Deutsche Erstausstrahlung: 06.12.2001 Das Erste

    Sie bildete die Speerspitze Moskaus im Kalten Krieg. Sie war mit zeitweise mehr als einer halben Million Soldaten die größte militärische Einheit außerhalb der UdSSR. Sie verfügte über die modernsten Waffen, vor allem über gefechtsbereite Nuklearraketen. Sie war ständig in höchster Alarmbereitschaft. Sie war gut versorgt und genoss Privilegien gegenüber anderen Truppenteilen. Sie war der Garant für die Durchsetzung der Politik des Kremls in Europa und darüber hinaus – die „GSSD“, die „Gruppe der sowjetischen Streitkräfte in Deutschland“. Fast 50 Jahre lang waren sowjetische Soldaten in Ostdeutschland stationiert. Sie kamen mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges als Befreier und Besatzer, sie blieben als Schutzmacht und Machtinstrument der Sowjetführung und sie verließen Deutschland als geschlagene Sieger, als Verlierer des Kalten Krieges.

    Stolz schaut der riesige Rotarmist auf die Stadt Berlin, ein Gewehr mit Bajonett geschultert. Das Ehrenmal am Brandenburger Tor ist Sinnbild für fünf Jahrzehnte sowjetischer Militärherrschaft in Ostdeutschland. Die dreiteilige Dokumentationsreihe beleuchtet dieses wichtige, aber weit gehend unerforschte Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. (Text: ARD)

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    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    3 tlg. Dokumentation von Jan Lorenzen und Christian Klemke über die Geschichte Ostdeutschlands unter sowjetischer Militärherrschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Reihe wurde 2002 mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet.