, war aber überhaupt gute Abendunterhaltung
    Richter am 21.06.2012: Hallo, hat schon irgendjemand irgendwo eine Möglichkeit gefunden die Episoden käuflich zu erwerben ? Ein Mitschnitt ist einfach zu teuer. Versuche beim ZDF blieben auch erfolglos. Schade. Jeder Schund wird wiederholt...sowas leider nicht
    karin ammann am 05.07.2009: Ich wollte die Folgen beim ZDF-Mitschnittdienst bestellen - 45 Euro das Stueck ...
    Schneebaer3 (geb. 1975) am 11.05.2009: Ich kann mich noch sehr gut an eine Folge erinnern: Wo eine Frau 2 Kinder (ihr eigenes und das ihrer Freundinn) mit einem zusatz wagen am Fahrrad hatte.Und dann einen Unfall baute. Ihr Kind hatte überlebt das ihrer Freundinn ist gestorben.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    90 minütige Gerichtsshow, in der Verhandlungen von Verkehrsdelikten nachgestellt wurden. Moderatorin war Petra Schürmann.

    Vor der Verhandlung wurde zunächst der Fall in einer AktenzeichenXY-artigen Spielhandlung gezeigt. Außerdem wurde die Verhandlung hin und wieder durch die Einschätzungen eines Versicherungsfachmanns unterbrochen, der auf Schürmanns Fragen antwortete.

    Initiator der Reihe war Ruprecht Essberger, der bereits Ehen vor Gericht und Das Fernsehgericht tagt verantwortet hatte. Das ZDF zeigte die Reihe in loser Folge im Abendprogramm. 2000 ließ es alle drei seiner langjährigen Justizsendungen auslaufen, neben dieser auch Wie würden Sie entscheiden? und Ehen vor Gericht. Vom Verkehrsgericht wurden im folgenden Jahr noch drei Folgen am Samstagnachmittag ausgestrahlt, die zu diesem Zeitpunkt schon zwei Jahre alt waren.

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