Rappelkiste

Rappelkiste

D 1973–1984
Deutsche Erstausstrahlung: 30.09.1973 ZDF

Die „Rappelkiste“ gehört zu den Klassikern des deutschen Kinderfernsehens. Den Abzählreim „Ene mene miste, es rappelt in der Kiste …“ kennt auch heute noch jedes große und jedes kleine Kind. Jeden Sonntag zur Mittagszeit erreichte die Rappelkiste in den 70er Jahren ein Millionenpublikum und fegte damals den Muff der Bewahrpädagogik aus den Kinderzimmern. In fast jeder Sendung gab es die grotesken Figuren Oswin und Nickel, die Bauklötze, die Ompis als Knetfiguren, zwei kurze Realfilme mit fünfjährigen Hauptdarstellern und natürlich „die Stars“ Ratz und Rübe, die mit einem Lied das Thema zusammenfassten. (Text: Aviator Entertainment)

Rappelkiste auf DVD
Rappelkiste – Community
Thomas Broeker (geb. 1958) am 25.06.2013: Hallo. Kennt hier jemand das schöne Lied aus der Folge 27 aus der 1. DVD Box: "Vom Ordnung machen" 2.Teil. Dort repariert ein Papi einen Plattenspieler und läßt dazu diese Single zum Test anspielen.
volker bill am 09.06.2013: liebe leute, als einer der beiträger der sendung rappelkiste suchen ich DAS BEGLEITBUCH ZU DEN SENDUNGEN: MEINE BÜCHER HABE ICH VERSCHENKT; JETZT FEHLT ES MIR AN EINEM BELEGEXEMPLAR; GRUß
Matthias (geb. 1969) am 23.02.2013: Wer weiß, wie die folge hieß, als die rappelkiste in der bergius Schule in Bremen Horn gedreht Wurde. Ich selber habe damals mitgespielt. Es muss das Jahr 76/77 gewesen sein..ich hatte ein gelbes Hemd und braune Lederjacke an. Dazu eine Cordhose mit Schlag.
Christian7103 (geb. 1965) am 01.01.2013: Hallo! Weiß jemand wie die Schauspielerin heisst die, die Mutter bei 'Klauen geht nicht gespielt hat'. Sie dürfte heute so um die 70 Jahre alt sein und evtl. in Berlin leben.
Klaus M (geb. 1965) am 01.05.2012: Etwa 1976 durften wir unsere Schule einmal am Nachmittag nicht durch den Hauptausgang verlassen, da dort wohl eine Folge der Rappelkiste gedreht wurde. Das war in der Berlin-Schöneberger Feurigstraße. (Im Gebäude waren zwei Schulen: die Teltow- und die Brandenburg-Grundschule) Gebäudeansicht: http://www2.spd-schoeneberg.de/uploads/pic_4111026 _1_full.jpg Weiß zufällig jemand, in welcher Episode das Gebäude auftaucht? Vielen Dank schon mal im voraus.
Rappelkiste – News
Schauspieler
Oswin Michael Habeck
Nickel Eberhard Peikert
Puppenspieler
RatzKristov Brändli
Vater (u.a.)Peter Kirsch
RübeRita Ziegler
Dies und das

Der Abzählvers:

Ene mene miste, es rappelt in der Kiste

Ene mene miste, es rappelt in der Kiste

Machste mal zuhause Krach, kriegste gleich eins auf das Dach

Willste übern Rasen laufen, mußte dir ein Grundstück kaufen

Spielste mal im Treppenhaus, schmeißt dich gleich der Hauswart raus!

Ene mene miste, es rappelt in der Kiste

Ene mene meck, und du bist weg!

Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

Kindermagazin.

Protagonisten waren die Klappmaulpuppen Ratz und Rübe, regelmäßig tauchten zudem die skurrilen Figuren Oswin (Michael Habeck) und Nickel (Eberhard Peikert) auf, im Zeichentrick die fünf Millis sowie die Knetmännchen namens Ompis.

Wie die Sesamstraße richtete sich die Rappelkiste vor allem an Kinder im Vorschulalter, wollte ihnen aber nicht Buchstaben und Zahlen, sondern soziales Verhalten näher bringen. Jede Sendung befasste sich mit einem anderen Thema, das sich durch die Szenen mit den regelmäßigen Figuren zog und in Filmgeschichten behandelt wurde, die den Kindern vor allem Mut machen sollten.

Die Rappelkiste war die erste Sendung des ZDF für Kinder im Vorschulalter. Sie zeichnete kein rosarotes Bild von der Welt, in der die Kinder lebten, und konzentrierte sich häufig auf Konflikte der Kinder mit den Eltern und Erwachsenen überhaupt. Dafür stand schon der Abzählreim zu Beginn jeder Sendung: „Ene mene miste, es rappelt in der Kiste. Machste mal zu Hause Krach, kriegste gleich eins auf das Dach. Willste übern Rasen laufen, musste dir ein Grundstück kaufen. Spielste mal im Treppenhaus, schmeißt dich gleich der Hauswart raus! Ene mene miste, es rappelt in der Kiste. Ene mene meck, und du bist weg!“

Dieser Blickwinkel, der Partei für die Kinder ergriff, und der Mut, sich auch vor Themen wie Sexualität, Ausbeutung am Arbeitsplatz oder Gewalt in der Familie nicht zu drücken, führte natürlich zu Kontroversen und Angriffen von Konservativen, die Sendung sei zu antiautoritär oder sogar aufrührerisch. Trotzdem war sie nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Eltern beliebt und hatte beste Einschaltquoten. Regisseur Elmar Maria Lorey erhielt 1975 den Grimme-Preis; 1979 wurde der in der Rappelkiste gezeigte vierteilige Film „Metin“ über einen türkischen Jugendlichen mit dem Grimme-Preis mit Gold ausgezeichnet.

Der in einer Folge am 19. November 1978 gezeigte Antikriegsfilm „Mein Opa war im Krieg“ sorgte für große Aufregung: Er wurde nicht wiederholt, nachdem der Deutsche Bundeswehrverband dagegen protestiert hatte. Der zuständige Hauptredaktionsleiter des ZDF sagte, die „von jedermann zu billigende Anti-Kriegstendenz“ des Beitrags sei gegen Ende in eine „tagespolitische Tendenz“ umgeschlagen, weil ein Wehrdienstverweigerer auftrete und erläutere, warum er den Dienst mit der Waffe ablehne.

Nach einer Pilotsendung am Abend, bei der die Eltern das Programm kennen lernen sollten, lief die Rappelkiste sonntags um 14.00 Uhr und wurde mittwochs nachmittags wiederholt. Ein weiterer Wiederholungstermin am Freitagmorgen war für das gemeinsame Anschauen in Kindergärten gedacht. Insgesamt wurden 160 halbstündige Folgen produziert.

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