South Park

South Park

USA 1997–
Deutsche Erstausstrahlung: 05.09.1999 RTL

Vor dieser respektlosen und hemmungslos-chaotischen US-Zeichentrickserie von Matt Stone und Trey Parker ist keiner sicher: Egal ob Christen, Juden oder Scientologen, ob Schwarze oder Weiße, ob Behinderte oder Politiker – es gibt keine Randgruppe, die von den vier unverschämten Grundschülern Eric Cartman, Stan Marsh, Kyle Broflovski und Kenny McCormick nicht aufs Korn genommen und aufs ungeheuerlichste verspottet wird.

Im fiktiven idyllischen Bergstädtchen South Park, Colorado, erleben die frühreifen Jungs haarsträubende Abenteuer, bei denen Kumpel Kenny regelmäßig auf spektakuläre Weise ums Leben kommt, um wenig später ebenso regelmäßig quicklebendig wieder bei allem Schabernack mitzumachen.

South Park auf DVD
South Park im Fernsehen
So
20.04.201420:40–21:05 UhrComedy Central24417.07Die Red Robin Hochzeit
20:40–21:05 Uhr
So
20.04.201421:05–21:35 UhrComedy Central24517.08Das Lied von Arsch und Feuer
21:05–21:35 Uhr
So
20.04.201421:35–22:00 UhrComedy Central24617.09Titten und Drachen
21:35–22:00 Uhr
Mo
21.04.201400:55–01:25 UhrComedy Central19814.03THC versus KFC
00:55–01:25 Uhr
Mo
21.04.201401:25–01:55 UhrComedy Central19714.02Als die Kacke Pipi musste
01:25–01:55 Uhr
Mo
21.04.201404:25–04:50 UhrComedy Central19814.03THC versus KFC
04:25–04:50 Uhr
Mo
21.04.201404:50–05:15 UhrComedy Central19714.02Als die Kacke Pipi musste
04:50–05:15 Uhr
Mo
21.04.201420:45–21:10 UhrComedy Central15811.05Der Osterhasen-Code
20:45–21:10 Uhr
Mo
21.04.201421:10–21:40 UhrComedy Central20314.08Arm aber dämlich
21:10–21:40 Uhr
Mo
21.04.201423:55–00:25 UhrComedy Central16011.07Die Nacht der lebenden Obdachlosen
23:55–00:25 Uhr
Di
22.04.201400:50–01:15 UhrComedy Central15811.05Der Osterhasen-Code
00:50–01:15 Uhr
Di
22.04.201401:15–01:45 UhrComedy Central20314.08Arm aber dämlich
01:15–01:45 Uhr
South Park – Community
Ichigo (geb. 1992) am 13.04.2014: Wer freut sich noch über den South Park Dreiteiler der 17 Staffel? Da es ja der Prolog-Arc zum Spiel der Stab der Wahrheit ist.
Andre am 23.02.2014: Diese Serie ist schon irgendwie lol sie hat so feine böse Dialoge aber das machst sie ja so besonders
Christoph (geb. 1985) am 28.01.2014: Diese Serie ist leider total überbewertet. Das sieht man vor allem daran, dass auf Comedy Central ständig South Park läuft. finde es schade, dass die Serie nicht eingestellt wird. Ich habe nie den Witz hier gemocht, Während The Simpsons zum Beispiel richtig subtil, sarkastisch und gesellschaftskritisch daherkommt, ist South Park einfach nur albern. Das sieht man auch an der gefährlichen Darstellung von bestimmten Gruppierungen wie Moslems als Täter, Juden und Homosexuellen. Einfach nur geschmacklos und unwitzig.
Shu (geb. 1994) am 22.10.2013: Die Serie ist super, echt schade, das sie von so vielen gehatet wird. Dabei zeigt South Park in einer übertriebenen und lächerlichen Weise Themen unserer Gesellschaft und Politik und gerade deswegen. Vieles ist einfach in unserer Welt lachhaft, aber das verstehen nur ein kleiner Teil der Menschen. Ein Kumpel von mir sagte mal, er gucke die Serie nicht, weil die Schimpfwörter die Serie ausmachen... Die Wörter existieren nun mal und leider gibt es leute, die das witzig finden... aber mit anderen Augen mal South Park betrachten geht wohl bei den meisten Leuten nicht... Ich kanns verstehn, wenn jemand sagt, er mag die Serie nicht, dann find ich das in Ordnung, aber zu sagen, es ist Scheiße und die Zuschauer auch find ich respektlos gegenüber den Fans und den Machern der Serie. South Park ist jedenfalls 1000x besser als diese Assi-Scheiße auf RTL usw...
Amaya (geb. 2001) am 06.09.2013: Ich liebe die serie und wieso finden es viele so doof ich meine besonders ab den 4staffel zeigen sie eine komischen hinsicht von moral und lektionen lehrung...
South Park – News
Crew
OriginalkonzeptionTrey Parker
 Matt Stone
Dies und das

Die Geschichten sind auf Grund ihrer derben Witze und der behandelten kontroversen Themen für Kinder denkbar ungeeignet. Erwachsene mit schrägem Humor dürften sich aber nicht zuletzt durch die gelegentlichen Gastauftritte quietschbunt animierter Prominenter sowie die intelligente Abhandlung aktueller politischer und gesellschaftlicher Probleme bestens unterhalten fühlen.

Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

US-Zeichentrickserie von Trey Parker und Matt Stone („South Park“; seit 1996).

Das Leben in der Kleinstadt South Park in Colorado aus der Sicht von vier Drittklässlern: der durchschnittlich verwirrte Stan Marsh, der fantasievolle jüdische Kyle Brofslovski, der fluchende dicke Eric Cartman und der ängstliche Kenny McCormick, der als Einziger kein dummes Zeug redet, zumindest keines, das man durch die rund ums Gesicht gezogene Kapuze seines Anoraks verstehen könnte. Er stirbt am Ende jeder Folge (bis auf eine Weihnachtsepisode) auf eine jeweils andere grausame Weise, begleitet vom Ruf eines der anderen Kinder: „Oh mein Gott, sie haben Kenny getötet!“, ist aber zu Beginn jeder nächsten Folge wieder quietschlebendig dabei. Der schwarze Chefkoch der Grundschule ist ein guter Freund der Kinder, den sie oft um Rat fragen. Er singt dann ein unanständiges Lied. Mr. Garrison ist der überforderte Lehrer, der mit seiner Handpuppe „Mr. Zylinder“ spricht.

Ende 2003, in Folge 76, der vorletzten der fünften Staffel, stirbt Kenny erstmals nicht durch einen Unfall oder Gewalteinwirkung, sondern an einer schlimmen Krankheit und ist damit endgültig tot. Zunächst. Dann bauen die Kinder irgendwann eine Leiter zum Himmel, unterstützt von der US-Regierung, die auf keinen Fall möchte, dass die Japaner den Himmel zuerst erreichen. Angespornt wird die Regierung zusätzlich durch die Vermutung, dass Saddam Hussein im Himmel Massenvernichtungswaffen verstecke. Kenny finden sie bei der Gelegenheit nicht, aber es stellt sich heraus, dass Cartman die Urne mit Kennys Asche getrunken hat und Kenny jetzt in ihm lebt. Von dort können sie ihn aber auch nicht zurückbringen. Am Ende der sechsten Staffel taucht Kenny einfach so wieder auf, und alles ist wie gehabt.

Diese Zeichentrickserie war für Erwachsene. RTL begriff das und sendete sie im Spätprogramm, jeweils samstags und sonntags kurz vor Mitternacht (an beiden Wochenendtagen lief jeweils dieselbe Folge). In den USA wurde der bis dahin unbedeutende Kabelsender Comedy Central durch die Ausstrahlung eine feste Größe und South Park eine der meistgesehenen Sendungen im Kabelfernsehen. South Park machte aus schmutzigem Kinderhumor eine Kunstform. Es ging um so erstaunliche Themen wie die Einpflanzung von Analsonden durch Außerirdische, die Bedrohung der Welt durch Riesenmonster in der Gestalt von Barbra Streisand oder Mr. Hanky, den Weihnachtskot.

Passend dazu war auch die Animation simpel und zweidimensional, als hätte man krude Kinderzeichnungen ausgeschnitten und würde die Papierschnitzel nur vor ähnlich schlichten Hintergründen bewegen. Tatsächlich war die Produktion so schnell, dass South Park außerordentlich kurzfristig auf aktuelle Ereignisse reagieren konnte. Im November 2000 machte sich die Episode „4. Klasse!“ über die noch immer unentschiedene US-Präsidentschaftswahl lustig, die zu diesem Zeitpunkt erst acht Tage zurücklag. Ein Jahr später reagierte die Folge „Osama hat nix in der Hose“ auf die Terroranschläge vom 11. September 2001. Hierzulande waren die Folgen mit zwei Jahren Verzögerung zu sehen.

In Deutschland brachte die Serie dem Sender nicht die erhofften Quoten, obwohl die Synchronisation von Arne Elsholtz originalgetreu war und die derben Witze nicht abschwächte. Trotzdem wurde sie bekannt und erreichte immerhin in der Zielgruppe der 14 bis 29 Jährigen hohe Marktanteile. Die deutschen Sprecher in der Serie sind: Jörg Reitbacher-Stuttmann (Cartman), Benedikt Weber (Stan), Jan Panczak (Kyle), Sabine Bohlmann (Kenny), Michael Rüth (Mr. Garrison), Donald Arthur (Chefkoch). Ein Kinofilm zur Serie übertraf „Pulp Fiction“ in einem Punkt: Jetzt war „South Park“, die Anzahl an Gewaltszenen und obszönen Gesten betreffend, der brutalste und vulgärste Film aller Zeiten. Innerhalb von South Park waren gelegentlich Ausschnitte oder ganze Episoden der (erfundenen) Serie „Terrance & Phillip“ zu sehen, die offensichtlich von Beavis & Butthead inspiriert wurde, mit zwei noch kruder gezeichneten Figuren, deren Lebensmittelpunkt Fürze waren.

Rund 100 Folgen wurden bisher in Deutschland gezeigt. Ab 2003 wurde die Serie auf dem Musiksender VIVA wiederholt.

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