SOKO München

    SOKO München

    D 1978–
    Deutsche Erstausstrahlung: 02.01.1978 ZDF
    Alternativtitel: SOKO 5113

    Der ZDF-Dauerbrenner gehört zu den dienstältesten Serien im deutschen Fernsehen und basiert auf den Erinnerungen des Gießener Kriminaldirektors Dieter Schenk, welcher auch mehrere Drehbücher für die Serie verfasste. Diesem Hintergrund mag es auch zu verdanken sein, dass die Fälle der fiktiven Münchner Sonderkommission 5113 entsprechend realitätsnah inszeniert sind, die Polizeiarbeit realistisch und korrekt dargestellt und auf übertriebene Action und überzeichnete Charaktere verzichtet wird. Einzig der Fakt, dass Sonderkommissionen im wahren Leben keine dauerhafte Einrichtung sind, sondern nur speziell für besondere einzelne Fälle gebildet werden, steht dem entgegen. Während das Hauptaugenmerk der SOKO in den Anfangsjahren noch auf Rauschgiftdelikten liegt, bei denen oft auch die Zusammenarbeit mit ausländischen Polizeibehörden eine Rolle spielt, werden inzwischen überwiegend schwere Verbrechen jenseits der Drogenkriminalität behandelt. Bis zum Ende der 12. Staffel ist der von Werner Kreindl gespielte Kriminalhauptkommissar Karl Göttmann Leiter der SOKO. Als Kreindl einem Herzinfarkt erliegt, wird dieses Schicksal auch seiner Serienfigur zuteil. Der ebenfalls von Anfang an mitspielende Kriminalhauptkommissar Horst Schickl (Wilfried Klaus) wird sein Nachfolger und prägt mit seiner sachlichen Gelassenheit über insgesamt drei Jahrzehnte den Stil der Serie. Schickl wird 2008 mit einem 90-minütigen Serienspecial in den Ruhestand verabschiedet. In dieser Sonderfolge gibt es auch ein Wiedersehen mit einigen Hauptcharakteren der ersten Sendejahre. Auf Schickl folgt Kriminalhauptkommissar Arthur Bauer (Gerd Silberbauer), der die SOKO 5113 seitdem leitet.

    SOKO München auf DVD

    SOKO München im Fernsehen

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    Mo
    12.12.15:45–16:40SRF zwei (CH)36132.14High Society
    15:45–16:40
    Mo
    12.12.16:40–17:35SRF zwei (CH)36232.15Tod nach Dienstschluss
    16:40–17:35
    Mo
    12.12.18:00–19:00ZDF58242.10Wutbürger NEU
    18:00–19:00
    Di
    13.12.02:30–03:15ZDF58242.10Wutbürger
    02:30–03:15
    Di
    13.12.03:50–04:35SRF zwei (CH)36132.14High Society
    03:50–04:35
    Di
    13.12.04:35–05:15SRF zwei (CH)36232.15Tod nach Dienstschluss
    04:35–05:15
    Di
    13.12.15:45–16:40SRF zwei (CH)36332.16Ein Leben für die Kunst
    15:45–16:40
    Di
    13.12.16:40–17:35SRF zwei (CH)36432.17Verhängnis
    16:40–17:35
    Mi
    14.12.02:45–03:30SRF zwei (CH)36332.16Ein Leben für die Kunst
    02:45–03:30
    Mi
    14.12.03:30–04:10SRF zwei (CH)36432.17Verhängnis
    03:30–04:10
    Mi
    14.12.15:45–16:40SRF zwei (CH)36532.18Sturmtraum
    15:45–16:40
    Mi
    14.12.16:40–17:35SRF zwei (CH)36632.19Heldentod
    16:40–17:35

    SOKO München – Community

    Fiede (geb. 2020) am 03.10.2016 19:29: Aber Hallo, jetzt wird es immer schlimmer! Diese Sendung vom 03.10.2016 war eine Zumutung!!! Dass diese Reihe jetzt Soko Münschen heißt, hat sie auf jeden Fall nicht besser gemacht, sondern viel, viel schlechter! Für die neue Reihe gibt es nur ein Wort: grottenschlecht und ab in die Schundliste.
    Adana am 22.08.2016 14:53: Ich finde es auch nict so schoen. Die Kleidung erinnert mich irdendwie an Cubanische Kommunisten. Ich hoffe, dass sich das in der naechsten Staffel wieder aendert. Ich sehe hier viele Kritiken ueber die neuen Soko Mitglieder und die Aenderungen der Sendung. Wann immer ein neuer Leiter der Soko erscheint, wurden Aenderungen vorgenommen, das ist ganz normal. Ich habe die Sendung von Anfang an gesehen - glucklicherweise kann ich sie auch hier in den USA auf ZDF im Netz weiterhin ansehen - und bis auf die letzten zwei Folgen habe ich eigentlich nicht viel zu meckern. Ich war aber auch sehr enttaeuscht von diesem Zweiteiler. Nicht nur wegen der unnoetigen Brutatilitaet, aber auch wegen des lueckenhaften Drehbuches. . Vielleicht wird die neue Staffel ja wieder besser.
    Adana am 22.08.2016 14:45: die episode gibt es auf youtube
    Adana am 22.08.2016 14:44: Go to Amazon.de. You should find all of the sokos there.
    Fiede (geb. 2020) am 23.04.2016 10:23: Bravo User_1160944, sehe das genau so! Das waren noch Zeiten mit Schicl, Manne und Co- Aber diese doofen Gestalten sind recht für den Müllkübel!

    SOKO München – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Die Nummer 5113 aus dem Titel der Serie geht zurück auf die Telefondurchwahl von „Serienvater“ Dieter Schenk, unter welcher man diesen in seiner Zeit beim hessischen Landeskriminalamt direkt erreichte. Wilfried Klaus, der als Horst Schickl vom Beginn der Serie 1978 stolze 30 Jahre lang dabei war, wurde 2003 von der Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft zum Ehrenkommissar ernannt. Die Serie bekam im Laufe der Jahre zahlreiche Ableger. So ermitteln im ZDF inzwischen SOKOs aus Leipzig (seit 2001), Kitzbühel (seit 2003), Köln (seit 2003), Wismar (seit 2004), Wien (seit 2005) und Stuttgart (seit 2009). Die „SOKO Rhein-Main“ wurde 2008 nach zweijähriger Laufzeit wieder eingestellt.

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Dt. Krimiserie von Hasso Plötze nach dem Buch von Dieter Schenk.

    Die Sonderkommission 5113 befasst sich hauptsächlich mit Rauschgiftdelikten. Kriminalhauptkommissar Karl Göttmann (Werner Kreindl) leitet die SOKO, er ist ein fürsorglicher und bei Bedarf strenger Chef. Seine Mitarbeiter sind anfangs Horst Schickl (Wilfried Klaus), Renate Burger (Ingrid Fröhlich), Heinz Flock (Hans Dieter Trayer), Dieter Herle (Diether Krebs) und der junge Fred Leß (Bernd Herzsprung), der zunächst noch in der Polizeiausbildung ist und bei der SOKO Station macht, dann aber dort bleibt. Die Zusammensetzung der SOKO ändert sich in den folgenden Jahrzehnten oft. Flock und Burger sind noch vor Ablauf eines halben Jahres weg, andere Kollegen gehören nur für kurze Zeit dazu: Rechlin (Hartmut Becker; 1978), Neubert (Tilo Prückner; 1978), „Django“ Nußbaumer (Giovanni Früh; 1980–1983), Katrin Rieger (Benita Rinne; 1984–85), Bärbel Mattner (Sabine Kaack; 1984–1987), Mascha Brandner (Verena Mayr; 1987) und Ricarda Larenzi (Jutta Schmuttermaier; 1997).

    Im Herbst 1980 kommt Anna Herbst (Ingeborg Schöner) dazu, Anfang 1983 „Wolle“ Blaschke (Peter Seum). Er wird im Oktober 1984 bei einem Undercover-Einsatz versehentlich erschossen, weil ein Polizist nicht Bescheid wusste. Anna gibt sich die Schuld daran und lässt sich ins Vermisstendezernat versetzen. Sie bleibt mit ihren Ex-Kollegen jedoch eng verbunden. Schickl und sie sind mittlerweile ein Paar und heiraten. Zwischenstand: Göttmann, Schickl, Herle, Leß, Mattner.

    Herle, an sich ein guter Polizist, hat privat mit hohen Schulden zu kämpfen. Dadurch driftet er ins kriminelle Milieu ab. Im Juni 1986 findet er an einem Tatort den Geldkoffer eines Drogendealers und setzt sich damit in die Schweiz ab (das Drehbuch zu dieser Folge schrieb Diether Krebs selbst). Als Ersatz für Herle engagiert Göttmann Anfang 1987 Jürgen Sudmann (Heinz Baumann), einen Ex-BKA-Beamten, dessen Tarnung aufgeflogen war. Sudmann ist ein großer, kauziger Lebemann, der den Job gerade so ernst nimmt, wie es unbedingt sein muss. Der deutlich verbissenere Schickl und er werden Freunde. Im folgenden Jahr kommt die junge und motivierte Lizzy Berger (Olivia Pascal) vom Vermisstendezernat zur SOKO und bildet nun mit dem etwas draufgängerischen Leß ein Team. Neuer Zwischenstand: Göttmann, Schickl, Sudmann, Leß, Berger. Vier Jahre lang bleibt die Zusammensetzung unverändert.

    Im Herbst 1992 wird Leß in den Innendienst befördert, und Manfred „Manne“ Brand (Hartmut Schreier) rückt nach. Wenige Wochen später erhalten die Kollegen die Nachricht, dass Karl Göttmann an einem Herzinfarkt gestorben ist (Hauptdarsteller Kreindl war im Juni 1992 überraschend einem Herzinfarkt erlegen). Sein langjähriger Stellvertreter Schickl wird zum neuen Leiter der Sonderkommission ernannt. Sie besteht ab jetzt nur noch aus vier Personen. Ein Jahr später quittiert Sudmann den Dienst, um eine Millionärin zu heiraten und Privatdetektiv zu werden (Heinz Baumann bekam seine eigene Serie, Solo für Sudmann, schaute aber noch eine Weile für gelegentliche Gastauftritte bei den Ex-Kollegen herein). Theo Renner (Michel Guillaume) kommt neu dazu.

    Die nächste Veränderung folgt erst Anfang 1997: Lizzy Berger wird Mutter und kündigt, um sich fortan um ihr Kind zu kümmern. Ihre Nachfolgerin Maja Cramer (Cay Helmich) wird im Mai 2000 im Dienst erschossen und von Susanne von Hagenberg (Christine Döring) ersetzt. Vorläufiger Endstand: Schickl, Brand, Renner, von Hagenberg. Schickl ist als Einziger von Anfang an dabei. Natürlich verschleißt die SOKO im Lauf der Zeit auch mehrere Vorgesetzte: Kriminaldirektor Stanelle (Hans Schulze), Oberamtmann Kraske (Joachim Wichmann) und Kriminaldirektor Dr. Dietl (Franz Rudnick).

    Die Serie basierte auf den Erinnerungen des Gießener Kripochefs und späteren Kriminaldirektors im BKA Dieter Schenk, die er in dem Buch „Der Durchläufer“ veröffentlichte. Er schrieb bis 1986 auch etliche Episodendrehbücher und blieb der Serie danach als Berater erhalten. Schenk hob hervor, dass seine Ermittler keine unfehlbaren Alleingänger seien, sondern teamfähige, normale Menschen, und legte großen Wert auf eine realistische Darstellung der Polizeiarbeit und kriminaltaktische Richtigkeit, aber nicht darauf, dass es im wahren Leben gar keine dauerhaft amtierende Sonderkommission gibt, sondern Sonderkommissionen immer nur für besondere Fälle zusammengestellt werden. Daher ja der Name. Die Zahl 5113 (sprich: einundfünfzig dreizehn) war die Telefondurchwahl des SOKO-Chefs.

    Bevor es allgemein üblich wurde, im Vorspann die Namen der Hauptdarsteller einzublenden, waren bei SOKO 5113 über viele Jahre nur die Rollennamen nebst abgekürzten Dienstgraden zu sehen. So erfuhr man (während ohne Unterlass jemand vor einem Auto davonlief), dass es sich z. B. um KHK Göttmann, KOK Schickl, KHK Sudmann, KOM Leß und KK Berger handelte. Was diese Abkürzungen bedeuteten, musste man schon selbst herausfinden (Kriminalhauptkommissar, Kriminaloberkommissar, Kriminalobermeister, Kriminalkommissar usw.). Schickl wurde später vom KOK zum KHK befördert.

    2003 feierte Wilfried Klaus seine 25 jährige SOKO-Zugehörigkeit. Die Stiftung der Deutschen Polizeigewerkschaft ernannte ihn aus diesem Anlass zum Ehrenkommissar, und das ZDF spendierte eine ganz besondere Folge. Zum Dienstjubiläum schenken die Kollegen Schickl ausgerechnet einen Kriminalroman, „Das Geheimnis von Blandford Castle“. Schickl beginnt zu lesen und versetzt sich und seine Mitarbeiter in die Handlung hinein. Die Hauptdarsteller Wilfried Klaus, Hartmut Schreier, Michel Guillaume, Christine Döring, Franz Rudnick und Ingeborg Schöner agieren in völlig anderen Rollen im England des Jahres 1932, wo sie in einem alten Schloss den Mord an einem Lord aufklären müssen.

    Erster Regisseur der Serie war Ulrich Stark (55 Folgen), ihm folgte Kai Borsche (65 Folgen), danach wechselten sich verschiedene Regisseure ab. Arpad Bondy hatte die Titelmusik komponiert.

    Die Serie wurde ein Dauerbrenner im Vorabendprogramm und zog ab 2001 weitere „SOKO“-Serien nach sich. Die 32 Folgen der ersten beiden Staffeln waren je eine halbe Stunde lang, alle weiteren dauerten eine Stunde und liefen an wechselnden Wochentagen gegen 17.50 Uhr. Trotz des enormen Erfolgs hatte der langjährige Hauptdarsteller Kreindl eine Verlegung in die Primetime immer abgelehnt. Einzelne Langfolgen, die samstags um 20.15 Uhr liefen, sowie eine Jubiläumsfolge, die auf dem begehrten Freitagskrimiplatz um 20.15 Uhr zu sehen war, zeigten jedoch, dass die SOKO auch zur Hauptsendezeit hervorragende Einschaltquoten erzielte. Mehr als 300 Folgen wurden inzwischen gezeigt.

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