Quiz Einundzwanzig

    Quiz Einundzwanzig

    D 2000–2002
    Deutsche Erstausstrahlung: 05.07.2000 RTL

    Im Quiz Einundzwanzig konnte man einen unbegrenzte Summe Geld gewinnen. Nach der Spielrunde folgte immer eine Bonusrunde, in der der Kandidat bis zu 210.000 DM gewinnen konnte.

    Im Spiel ging es darum, näher an die Punktzahl 21 zu kommen. Die konnte man erreichen, indem man Fragen beantwortete. Man konnte selbst die Schwierigkeit der Fragen wählen. Je höher die Punktezahl, desto schwieriger die Frage. Man konnte von 1–11 wählen. Bei 11 musste man zwei Antwortmöglichkeiten angeben. 1000 DM bekam man sowieso als Begrüßungsgeschenk.

    Weil die Quote nachlies und der Euro eingeführt wurde, wurde die Sendung am 02.09.02 eingestellt. (Text: Andre Meyer)

    Adaption von Twenty-One

    DVD-Tipps von Quiz Einundzwanzig-Fans

    Quiz Einundzwanzig – Community

    Stefan (geb. 1983) am 23.05.2006: Schade das die Sendung nicht kommt. Fand sie spannender und unterhaltsamer als das inzwischen langatmig gewordene WWM mit Jauch.
    Michael Kaspar (geb. 1985) am 21.08.2005: Ich finde es jammerschade das RTL diese schöne Show nicht mehr bringt. Es war einfach immer sehr schön immer Sommer wenn es regnet eine Sendung im TV zu haben die richtig gut, einfach und spitzenmäßig geil ist zu haben. Was vielleicht verbesserungsbedürftig ist ist der Moderator der Show! Ulla Kock am Brink wäre doch wie gemacht für diese Show oder nicht?
    Müller Marcel (geb. 1943) am 09.01.2005: Dass ein Deutscher die Regeln von "Einundzwanzig" nicht verstehen kann, ist mir klar. Es gibt bei Euch ja 4 Millionen die nicht richtig schreiben und lesen können. MfG Marcel
    Fauskemper (geb. 1966) am 09.01.2004: Ich liebe Quiz, bei denen man die Spielregen einfach nicht kapiert. Dazu gehört neben Quiz 21, Tutti Frutti, Tanzmarathon, Fata Morgana-die wüste Orientshow, Perfect Day, die Astro Show - alles Sendungen, die mehrheitlich von den Privaten kommen. Solche Sendungen haben dann unfreiwillig was Komisches an sich - und schon deshalb lohnen sie sich anzuschauen. Hier zeigt sich auch die wahre Grösse, ob ein Mensch denken kann oder nicht. Denn wer denken kann, kapiert die Spielregeln. Wer noch intelligenter ist, weiß sogar, warum die Spielregeln so und nicht anders gemacht werden.
    Katy (geb. 1964) am 24.11.2003: Wenn Günther Jauch in Urlaub geht oder was anderes vorhat - kurz gesagt, wenn Wer wird Millionär Pause hat, muss einer die Lücke füllen. RTL hat gedacht, Hans Meiser als Rateonkel wäre da der richtige Mann - und dachte nicht schlecht. Wie er ein Quiz moderiert, dessen Regeln vollkommen unverständlich blödsinnig sind, Regeln die nicht nur Oma und Opa versteht, das ist schon eine Wucht. Da mag man Hans Meisers Unbeholfenheit da manchmal verzeihen. Er ist der richtige Mann, der aus solch einer Schrottsendung wenigstens noch etwas Quote herausholen kann. Günther Jauch, Thomas Gottschalk, Frank Elstner - sie alle sind für solche Shows wie das seltsame Quiz Einundzwanzig nicht geeignet - der wahre Held heisst hier Hans Meiser. Also weiter so Hans. Denn: "DAS IST EINUNDZWANZIG !"

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    „Spiel das Duell deines Lebens“. Einstündige Quizshow mit Hans Meiser.

    Zwei Kandidaten spielen gegeneinander und müssen Multiple-Choice-Fragen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden beantworten. Diesen Grad können sie selbst wählen. Je nach Kniffligkeit bekommen sie für die richtige Antwort einen bis elf Punkte. Ziel ist es, als Erster 21 Punkte zu erreichen. Erschwert wird die Wahl des angemessenen Risikos für sie dadurch, dass sie in schallisolierten Kabinen sitzen und den Punktestand des Gegners nicht kennen. Gibt ein Kandidat zum dritten Mal eine falsche Antwort, scheidet er aus. Er kann einen Vertrauten, der ebenfalls von den Runden des anderen Kandidaten nichts sieht und hört, als Joker zurate ziehen. Auch das ist jedoch ein Risiko: Eine falsche Antwort zählt dann doppelt. Nach zwei Durchgängen gibt es als weitere Verschärfung eine Möglichkeit für beide Kandidaten, das Spiel zu beenden, wenn sie glauben, in Führung zu liegen. Liegen sie dann damit falsch, hat aber der andere sofort gewonnen. Der Champion spielt eine Bonusrunde, in der er – je nach der Zahl richtig beantworteter Fragen mit zwei Antwortmöglichkeiten in Folge – seinen Gewinn weiter erhöhen kann. In den Duellrunden erhöht sich der Gewinn, um den ein Kandidat spielt, mit jedem Herausforderer, den er schlägt. Da er immer wiederkommt und so lange weiterspielen kann, bis ihn ein Herausforderer schlägt, ist die Gewinnsumme theoretisch unbegrenzt und auch praktisch sehr hoch: Am 16. August 2002 ging Thorsten Gatz als erfolgreichster Einundzwanzig-Teilnehmer mit 445 000 € nach Hause.

    Nach dem großen Erfolg von Wer wird Millionär? startete RTL eine zweite spannende Quizshow, die zum Start an fünf Tagen hintereinander und dann immer mittwochs und freitags um 20.15 Uhr lief. Ähnlich aufregend wie das Spiel selbst war immer die Frage, ob es Hans Meiser gelingen würde, die komplizierten Regeln, Gewinnmöglichkeiten und Risiken so zu erklären, dass er sie auch selbst verstand. Die Quoten reichten zwar nicht an die Jauchs heran, waren mit fünf Millionen Zuschauern jedoch so gut, dass RTL die erste Staffel kurzfristig um einen Monat verlängerte und statt der geplanten einen Folge pro Woche dann doch zwei zeigte. Die weiteren Staffeln liefen jeweils während der Sommerpause von Wer wird Millionär? auf dessen Sendeplätzen montags und freitags.

    Das Konzept stammte von der US-Spielshow „Twenty-One“, die in den USA Anfang 2000 neu aufgelegt worden war (ebenfalls im Sog der dort erfolgreichen Show „Who Wants To Be A Millionaire“) und ursprünglich von 1956 bis 1958 gelaufen war. Schon damals hatte das deutsche Fernsehen die Show übernommen – unter dem Namen Hätten Sie’s gewusst? mit Heinz Maegerlein.

    In Programmzeitschriften wurde die Sendung zuvor und auch während ihrer Ausstrahlung unter dem Titel Quiz Einundzwanzig geführt. Im Fernsehen hieß sie nur Einundzwanzig. Den gleichen Titel (ebenfalls mal mit, mal ohne „Quiz“) hatte bereits das österreichische Fernsehen Anfang der 60er Jahre für seine Adaption verwendet.