Traffik

    Traffik

    GB 1989
    Deutsche Erstausstrahlung: 30.05.1991 Tele 5

    In Hamburg wird der französische Kapitän Ledesert wegen Drogenschmuggles verhaftet. Er verrät seine Auftraggeber. Währenddessen lernt der britische Antidrogenpolitiker Lithgow auf einer Inspektionsreise durch Pakistan den armen Bauern Fazal kennen, der vom Opiumanbau lebt. Beteiligt ist offenbar auch Rosshalde, ein Deutscher.

    Preisgekrönte Drogenstory zwischen London, Hamburg und Karatschi. (Text: Hörzu 21/1991)

    Traffik auf DVD

    Traffik – Community

    Krimifan1956 (geb. 1956) am 05.06.2014: Nun hat es etwas gedauert mit meiner "Meldung" - aber nur mit der Zeit wird halt aus Gras Milch... ;) Zuvor: Der Preis ist etwas gestiegen für die zwei DVD´s; jetzt 17,- Euro zuzüglich den 3,- Euro Porto und Verpackung = 20 Euronen. Zum Inhalt: Die original britische Serie halt - in englischer Sprache, weder eine deutsche (oder anderssprachige) Tonspur, noch eine Untertitelung ist vorhanden. Nichts anderes wurde erwartet, da in der Produktbeschreibung kein Hinweis auf solche "Extras" zu finden ist. Allerdings kommt es doch noch bisserl besser... - die preisgekrönte Serie verbindet wie hier beschrieben drei Handlungsverläufe, welche in Deutschland, Großbritanien und Pakistan spielen. Und da ganz offensichtlich in allen Ländern an Originalschauplätzen und in der jeweiligen Landessprache gedreht wurde, sind auch die Dialoge entsprechend aufgenommen worden. Und wurden bei der anschließenden Bearbeitung des Films -weitgehend- beibehalten! Zwar dann mit einer englischen Untertitelung, die mich aber nicht weiter gestört hat. Bei einigen der "deutschen" Szenen welche ausnahmslos in Hamburg spielen und bei denen die Ehefrau Helen (Lindsay Duncan) des deutschen "Drogenbaron" Karl Rosshalde (Juraj Kukura) in längeren Dialogen z.B. mit Karl-Heinz von Hassel oder Knut Hinz ("Lindenstraße") steht, wird dann allerdings doch englisch gesprochen. Auch ein netter Unterhaltungswert, dem u.a. als Frankfurter "Tatort-Kommissar" Edgar Brinkmann bekanntgewordenen Schauspieler, unsynchronisiert fremdsprachig (und in der gleichfalls ungewohnten Rolle eines noblen "Auftragskillers") zu begegnen... ;) Die komplett deutsch synchronisierte Serie lief anscheinend nur ein einziges Mal 1991 bei "Tele 5" - warum es dort (oder auf anderen deutschsprachigen Sendern) keine Wiederholung dieser gleichsam spannend wie auch durchaus realistisch inszenierten Reihe gegeben hat, kann nur vermutet werden. Vielleicht mag manch einem der "Entscheidungsträger" darüber, die filmische Verbindung zwischen pseudo-seriösem Unternehmer-Engagement und organisiertem Drogenhandel mit Mord und Ausbeutung zu "authentisch" erschienen sein. Denn, wie hat es uns schon Morgenstern hinterlassen: "Weil, so schließt er messerscharf, nicht sein kann, was nicht sein darf..." ;)
    Krimifan1956 (geb. 1956) am 25.02.2014: Habe bei "Amazon" jetzt den Film auf 2 DVD´s gesehen - ist aber nicht angegeben, ob außer englisch noch (eine) weitere Tonspur(en) vorhanden ist/sind. Für 13 Euro (plus 3 Euro Versand) kann man da aber eigentlich nicht viel falsch machen... Mein persönlicher "Hintergrund": Die Szenen mit der Geiselnahme im Bus der "Hamburger Hochbahn" und bei denen der "Killer Uwe" (Karl-Heinz von Hassel) auf der Kreuzung einen VW-Golf beschießt, sowie die am Kiosk wo "Ledesert" (Peter Lakenmacher) einkauft, wurden direkt unter meiner damaligen Wohnung in Hamburg-Ottensen, in der Planckstraße 4 gedreht! Wir verfolgten die spannenden Stuntszenen bei eisiger Kälte gemütlich vom Fenster aus im 4. Stock. Die bedauernswerten Komparsen wärmten sich zwischendurch immer wieder in den Hausfluren der anliegenden Häuser auf. Einige Tage vorher erhielt jeder Anwohner einen DIN A 4-Zettel, in dem auf die Dreharbeiten hingewiesen wurde: "Erschrecken Sie nicht wenn in Ihrer Straße Schüsse fallen! Sie sind ganz harmlos und gehören zu unserer Filmszene..." :-) Die -offenbar bislang- einzige Ausstrahlung der deutsch synchronisierten Fassung (meine mal auf "TELE 5") habe ich damals komplett auf VHS aufgenommen; die Bänder müßten auch noch im hauseigenen Filmarchiv vorhanden sein. Aber ob sie noch abspieltauglich sind...? Werde jetzt erstmal bei "Amazon" bestellen und dann hier melden, wie es sich mit der Synchronisation verhält.
    #937154 am 31.01.2013: Hast Du die Serie mit deutscher Tonspur erhalten, ich suche noch. Kann jemand helfen, die deutsche DVD ist nicht zu finden. Grüße, Ansgar
    Adena Bernhard (geb. 2010) am 21.06.2009: 1988 bis 1989 war ich in Pakistan, beruflich. Von der Botschaft suchte man für den Film " Traffik "einen Mann der den Deutschen Kapitän spielen sollte. Man sprach mich an, und ich war dabei. Groß, blond, und blaue Augen. Eine Einladung der Filmgesellschaft aus England, zur Uraufführung konnte ich nicht folge leisten, wegen Terminprobleme. Den Film suche ich nun in Deutsch Synchron Fassung. Wie kann ich einige CD,s erhalten. Den Film sah ich einmal im TV Tele Film in Deutschland. Hat mir gut gefallen Super. Warum ist dieser Film nicht so Populär ???? Man hört und sieht man nichts mehr . .... Mit freundlichen Grüssen Bernhard Adena

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    5-tlg. brit.-dt. Krimi von Simon Moore, Regie: Alastair Reid (Traffik; 1989).

    In Pakistan lebt ein Großteil der Bevölkerung vom Opiumanbau. Wird er unterbunden, kostet das unzählige Menschen ihre Existenz. Der britische Abgeordnete Jack Lithgow (Bill Paterson), dessen Tochter Caroline (Julia Ormond) heroinabhängig ist, setzt bei der pakistanischen Regierung entsprechende Maßnahmen durch. Der kleine Mohnbauer Fazel (Jamal Shah) heuert in seiner Verzweiflung beim Drogenboss Tariq Butt (Talat Hussain) an. Der deutsche Geschäftsmann Karl Rosshalde (George Kukura) hat seinerseits ein Rauschgiftkartell in Pakistan aufgebaut. Bei einem Besuch in Deutschland wird er festgenommen, und seine Frau Helen (Lindsay Duncan) führt die dunklen Geschäfte weiter.

    Der Fünfteiler erzählt drei Handlungsstränge parallel, die sich gelegentlich kreuzen. Nach einer spielfilmlangen Pilotfolge dauerte jede weitere Episode knapp eine Stunde. Auf dieser Miniserie basierte der Hollywood-Film Traffic, für den Regisseur Steven Soderbergh im Folgejahr einen Oscar gewann.