Ringstraßenpalais

    Ringstraßenpalais

    A/D 1980–1986
    Deutsche Erstausstrahlung: 21.03.1981 ZDF
    Alternativtitel: Im Schatten von Königgrätz

    Die Geschichte der Wiener Familie Baumann beginnt im Jahr 1867: Die Niederlage von Königgrätz hat die Außenpolitik der österreichischen Monarchie geändert. In der Hauptstadt wird überall gebaut, die Ringstraße ist im Entstehen. An der Börse werden Millionengeschäfte gemacht, neureiche Industrielle steigen zur Geldaristokratie der Ringstraßenbarone auf. Einer von ihnen ist Eduard Baumann. (Text: 3Sat)

    Ringstraßenpalais auf DVD

    Ringstraßenpalais – Community

    Andrea (geb. 1984) am 22.07.2013: Die Folgen auf der DVD sind einfach super. Bloß die Beschreibung der Inhaltsangaben stimmt nicht immer mit jenen der Folgen überein.
    Andrea (geb. 1984) am 12.04.2013: Das finde ich auch unfair, dass die Folge 6 nicht ausgestrahlt worden ist. Überall z.B. im Teletext ist die Folge 6 drinnen gestanden. Warum hat man sie nicht heute - am 12.04. - ausgestrahlt , noch vor der Folge 7 ? Und warum wird am 26.04. keine Folge ausgestrahlt ? Die Serie gefällt mir sehr gut.
    Silvia am 10.04.2013: Letzten Freitag ist die Folge einfach entfallen und stattdessen war Parlamentsdebatte. Wieso macht man sowas :-( Grad die Folge hätte mich interessiert!! Kann man die im Netz irgendwo ansehen? Oder wird die irgendwo anders als im ORFIII ausgestrahlt? Wär schon nett....
    Jörg (geb. 1969) am 11.12.2008: Endlich kommt diese tolle Serie auf DVD. Freu mich drauf
    Gerd am 03.10.2008: Habe heute den neuen Newsletter von ARD VIDEO bekommen. Danach erscheint eine Box mit allen Folgen der beliebten Serie Anfang Dezember 2008. Ich habe schon mal eine vorbestellt.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    „Eine Wiener Familiengeschichte“. 24-tlg. österreich. Familiensaga von Hellmut Andics, Regie: Rudolf Nussgruber.

    Die Familiengeschichte der Baumanns und Artenbergs von 1867 bis 1974. Der Wiener Leinenweber Eduard Baumann (Heinrich Schweiger) wird in der zweiten Hälfte des 19. Jh. Mitglied einer Bankiers- und einer Adelsfamilie – seine Tochter Johanna (Marianne Nentwich) wird die Ehefrau des Rittmeisters Franz Graf Artenberg (Klaus Wildbolz), und sein Bruder Karl (Albert Rueprecht) heiratet Rosa (Liliane Nelska), die Tochter von Moritz von Stein (Romuald Pekny) vom Bankhaus „Stein & Mendel“ -, kommt aber auch unabhängig davon zu Vermögen. Eduard erbaut eine Textilfabrik, ein „Palais“ an der Ringstraße, wird Millionär und vom Kaiser zum Baron ernannt. Leo Pospischil (Guido Wieland) ist sein Prokurist.

    Zu den Artenbergs gehören Franz’ Bruder Bernhard (Friedrich von Thun), sein Onkel, General Graf Artenberg (Erik Frey), und seine Tante, Durchlaucht Antonie Fürstin Slansky (Susi Nicoletti). Nathan Mendel (Kurt Nachmann) ist Steins Partner. Karl und der General steigen ins Börsengeschäft ein. Beim „Schwarzen Freitag“ verliert der General sein gesamtes Vermögen und erschießt sich. 1890 sind Eduard Baumann und Leo Pospischil tot. Johannas Tochter Toni (Dorothea Parton) ist Kompagnon des Rechtsanwalts Dr. Paul Ender (Florentin Groll). Ihr Bruder Edi (Peter Wolfsberger) hat Marianne (Ulli Fessl) geheiratet, bekommt aber aus einer außerehelichen Affäre ein Kind. Edi geht ins Exil, Toni adoptiert das uneheliche Kind ihres Bruders und heiratet Dr. Ender. Kurz vor dem Ende des Ersten Weltkriegs – Franz ist gestorben – gelingt es Johanna, vor ihrem eigenen Tod noch einmal die Familie zusammenzuführen.

    In der zweiten Staffel ist der Erste Weltkrieg vorbei, und alle Adelstitel wurden abgeschafft. Toni, Edi und Marianne sind in Geldnot und vermieten eine Etage des Palais an den Geschäftsmann Imre Kelemen (Fritz Muliar). Der hofft, Edis Tochter Hansi (Mijou Kovacs) mit seinem Sohn Ernö (Peter Vilnai) verheiraten zu können, wird dann aber selbst ihr Gatte. 1934 kommt Edis Sohn Bernie (Karlheinz Böhm) nach dem Selbstmord seines Vaters nach Wien zurück und übernimmt die Leitung des Bankhauses Stein & Mendel. Ernö engagiert sich bei den Nationalsozialisten und nennt sich nun Ernst. Als die SS 1938 das Palais besetzt, wird er zum „Palais-Kommandeur“ ernannt.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg ist das Palais in der Hand der französischen Besatzungsmacht, Chef des Hauses ist der Comte de Castroux (Paul Muller), ein Verwandter der Artenbergs. Erst neun Jahre später kehrt Bernies Sohn Franz Artenberg (Klaus Wildbolz) aus russischer Gefangenschaft zurück und wird Prokurist bei Stein & Mendel. Mit seinem Halbbruder Eduard Baumann (Heinrich Schweiger) ist er seit langem zerstritten, doch 1955 versöhnen sie sich. 1974 beauftragt Franz, der mit Poldi (Gerlinde Locker) verheiratet ist und eine Tochter Toni (Nicole Kunz) hat, den Wissenschaftler Dr. Reinprecht (Heinz Marecek), eine Familienbiografie der Artenbergs und Baumanns zu verfassen.

    Die Folgen verknüpften die Familiensaga eng mit der Geschichte Österreichs und bauten immer wieder konkrete historische Ereignisse ein. Zudem schaffte es die Serie, auf raffinierte Weise am Ende einen Kreis zu schließen und mit den gleichen Schauspielern und Rollennamen zu enden, die auch zu Anfang im Mittelpunkt standen. Fünf Jahre nach dem Ende der Serie liefen ab 27. Dezember 1988 drei neue Ringstraßenpalais-Fernsehfilme auf 3sat. Darin will sich der nun 60 jährige Artenberg (Wildbolz) zur Ruhe setzen will, muss aber vorher noch seine Bank retten.

    Die 45-minütigen Folgen liefen samstags um 19.30 Uhr.

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