Tele-Lotto

    Tele-Lotto

    DDR 1972–1992
    Deutsche Erstausstrahlung: 09.01.1972 DFF1

    Fernsehlotterie.

    Statt 6 aus 49 wie im Westen zieht das DDR-Fernsehen 5 aus 35. Die Ziehungssendung wird von verschiedenen Prominenten moderiert. Nach jeder gezogenen Zahl ist ein kurzer Film zu sehen, das Genre wird durch die gezogene Zahl vorgegeben: Bei der 3 gibt es Ballett, bei 4 Blasmusik, bei 5 Chanson und bei 34 Volksmusik; 14 steht für Humor, 19 für Kurzkrimi, 31 für Tierwelt und 10 für die Rubrik frecher Zeichenstift. Der Einsatz pro Tipp beträgt eine Mark, zu gewinnen gibt es 10 bis 500 000 Mark. Die Einnahmen werden für kulturelle, sportliche und gesundheitliche Zwecke eingesetzt.

    Zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Menschen nahmen am Tele-Lotto teil. Das Ziehungsgerät war ein futuristisch aussehender, sich drehender Kegel – natürlich aus Plaste. An seinem Fuß waren 35 Klappscheiben angebracht. Der Moderator oder prominente Gast startete eine Kugel, die außen um den Kegel herumlief und schließlich eine der Scheiben umkippte. Theoretisch jedenfalls. Praktisch fiel häufiger keine um, aufgrund technischer Probleme oder weil die Zahl schon gezogen worden war. Das nannte sich dann Durchläufer, und der Satz Das war ein Durchläufer, Herr Rohr wurde in der DDR zum geflügelten Wort. Walter Rohr war der Ziehungsleiter des VEB Wettspielbetriebe – quasi die Ostversion von Walter Spahrbier beim Großen Preis. Erst Ende der 80er-Jahre wurde das Gerät durch eine moderne Glastrommel mit Zahlenkugeln ersetzt. Damit verschwand auch das Maskottchen: das Kegelmännchen.

    Tele-Lotto lief sonntags um 19.00 Uhr (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Tele-Lotto – Kauftipps

    Tele-Lotto – Community

    kaktusjack am 25.08.2012: ich habe 47 folgen davon