Bild: ARD/Thorsten Jander, Komposition: wunschliste.de
    Pssst … – Bild: ARD/Thorsten Jander, Komposition: wunschliste.de

    Pssst …

    Ein Ratespiel um Geheimnisse mit Harald Schmidt

    D 1990–2007
    80+ Folgen
    Deutsche Erstausstrahlung: 19.02.1990 West 3

    Ein prominentes vierköpfiges Rateteam (Ingolf Lück, Elke Heidenreich, Marielle Millowitsch und Herbert Feuerstein) haben die Aufgabe, das „Geheimnis“ der verschiedenen Kandidaten zu erraten. Ein verschlüsselter Hinweis von Harald Schmidt steht am Anfang jeder Fragerunde. Erlaubt sind nur Fragen, die mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können. (Text: Wilma)

    Pssst … – Community

    dj_ddt (geb. 1979) am 10.03.2007: Also ich fand die neue Auflage der Show eigentlich ganz gut. Die erste Woche hab ich allerdings verpasst. Total vergessen irgendwie. -) Schade, daß schonwieder Schluss ist. Ich würde mich freuen, wenn es wieder bald eine neue Staffel geben würde, glaube aber nicht wirklich dran.
    Stefan (geb. 1963) am 06.03.2007: Also ich finde die ganze Rate-Show sehr belustigend. Leider hatte ich das Original 1990 aus damaligem Desinteresse nie gesehen und kann daher keine Vergleiche ziehen (wird aber ab April auf "1festival" glücklicherweise wiederholt). Die einzige Fehlbesetzung war für mich die olle Elvers-Elbertzhagen, die auch wirklich `ne Dumpfbacke ist. Gegen Nathalie Licard habe ich nichts - im Gegenteil, kann mich immer über sie amüsieren, was ihre Deutschkenntnisse betrifft. Bitte weiter so, "Onkel Harald" (mein Idol und Meister!!!). Jach...
    Thomas am 23.02.2007: Februar 2007: Pssst...! mit Harald Schmidt ist wieder da. Wer hätte das gedacht, nach all den Jahren der Abstinenz. Wochen vorher wurde es angekündigt. Meine Vorfreude und die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Doch was da mit den ersten Folgen über den Bildschirm flimmerte hatte mit der Sendung aus den 90ern nur noch wenig gemein. Es fehlte der Geist, der Esprit und die Kongenialität des Rateteams, das zu dem noch von Folge zu Folge ein völlig unterschiedliches war. Ein Beispiel aus der ersten Sendewoche: Im Team sitzt die häufig überheblich wirkende Spassbremse Christine Westermann neben Dumpfbacke Jenny Elvers. Mein erster Gedanke war: Was haben sich die beiden wohl hinter den Kulissen zu erzählen ? Vermutlich nicht viel. Und dann auch noch Frank Plasberg. Ein super Mann in seinem Fach, aber was hat er im Rateteam von Harald Schmidt verloren ? Ich dachte immer, die beiden können sich auf den Tod nicht ausstehnen ! Einzig und allein Herbert Feuerstein rettet das Ganze ein bisschen. Wenn er doch nur so könnte, wie er wollte und nicht ständig ausgebremst würde. Nein, Gegensätze ziehen sich nicht immer unbedingt an sondern können, wie in diesem konkreten Fall, in Krampfhaftigkeit und Unlustigkeit ausarten. Hat Christine Westermann während der Sendung eigentlich auch nur einmal die Mundwinkel nach oben bewegt ? Letztendlich gehörte diese Folge aber noch zu den besseren in der ersten Sendewoche, es war nämlich nicht die unsägliche Nervensäge Nathalie Licard an Bord, die bisher eigentlich nur mit dem Nichtverstehen der deutschen Sprache glänzte. Was für eine Fehlbesetzung ! Auch Schmidt selbst wirkte häufig so, als wäre ihm das Ganze mehr Leid als Freud. Die Jahre bei dem vom ihm selbst zitierten „Unterschichtenfernsehen“ haben halt ihre Spuren hinterlassen...Es kann nur besser werden.
    Anja Isabelle Diemand (geb. 1976) am 25.01.2007: Pssst kommt wieder als Neuauflage. Ab 14.2. Ich werde sicher mal anschauen. Tschüss
    Thomas am 02.06.2006: Das waren noch Zeiten, als Harald Schmidt noch nicht mit dem neoliberalen Mainstream-Virus infiziert war und auf penetrante Art und Weise sein stramm konservatives Weltbild in die deutschen Wohnzimmer hinaus proletierte. Damals war ich ein ziemlicher Fan von Schmidt der mit Psst.. und auch der Sendung Schmidteinander Fernsehgeschichte schrieb. Unvergessen ! Heutzutage schalte ich bei Schmidt lieber weg. Zu viel Geld hatihm wohl den Kopf verdreht. So ändern sich die Zeiten.

    Pssst … – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Halbstündiges Ratespiel um Geheimnisse mit Harald Schmidt.

    Ingolf Lück, Elke Heidenreich, Mariele Millowitsch und Herbert Feuerstein müssen Geheimnisse von fünf Gästen erraten, darunter meist zwei Prominente, die etwas Ungewöhnliches können, sind oder erlebt haben. Harald Schmidt gibt zu Beginn einen verklausulierten Hinweis auf das Geheimnis. Jeder Rater hat 30 Sekunden Zeit, Fragen an den Gast zu stellen, dann kommt der nächste an die Reihe. Das Ende der Zeit signalisiert ein künstlicher Entenruf. Sind alle durch, dürfen 30 Sekunden lang alle gleichzeitig fragen (was sie meist wörtlich nehmen). Ist das Geheimnis nach den zweieinhalb Minuten noch nicht geraten, wird es gelüftet.

    Der winzige Maximalgewinn in Höhe von 50 DM aus dem Ratespiel Was bin ich? wurde in dieser Show noch unterboten: Hier gab es gar nichts zu gewinnen, es ging allein um Spaß und Unterhaltung. Die Haltung war das Gegenteil von der bei Was bin ich?. Anstatt sorgfältig und exakt zu formulieren, machte das Rateteam Witze, verplemperte Zeit, alle hackten auf Feuerstein rum, der beschwerte sich über mangelnde Zeit, Millowitsch und Heidenreich schwätzten, Lück passte nicht auf, und Schmidt vergab nach Lust und Laune Fantasiepunkte, die eh keine Rolle spielten. Es war, früher undenkbar, eher Kindergeburtstag als „ernst zu nehmendes“ Quiz – oder genauer: Erwachsenengeburtstag, nach der dritten Flasche Eierlikör. Vermutlich war das auch mit dem zeitweiligen Untertitel „Das etwas andere Ratespiel“ gemeint. Fehlten Lück oder Feuerstein im Rateteam, wurden sie meist durch Konrad Beikircher vertreten. Zeitweise nahm Sissy Perlinger Elke Heidenreichs Platz ein. Schmidt und Feuerstein machten parallel auch die Comedyshow Schmidteinander. Die Titelmusik schrieb Thomas Fuchsberger, der Sohn von Joachim.

    Pssst … begann sehr erfolgreich montagabends um 21.00 Uhr im Dritten Fernsehprogramm des WDR, wurde auch von anderen Dritten Programmen übernommen und wanderte im Juni 1993 ins werktägliche Nachmittagsprogramm der ARD um 17.15 Uhr (zunächst mit Wiederholungen, ab Herbst mit neuen Folgen). Die Folgen waren jetzt fünf Minuten kürzer, und es trat ein Gast weniger auf. 1991 waren bereits sechs Folgen von der Internationalen Funkausstellung bundesweit in der ARD gesendet worden. Kurz vor ihrem Ende schaffte es die Reihe sogar noch in die Primetime. Die letzte Staffel lief dienstags um 21.05 Uhr. Pssst … brachte es auf 78 Folgen.

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