Schmidteinander

    Schmidteinander

    D 1990–1995
    Deutsche Erstausstrahlung: 16.12.1990 West 3

    Der Kabarettist Harald Schmidt ist jetzt auch mit seiner Show „Schmidteinander“ im Ersten zu sehen. Mit Hilfe von Herbert Feuerstein will er die faszinierende Welt des Alltags satirisch aufbereiten. (Text: auf einen Blick 2/1994)

    Schmidteinander – Kauftipps

    Schmidteinander – Community

    T Heindl (geb. 1972) am 16.05.2012: Hallo zusammen Es geht um die Sprichwortforschung Sauer macht lustig in welcher Folge der Sendung Schmidteinander kam sie vor danke im vorraus
    eiddar (geb. 1969) am 25.05.2009: JUCHUUU !!! das wohl D R E C K I G S T E tor der fernsehgeschichte ist zurück ! ein-kein fußballirrläufer, sondern achtet mal auf das tor, wenn dort immer die überraschungsgäste und acts autreten. das hat mich damals schon immer aufgeregt, da haben die unsummen von GEZ kassiert, aber ne putzfrau zu angagieren, die den DRECL vom diesem tor mal abwischt, dafür hat der sender damals schon kein geld gehabt O)))) trotzdem-diese schau war wohl eine der ersten revolutionären schows, die es gab. und kopf hinter dieser show war nicht schmidt, sondern feuerstein, der auch der redakteur des deutschsprachigen MAD-magazines war ! und trotzdem wurde er immer niedergemacht von schmidt. aber DAS war ja gerade das geniale an dieser show. was ein glück, das dich DVBS habe, um die sendungen digital aufzuzeichnen. ich habe auch eine HP zu einer anderen kultsendung geschaffen: CATCH UP schaut mal rein: googlet einfach nach homepage 24 catch up wrestling
    Curaitis (geb. 1978) am 24.09.2007: Wie gern würde ich heute nochmal alte Schmidteinander-Folgen sehen (nicht nur das Best-of), früher als Schüler habe ich sicherlich viele Gags noch nicht so richtig zu würdigen gewusst. Warum werden keine Wiederholungen davon gezeigt... naja, als alter Schmidteinander-Gucker ahnt man natürlich, wer der Schuldige ist... (Wolpers!)
    Daniel (geb. 1981) am 12.06.2006: Ich trauere den guten alten SchmidtEINANDERzeiten nach. Hat er sich eigentlich ernsthaft mit Feuerstein zerstritten? "Schmidteinander" im DRITTEN unterlag auch einer wesentlich freieren Zensur als im ERSTEN, was der Qualität der Sendung zusätzlich nützte. Nur die "Hupfteholz" fand ich etwas primitiv. Am besten fand ich die Folge, als er einen steinreichen ca. 60jährigen Prominenten mit Gattin einlud, die vom Publikum ausgepfiffen wurden. Wer war das nochmal? Die SHOW ist sowohl auf SAT 1 als auch in der ARD viel flacher. Ich finde, die SHOW hätte auch ohne Gäste bleiben sollen. Das ist immer der langweiligste Teil der Show und neben Müdigkeit zu später Stunde ein zweiter Grund warum ich früher ausschalte. Die meisten Gäste passen gar nicht in diese Sendung und liegen unter Schmidts Niveau und dem Anspruch seines Stammpublikums (z.B. diese Frau mit Kinderstimme, die in einem Lied immerzu "müsse nur wollen" und irgendwas mit Vorschlagshammer und perfekter Welle singt oder MTV-Moderatoren oder Uli Pocher!). Ich kann nicht verstehen, wie Schmidt sich bei diesen größten Teil jungen Gästen manchmal so anbiedert; das hat er wirklich nicht nötig. Dann wirkt er wirklich alt. Warum erwähnt Schmidt in fast jeder Folge diese Kinderband "Tokio Monsun"? Mir kommt es fast so vor, als sei er Fan von denen. Und noch eine Frage: Welche Funktion hat eigentlich Natalie Likard? Ich muß gestehen, daß ich echt nicht weiß, wozu sie gut sein soll. Sie hat für mich absolut keinen Unterhaltungswert und wirkt auf ihrem Barhocker vor der Band eher deplaziert. Hat Schmidt hier etwa seine soziale Seite gezeigt und ihr einen Job verschafft?
    A. (geb. 1987) am 01.06.2006: ja, damals verstand ich viele Witze noch nicht ...trotzdem kann ich nach vielen Ausgaben, die ich sah und vestand, sagen, dass ein derartiges Showkonzept ewig unerreicht bleiben wird. Man erinnere sich an Gags, die heutzutage schon unlängst "ausgelutscht" sind, die kultigen Wolpers-Schlägereien oder das unvergessliche Studio-Ambiente.

    Schmidteinander – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Einstündige Comedy-Personalityshow von und mit Harald Schmidt und Herbert Feuerstein.

    Schmidt, der es sich schon früh in seiner Fernsehkarriere leistete, Normen und Konventionen über den Haufen zu werfen (bereits die Spielshow MAZ ab! hatte einen Vorgeschmack darauf gegeben), konnte hier erstmals frei von jeglichen Konzepten herumalbern. Die Show reihte Sketche, Parodien und Satiren aneinander, teils live gespielt, teils als Filmzuspielung. Den Rahmen bildete der Studioteil mit Schmidt und „Chefautor“ Feuerstein, die an getrennten Schreibtischen saßen (der von Feuerstein winzig) und sich Wortgefechte von Tisch zu Tisch lieferten. Die Show übernahm schon viele Elemente der klassischen Late-Night-Shows aus den USA, die in ähnlicher Form später in der Harald Schmidt Show auftauchten.

    Pro Sendung begrüßte Schmidt einen prominenten Gast, mit dem er am Schreibtisch talkte, was damals, eingebettet in Comedynummern, ebenso fremd wirkte wie die nur Sekunden dauernden Tanzeinlagen der „Schmidteinander-Hupfdolls“. Weitere Prominente hatten gelegentliche Statistenrollen und schauten einfach nur vorbei, um einmal schweigend durchs Bild zu laufen. Schmidteinander lebte von vielen Running Gags, die vor allem ein elitäres Stammpublikum verstand, und vielen anarchischen und kalauernden Rubriken, darunter „Wir basteln mit Peer Theer“, „Comtessa Gunilla bittet zu Tisch“, der Sprichworttest, in dem Schmidt und Feuerstein praktisch überprüften, ob Redewendungen der Wahrheit entsprachen, Fozzi-Bär (mit Schmidt im Bärenkostüm), offizielle Berufsgruppenwitze sowie die Zuschauerfrage, bei der die Lösung fast immer „N“ lautete.

    Zwischendurch las Schmidt imaginäre Zuschauerpost von Gabi aus Bad Salzdetfurth vor und fragte Feuerstein Hauptstädte ab. Wenn etwas schief lief, war der Schuldige schnell gefunden: Wolpers! Godehard Wolpers war Redakteur der Sendung und immer wieder als Opfer in einer Zuspielung zu sehen, in der er von Schmidt und Feuerstein zusammengeschlagen wurde. Ferner wirkte Marga Maria Werny als Oma Sharif mit. Sie starb im Oktober 1994, noch bevor die Show eingestellt wurde.

    Die Show war im WDR-Fernsehen am Sonntagabend gegen 22.00 Uhr gestartet, wurde nach einer Weile auch von anderen Dritten Programmen übernommen und Anfang 1994 in die ARD verlegt, wo sie fortan samstags nach 22.00 Uhr lief, direkt nach dem Wort zum Sonntag, aber nun nur noch ein Jahr überlebte. Sie brachte es auf 50 Ausgaben. Im Herbst 1995 zeigte die ARD acht dreiviertelstündige Best-of-Specials, in denen Herbert Feuerstein allein, aber vor Publikum, Ausschnitte aus den Sendungen ansagte.

    Lange bevor die Feuilletons Harald Schmidt zum Gott der Fernsehunterhaltung hochjubelten, nannte die Presse diese Show „Reality-TV für Verhaltensgeschädigte“ und „Abendunterhaltung für geistig Verwahrloste“. Der Grimme-Preis, mit dem die Sendung 1994 ausgezeichnet wurde, ging an Herbert Feuerstein (!), weil er „es als Miterfinder und Chefautor von Schmidteinander geschafft hat, dem deutschen Fernsehpublikum den Fozzi-Bären Harald Schmidt aufzubinden.“ Schmidt und Feuerstein waren bereits im Ratespiel Pssst … gemeinsam aufgetreten.

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