Tatort

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1984, Folge 153–164 
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  • Rubecks Traum
    Folge 153

    Siegfried Rubeck, ein Mann an die fünfzig, leitet eine Sparkassenfiliale in einer Kleinstadt in Hessen. Er ist verheiratet, aber leidenschaftlich in die hübsche Anni Tillmann verliebt. Das junge Ding hat sich mit Rubeck eingelassen, ist seiner aber inzwischen überdrüssig. Umso verbissener versucht er, sie ganz für sich zu gewinnen. Ihretwegen hat Rubeck eine Million Mark Kundengelder veruntreut. Sie liegen auf einer Bank in der Schweiz und sollen ihm helfen, mit Anni ein neues Leben zu beginnen. Eines nachts wird Rubeck von einem Fremden angesprochen. Der Mann weiß genau Bescheid über die Unterschlagung und verlangt dreißig Prozent von dem Geld für sich. Rubeck ist wohl oder übel bereit, sein Schweigen zu erkaufen, aber als er den Erpresser bezahlen will, erlebt er eine schlimme Überraschung. In einer Kurzschlussreaktion tötet er ihn daraufhin am vereinbarten Treffpunkt. In seiner Verzweiflung vertraut Rubeck sich seiner Frau an. Helga Rubeck weiß längst um sein Verhältnis mit Anni, aber sie liebt ihren Mann immer noch und möchte ihn nicht verlieren. Sie erklärt sich bereit, ihm zu helfen, allerdings nur unter einer Bedingung: Er darf Anni nie wiedersehen. Als die Leiche des Fremden, die Rubeck auf einer stillgelegten Müllkippe versteckt hat, gefunden wird, spitzen sich die Dinge für ihn dramatisch zu. (Text: HR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 08.01.1984 ARD
    HR - Rullmann
  • Freiwild
    Folge 154
    Bild: RBB
    Freiwild (Folge 154) – © RBB

    Der Tod einer Frau bringt Unruhe in die Welt der Stadtstreicher, denn der Mord geschah im Tiergarten, im Zentrum von Berlin, dort wo die „Berber“, wie sie sich selbst nennen, um diese laue Jahreszeit die Nächte verbringen. Hauptkommissar Walther und Assistent Stettner verhören die eigenwilligen Außenseiter nacheinander. Der wie im Fiebertraum sich gebärende „Kutte“ gerät nach der Entlassung vor dem Polizeigebäude unter die Räder eines vorbeifahrenden Autos. Inmitten seiner wissenschaftlichen Studien im eigenen pharmazeutischen Labor erschreckt der Arzt Dr. Konrad Ansbach über die Nachricht vom Tod des Stadtstreichers. Walther und Stettner sind alarmiert, als wenige Tage darauf ein zweiter Penner tot aufgefunden wird, der vor seinem Tod in einer Apotheke gesehen wurde. Eine erste Spur führt zu Dr. Ansbach, aber der Verdacht kann nicht aufrechterhalten werden und Walther schaltet die Gerichtsmedizin ein, denn beide Tote sind unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen. Die Penner, allen voran „Nante“, machen Front gegen den Apotheker. Ein dritter Fall, der aber nicht tödlich verläuft, bringt nun fast das Fass zum Überlaufen. Walther und Stettner glauben, der Aufklärung nahe zu sein. Es bleibt zu beweisen, wer für den Tod der Stadtstreicher verantwortlich zu machen ist. (Text: RBB)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 05.02.1984 ARD
    SFB - Walther
  • Verdeckte Ermittlung
    Folge 155

    Die 15-jährige Silke Wilbrandt ist entführt worden. Wilbrandts wissen nicht, woher sie die 300.000 Mark Lösegeld nehmen sollen. Frau Wilbrandts Tante ist bereit, das Lösegeld für ihren Liebling Silke vorzustrecken. Der Filialleiter der Bank überredet sie, die Polizei, entgegen der Forderung der Entführer, doch zu verständigen. Das Telefon der Wilbrandts wird von der Polizei überwacht. Eine erste Lösegeldübergabe scheitert, weil sich ein Polizei-Mitarbeiter ungeschickt verhält. Wilbrandts bangen um das Leben ihrer Tochter. Nach der zweiten Lösegeldübergabe findet Assistent Nordenstedt Wilbrandt betäubt in seinem Wagen vor der Stadt. Während Kommissar Lutz Wilbrandt über die Einzelheiten der Geldübergabe befragt, klingelt das Telefon, die Stimme eines Mannes meldet sich: Er habe Silke in seiner Gewalt und fordere für ihre Freilassung. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 26.02.1984 ARD
    SDR - Lutz
  • Kielwasser
    Folge 156
    Bild: WDR
    Kielwasser (Folge 156) – © WDR

    Dr. Waldorf, ein Arzt, erscheint im Büro von Schimanski und Thanner und erhebt wirre und sehr allgemeine Anklagen gegen vorsätzliche Umweltverschmutzung: Verklappung von Giftstoffen in den Rhein, die zum Tod eines seiner Patienten geführt habe. Offensichtlich ein hysterischer Weltverbesserer – die beiden Kommissare erklären sich für nicht zuständig. Als Waldorf wenig später ermordet in seiner Praxis aufgefunden wird, bekommt die Anklage eine anderes Gewicht. Verdächtig ist Baumgarten, der Direktor des Abfallverwertungsbetriebes, in dessen Auftrag mehrere Patienten des Arztes, darunter der an Krebs verstorbene Rheinschiffer Kaiser, regelmäßig Ladungen mit giftigen Abfallstoffen verschifft haben. Ein Besuch an Bord bei Kaisers Witwe bringt Schimanski keine neuen Erkenntnisse darüber, ob sich Kaiser gemeinsam mit seinem Auftraggeber strafbar gemacht hat. Schimanski muß sich auf andere Weise Gewißheit darüber verschaffen, wie Baumgartens „Abfallverwertung“ funktioniert. Jacky Ruhl, Waldorfs charmante ehemalige Sprechstundenhilfe, zeigt auffälliges Interesse am Fortgang der Ermittlungsarbeiten. Aber bevor der Mord an Waldorf aufgeklärt werden kann, wird auch Baumgarten umgebracht. Für die Kommissare scheinen die Motive klar zu sein: Vertuschung von krimineller Umweltverschmutzung im größeren Stil. Aber wer waren der oder die Täter? (Text: WDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 25.03.1984 ARD
    WDR - Schimanski & Thanner
  • Haie vor Helgoland
    Folge 157
    Bild: NDR
    Haie vor Helgoland (Folge 157) – © NDR

    Endlich sind sie wieder in Freiheit: Karl Lepka und Alfred Jüssen. Sieben Jahre haben sie abgesessen – die Strafe für gemeinsam begangene Raubüberfälle. Ihr dritter Mann, Volker Reinders, hat damals Glück gehabt. Er ist mit zwei Jahren Knast davongekommen. Gemeinsam feiern Lepka, Jüssen und Reinders ihr Wiedersehen mit einem Ausflug nach Helgoland, bei zollfreiem Krimsekt und Kaviar. Man redet von den guten alten Zeiten, davon, dass alle knapp bei Kasse sind und davon, dass eine ganz schöne Stange Geld von den Besuchern nach Helgoland gebracht wird – durch den zollfreien Einkauf und die vielen Feriengäste in den Hotels. Das sind doch Millionen! Und irgendwie müssen diese Millionen doch wieder zurück aufs Festland. Natürlich mit dem Schiff, der „Wappen von Hamburg“ … Der Raubüberfall während der Überfahrt von Helgoland nach Cuxhaven gelingt zwar, aber es gibt einen Toten. Als Kommissar Stoever mit seinen Ermittlungen beginnt, hat er nur einen einzigen Anhaltspunkt: Der tödliche Schuss stammt aus einer Waffe, mit der einige Wochen vor dem Raubüberfall mehrere Schüsse auf den pensionierten Kriminalhauptkommissar Lothar Mühlenkamp abgegeben wurden. (Text: NDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: Mo 23.04.1984 ARD
    NDR - Stoever
  • Täter und Opfer
    Folge 158

    Von Nachbarn und Funkstreife alarmiert, eilt die Kommissarin Wiegand in die Wohnung von Ute Bernett. Wurde diese junge Frau überfallen und misshandelt? Nicht so sehr die Verdachtsmomente – trotzig erklärt Ute die Blutspuren mit Nasenbluten – machen die Kommissarin stutzig als vielmehr das Gefühl, einer tief verletzten Frau gegenüberzustehen. Am nächsten Morgen wird ein Auto in einem Waldsee entdeckt, der Fahrer ist tot. Die Identifizierung macht keine Mühe, der Tote ist Jürgen Ruperti, Inhaber der Sanapharm in Baden-Baden. Sehr schnell wird auch geklärt, dass ein Dritter den Unfall verschuldet hat, sich offensichtlich aber aus dem Auto befreien und flüchten konnte. Eine Routineanfrage ergibt einen überraschenden Zusammenhang: Ute Bernett war vor einigen Monaten in Karlsruhe von Jürgen Ruperti vergewaltigt worden. Die Strafverfolgung jedoch hat sie verhindert Hat sie als Opfer nun Selbstjustiz verübt? Motive aber könnten auch Rupertis Ehefrau Birgit und sein Geschäftsführer Husemann haben. Der Fall ist problematisch, fordert Hanne Wiegand als Kommissarin und Frau gleichermassen heraus. (Text: SWR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 27.05.1984 ARD
    SWF - Wiegand
  • Zweierlei Blut
    Folge 159
    Bild: WDR
    Zweierlei Blut (Folge 159) – © WDR

    Ein neuer Fall für die beiden Kriminalhauptkommissare Schimanski und Thanner, das ungleiche Paar aus dem Ruhrpott. Thanner hat sich vorübergehend in Schimanskis Wohnung eingenistet. Beide sind durch das Zusammenleben erheblich gestreßt: Der eine kann die Unordnung des anderen nicht ertragen, der andere nicht den neurotischen Sauberkeitswahn des einen. Schimanski sucht Entspannung auf dem Fußballplatz. Und da wird ein Mann erschlagen, offensichtlich das Opfer der immer brutaler werdenden Schlägereien zwischen Fans gegnerischer Fußballvereine. Schimanski und Thanner gehen bei ihren Ermittlungen getrennte Wege – die häusliche Gereiztheit hat auch eine leichte berufliche Distanzierung zur Folge. Schimanski schleust sich in einen Fanclub ein. Nach anfänglichem scheinbarem Erfolg scheitert er jedoch: Die jugendlichen Fans durchschauen den „Opa“ und erteilen ihm eine ordentliche Abfuhr. Thanner und Hänschen konzentrieren sich derweil auf das Stadion, sprich auf die dort ständig und gelegentlich Beschäftigten. Und da scheint einiges nicht ganz astrein zu sein. Die Wege der Kommissare vereinigen sich wieder: Ist der Tote wirklich das Opfer der Fans? Oder hatte er etwas mit der illegalen Vermittlung ausländischer Arbeitskräfte zu tun? Wollte er vielleicht sein Wissen zu Geld machen und wurde deshalb beseitigt …? (Text: WDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 22.07.1984 ARD
    WDR - Schimanski & Thanner
  • Gelegenheit macht Liebe
    Folge 160
    Bild: NDR
    Gelegenheit macht Liebe (Folge 160) – © NDR

    Dr. Armin Rademacher, aufstrebender Direktionsassistent in einer Großmolkerei, und die Chefsekretärin Brigitte Schwalb werden um keinen Preis der Welt von sich aus zugeben, dass alles mit einem Schäferstündchen in Armins Auto auf einem abgelegenen Parkplatz begann. Dort wurden sie von zwei Jugendlichen überrascht. Einer der beiden ist nun tot. Er wurde erschossen. Außerdem hat Rademachers Auto ein Loch von einer Pistolenkugel. Etwa zu der Zeit, als der tödliche Schuss fiel, hatte Rademacher seinen Wagen als gestohlen gemeldet. Er weiß von nichts. Stoever hat keine leichte Aufgabe, die fehlenden Teile des Puzzles zusammenzusetzen. Zumal sein Tatzeuge, der zweite Junge, beim Termin vor Ort flieht. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 19.08.1984 ARD
    NDR - Stoever
  • Heißer Schnee
    Folge 161
    Bild: Bayerisches Fernsehen
    Heißer Schnee (Folge 161) – © Bayerisches Fernsehen

    In München wird ein Straßenmädchen von Unbekannten zusammengeschlagen und schwer verletzt. Kurze Zeit später flüchtet sich in der Nähe ein Amerikaner mit einer Schusswunde in das Haus einer Witwe. Bevor er das Bewusstsein verliert, erwähnt er, genau wie das Mädchen, einen „General“. Kommissar Lenz übernimmt den Fall und kann im Krankenhaus einen zweiten Mordversuch an dem verletzten Amerikaner vereiteln. Der Täter, ein heroinsüchtiger Zuhälter, wird gefasst. Bald hat Lenz eine ganze Liste von Verdächtigen. Da ist einmal die Besitzerin eines Nachtlokals, dann ein Reporter von AFN, außerdem eine Prostituierte namens Pretty und der verletzte Amerikaner, ein desertierter GI. Lenz schaltet die amerikanische Militärpolizei ein, kommt aber in seinen Ermittlungen zunächst nicht weiter. Als sich jedoch der rauschgiftsüchtige Zuhälter im Gefängnis einen „goldenen Schuss“ setzt, können ihm nur wenige Personen die tödliche Heroinmischung zugesteckt haben. (Text: BR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 09.09.1984 ARD
    BR - Lenz
  • Geburtstagsgrüße
    Folge 162

    Schäfermanns Mitarbeiter, Kurt Sander, hat sich mit Michèle, einer lothringischen Gastwirtstochter, in der Nähe von Puttlage recht innig befreundet. Am Vormittag bricht er zur Fahrt nach „Saarbrücken 7“, an die lothringischen Seen auf – mit vielen Saarbrückern teilt er eine Passion: das Angeln. Er hat sich einen freien Tag genommen, um seinen Geburtstag mit Michèle zu verbringen. Wäre er eine halbe Minute später aufgebrochen, hätte er die Post selber noch in Empfang nehmen können. So gibt der Bote sie – unter anderem ein Päckchen – bei Frau Wolf, seiner Nachbarin, ab. Eine Explosion verletzt Sabine, die vierjährige Tochter von Frau Wolf, schwer. Während Sander glückliche Stunden mit Michèle am Weiher verbringt, nimmt Schäfermann die Ermittlungen auf. In mühevoller Kleinarbeit stellt das Labor anhand der nicht verbrannten Teile des Päckchens fest, dass der Anschlag Kurt Sander gegolten hat. Bald kann auch der Absender identifiziert werden. Er lautet: Horst Schäfermann! Es wird klar, dass der Täter über Sanders Privatleben gut informiert sein muss. Lange Zeit kann sich Schäfermann bei der Lösung des Falles nicht lassen, denn die Gefahr besteht, dass der Täter seinen Attentatsversuch auf Sander wiederholen wird. Dieser Fall wird Kommissar Schäfermann bei seinen Recherchen, wenn auch auf unerwarteten Nebenpfaden, über die französische Grenze führen. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 04.11.1984 Das Erste
    SR - Schäfermann
  • Der Mann mit den Rosen
    Folge 163

    Der kleine Michael muß für die Schule eine „Beobachtung“ schreiben, nach einigen vergeblichen Versuchen, ein geeignetes „Objekt“ zu finden, folgt er schließlich einem gut aussehenden Mann quer durch Wien, der Mann kauft Rosen, verschwindet in einem Durchhaus. Wenige Stunden später wird der Junge ermordet aufgefunden. In seiner Hosentasche findet die Polizei, an der Spitze Oberinspektor Hirth, die genaue Beschreibung – des Täters? (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 25.11.1984 Das Erste
    ORF - Hirth
  • Rechnung ohne Wirt
    Folge 164
    Bild: WDR
    Rechnung ohne Wirt (Folge 164) – © WDR

    Kommissar Schimanski ist gut bekannt mit Guido, dem Wirt eines italienischen Restaurants. Guido steht unter Druck, er soll „Schutzgeld“ zahlen, aber er weigert sich. Zuerst wird sein Lokal demoliert, dann schlägt man ihn zusammen. Er bleibt stur. Schimanski hilft Guido gegen die Erpresser, halb freundschaftlich, halb dienstlich, denn er soll den Mord an einem Boxer aufklären, der irgend etwas mit dieser Schutzgeldgeschichte zu tun haben muss. Im Notizbuch des Ermordeten hat Schimanski Guidos Namen gefunden, obwohl Guido, wie er versichert, den Boxer nicht gekannt hat.Es kommt zu einem Deal zwischen Guido und seinen Erpressern, einem Vertrag unter sehr ehrenwerten Männern, dessen Garant gewissermaßen Schimanski ist. Durch das Eingreifen des ahnungslosen Thanner jedoch muss die Gegenseite den Eindruck gewinnen, dass Guido sie übers Ohr hausen wollte. Guido, der für Freund und Feind verschwindet, ist in Lebensgefahr. Da findet Schimanski heraus, dass Guido den toten Boxer sehr wohl gekannt hat. Hat Guido Schimanskis Freundschaft nur ausgenutzt, um eigene, ziemlich ungesetzliche Ziele zu verfolgen? (Text: WDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 09.12.1984 Das Erste
    WDR - Schimanski & Thanner