Rote Erde

    Rote Erde

    D 1983
    Deutsche Erstausstrahlung: 23.10.1983 ARD

    Der 15jährige Bruno Kruska ist aus dem fernen Ostpreußen ins Ruhrgebiet gekommen, um Bergmann zu werden. Bei einer Kohlenzeche findet er zunächst nur „über Tage“ Arbeit. Der kräftige Bauernjunge wird ans Leseband gestellt und lernt hier Pauline Boertzkes kennen, die ihm in der Pause von ihrem Brot abgibt, weil er nichts zu essen hat. Später schiebt er Kohlewagen. (Text: Funk Uhr 42/1983)

    Fortsetzung als Rote Erde II

    Rote Erde auf DVD

    Rote Erde – Community

    PietS (geb. 1958) am 27.09.2013: Solche ambitionierten Serien werden heute leider gar nicht mehr hergestellt. Not und Elend der Bergarbeiter über mehrere Generationen in 9 Teilen . Wenn es heute mal ausnahmsweise eine Serie vor historischem Hintergrund gibt , dann sind es meist nur 2-Teiler , höchstens mal 4-Teiler . Früher waren solche Serien über mehrere Teile oft auch Straßenfeger , wie z. B. die Hans Fallada Verfilmungen , " Ein Mann will nach oben " und " Der eiserne Gustav " . liegt es daran , das heute solche Serien nicht mehr produziert werden , weil ARD und ZDF nicht mehr solche Zuschauerzahlen vor dem Bildschirm bekommen können ? Gerade diese Mehrteiler-Formate , sind besonders gut geeignet die Lebensumstände früherer Generationen darzustellen . Auch deswegen ist es mehr als Schade , das so etwas nicht mehr gemacht wird
    Sabine (geb. 1968) am 27.10.2007: Hallo Fans !Endlich hat das jahrelange Warten ein Ende.Wahrscheinlich hatten unsere vielen Schreiben an den WDR doch genervt,nachdem die da so lange eisern waren.Viel Spaß beim Gucken und Erinnern
    Dolly (geb. 1955) am 19.09.2007: Ich kann es kaum glauben. ENDLICH!!! Freue mich schon riesig und hab gleich bei Amazon vorbestellt.
    Ralph G. (geb. 1968) am 14.09.2007: Es stimmt tatsächlich! Habe heute Bescheid bekommen: Artikel: 5 DVDs - Preis: € 44,95 Verfügbarkeit: Offizieller VÖ - 14.11.2007 1990 erfolgte die 4-teilige Fortsetzung Rote Erde II: Die neuen Folgen umfassen die Zeit von der Wirtschaftskrise bis zum Neuaufbau nach der totalen Zerstörung. Bindeglied zwischen der alten und der neuen Generation der Kruskas, Boetzkes und Schablowskis sind Bruno und Otto. Der DVD-Release inkl. umfassendem Bonusmaterial ist für Frühjahr 2008 geplant!
    Winfried Schmitz (geb. 1960) am 13.09.2007: Der erste Teil ( 5 DVD´S ) ist ab sofort vorbestellbar und erscheint am 14. 11. 07. E N D L I C H !!! Der Preis liegt bei 45 Euronen ...............

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    9-tlg. dt. Bergarbeiterserie von Peter Stripp, Regie: Klaus Emmerich.

    Der Ruhrpott. Der „Goldene Westen“. Wir schreiben das Jahr 1887, die Gründerzeit. Bruno Kruska (Claude-Oliver Rudolph) kommt als 15-Jähriger aus Masuren ins Ruhrgebiet, um als Bergmann in der Zeche „Siegfried“ schnelles Geld zu verdienen. An seinem ersten Einsatzort am Leseband lernt er Pauline Boetzkes (Vera Lippisch) kennen, deren Vater Friedrich (Horst Christian Beckmann) und Bruder Karl (Dominic Raacke) ebenfalls Kumpel sind und als Hauer bzw. Hilfshauer arbeiten. Bruno wird Schlepper und darf erstmals unter Tage. Die Arbeiter, deren Siedlung „Eintracht“ heißt und zu denen auch der Hauer Otto Schablowski (Ralf Richter) gehört, gründen eine sozialdemokratische Organisation, müssen sie wegen der Sozialistengesetze jedoch als Gesangsverein tarnen. Gemeinsam kämpfen sie um mehr Lohn, kürzere Arbeitszeiten und bessere Bedingungen und rufen zum Streik auf.

    Bruno verliebt sich in Pauline und gesteht es ihrem Vater, als die beiden unter Tage vorübergehend verschüttet werden. Dennoch kommen Bruno und Pauline noch nicht zusammen. Stattdessen zieht Bruno bei Erna Stanek (Karin Neuhäuser) ein. Der Reviersteiger Rewandowski (Walter Renneisen) verlobt sich mit Sylvia von Kampen (Sunnyi Melles), der Tochter eines Stahlwerkbesitzers, und die beiden heiraten später. Bruno wird eingezogen und kehrt nach zwei Jahren in die Siedlung zurück, und endlich werden Pauline und er ein Paar. Erna und Otto sind jetzt ebenfalls ein Paar, ihr gemeinsames Kind stirbt jedoch nach der Geburt. Bruno und Pauline heiraten, und die Kinder Franziska (Sarah Dirk, später: Lydia Grube) und Max (Danny Ashkenasi, später: Martin Walz) kommen zur Welt.

    Max muss 1912 mit ansehen, wie sein Großvater Friedrich ums Leben kommt, als er beim Beklettern der Schlackenhalde abstürzt. Karl und Rewandowski kandidieren bei der Reichstagswahl gegeneinander, Karls Partei gewinnt. Während des Ersten Weltkriegs werden einige einberufene Bergleute in die Heimat zurückbeordert, weil sie unter Tage gebraucht werden. Bruno und sein Sohn Max, nun ebenfalls Bergmann, fahren erstmals gemeinsam ein. Nach dem Krieg gelingt es den Arbeitern endlich, die Anerkennung als Gewerkschaft, den Acht-Stunden-Tag und eine Lohnerhöhung durchzusetzen.

    Die Serie verband die politischen Entwicklungen in mehr als 30 Jahren rund um die Wende vom 19. zum 20. Jh. mit Geschichten aus dem harten Alltag der Bergleute, die nicht nur mit privaten Problemen und schlechten Arbeitsbedingungen, sondern auch mit der ständigen Gefahr von Grubenunglücken leben mussten. Von der historischen Kulisse war in den 80er-Jahren im Ruhrgebiet nicht mehr viel zu erkennen, weshalb die Serie in München auf dem Gelände der Bavaria gedreht wurde.

    Nach einem fast zweistündigen Film zum Start am Sonntagabend liefen die acht einstündigen Serienfolgen montags, zweimal zusätzlich mittwochs. Die Handlung endete 1919, wurde aber sieben Jahre später in Rote Erde II fortgesetzt.

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