Tutti Frutti

    Tutti Frutti

    D 1990–1993
    Deutsche Erstausstrahlung: 21.01.1990 RTLplus

    Keine Sendung löste derart viele Diskussionen aus und warf dermaßen viele Fragen auf wie „Tutti Frutti“, das am 21. Januar 1990 erstmals im deutschen Fernsehen zu sehen war. Da ist zum Beispiel die Frage nach den Länderpunkten und den Regeln der Strip-Show, oder die Entscheidung: Kirsche oder Kiwi? Markenzeichen der Show sind neben den drei Assistentinnen Monique, Nora und Tiziana die bunt gekleideten Mädchen, die sich nach Wahl der Kandidaten zwischen den Spielen ausziehen – für Länderpunkte.

    Apropos Kandidaten: Bei „Tutti Frutti“, der Show mit den nackten Fakten, kommen am Ende auch die Kandidaten dran – um Punkte zu sammeln wird gestrippt. Bis zu vier Millionen Zuschauer schalteten regelmäßig ein. Noch heute ist „Tutti Frutti“ Legende: Keine Sendung wird so oft erwähnt, wenn es um die RTL-Erfolgsgeschichte geht. (Text: RTL)

    Neue Version als Tutti Frutti

    Tutti Frutti – Kauftipps

    Tutti Frutti im Fernsehen

    Fr
    30.12.23:55–00:55RTL Nitro1Folge 1
    23:55–00:55
    Sa
    31.12.00:55–01:45RTL NitroTutti Frutti Classics
    00:55–01:45
    Sa
    31.12.01:45–02:30RTL NitroTutti Frutti Classics
    01:45–02:30
    Sa
    31.12.02:30–03:15RTL NitroSTutti Frutti Spezial
    02:30–03:15
    So
    01.01.01:35–02:25RTL Nitro1Folge 1
    01:35–02:25
    So
    01.01.02:25–03:10RTL NitroTutti Frutti Classics
    02:25–03:10
    So
    01.01.03:10–03:55RTL NitroTutti Frutti Classics
    03:10–03:55
    So
    01.01.03:55–04:45RTL NitroSTutti Frutti Spezial
    03:55–04:45

    Tutti Frutti – Community

    serieone am 17.11.2016 16:37: "Tutti Frutti": RTL Nitro wiederholt auch das Original.
    Alex (geb. 1977) am 28.03.2015: Was ist igentlich aus Angelique geworden, ich fand sie auch immer toll, bin nun zwar schwul, aber süß war sie trotzdem, wollte sie unbedingt mal kennenlernen
    Alex (geb. 1977) am 08.03.2015: Ich war auch unsterblich in Angelique verliebt, was ist nur aus ihr geworden, bin schon immer schwul, aber damals, klasse, tutti frutti, der WE start, heimlich natürlich.!!!! Ich würd gern mal Angelique treffen, nur so zum reden, ist sie nun aus fr oder HL
    Peter am 29.07.2010: Ist zwar sehr thrashig, aber doch irgendwie kult. Man könnte es ja z.B. bei Vox im Nachtprogramm um 3 Uhr senden. Habe mich echt schon gefragt, warum man sich nie getraut hat, die Tutti Frutti nochmal aus dem Archiv zu holen ;)
    Trekker (geb. 1972) am 09.03.2009: @ Michael Soweit ist sie OK für mich Deine Meinung, aber ... > decke da mal den Mantel drüber Den heutigen audiovisuellen Stuss sollte man lieber anprangern, so wie Du in Deiner Antwort es auch getan hast. Unannehmlichkeiten vergangener TV-Epochen darf man jedoch auch getrost unter "selbst damals gab es eine Menge Schund" abhaken. Wer aber dennoch von Tutti Frutti nicht genug bekommen sollte, kann sich ja mal im Netz etwas umschauen. In anderen Ländern scheint die Sendung bis dato ein Dauerbrenner zu sein. Whatever ...

    Tutti Frutti – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Lustige Fleischbeschau mit Hugo Egon Balder und die erste Striptease-Show im deutschen Fernsehen.

    Nach dem italienischen Vorbild „Colpo grosso“ – und auch in deren Kulissen in Italien – spielen Kandidaten, Männer und Frauen, gegeneinander. Es gibt dauernd Länderpunkte, und dann ist da noch das Tutti-Frutti-Ballett „Cin Cin“, eine Horde bunt und leicht bekleideter Tänzerinnen, die verschiedene Fruchtsymbole auf ihren Brustwarzen tragen. Das muss wohl auch irgendwie mit dem Spiel zu tun haben. Und irgendwann ziehen sich auch die Kandidaten aus. Männer und Frauen. Die Unterwäsche wird anbehalten. Und dann ist die Sendung zu Ende.

    Woher die guten Einschaltquoten kamen (anfangs vier Millionen Zuschauer, später im Schnitt rund 1,5 Millionen – 80 % davon Männer), hat, wie auch die Spielregeln, keiner verstanden, da sich natürlich niemand die Sendung ansah, wie auch niemand zu McDonald’s geht oder die „Bild“-Zeitung liest. Keine andere Sendung erregte Anfang der 90er-Jahre so viel Aufsehen. Balder avancierte zum „Herrn der Möpse“ und hatte sichtlich Spaß an der eigentlich harmlosen und selbstironischen Show. Er selbst sagte z. B.: „Andere Leute machen intelligente Arbeit, ich mache Tutti Frutti.“ Und seine Assistentin Scarlett war so übertrieben großbusig, lispelnd und mit albernem holländischem Akzent, dass der Unernst der ganzen Veranstaltung eigentlich deutlich war. Tutti Frutti war eine der ersten Sendungen, die ab März 1991 versuchsweise in 3D ausgestrahlt wurden und mit entsprechenden Brillen dreidimensional zu sehen waren.

    Insgesamt liefen 143 Folgen, erst sonntags, später samstags und auch mal freitags im späten Abendprogramm, die den Sender fast nichts kosteten. Angeblich lag der Preis pro Sendeminute bei 1000 DM (eine Minute einer Daily Soap kostet das Fünffache, eine Minute Tatort etwa das Zwanzigfache). Immer fünf Folgen wurden am Stück in den Originalkulissen des italienischen Formates aufgezeichnet.

    Tatsächlich gingen die Spielregeln so: Jeder Kandidat wählt unter den sieben Models, die die Namen und Farben von Früchten tragen, eines aus. Auf Kommando von Balder tanzen die Models, öffnen am Ende ihre BHs und präsentieren ihre Brüste. Auf manchen davon stehen Sterne, die der Kandidat, der die jeweilige Frucht gewählt hat, als Startkapital bekommt. Weitere Punkte gibt es für richtig beantwortete Ratefragen (und niemals ein, zwei oder zehn Punkte, sondern z. B. gleich 10 000, was schlicht damit zusammenhing, dass sie im Original Lire entsprachen). Je 50 000 erspielte Punkte werden in 1000 DM Bargeld und einen Länderpunkt umgetauscht. Für jeden Länderpunkt macht eine der so genannten „acht internationalen Damen“ einen Strip. Wenn ein Kandidat schlecht rät, kann er Punkte gutmachen, indem er selber strippt. Dafür erhält er – je nach der Zahl abgelegter Kleidungsstücke – in der Regel einen Länderpunkt und 1000 DM in bar. Alles klar?

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