Polizeiruf 110

Polizeiruf 110

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1999, Folge 207–213 
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  • Sumpf
    Folge 207

    Der Journalist Jürgen Loock kommt durch die Explosion einer Autobombe ums Leben. Seine Tochter Meike ist dem Anschlag nur knapp entgangen. Fast zeitgleich mit dem Attentat wurde auch in Loocks Wohnung und in seinen Büroräumen eingebrochen. Der Erfolgsjournalist war vor allem mit Enthüllungen über Skandale in Politik und Wirtschaft bekannt geworden. Ist Rache das Motiv für den tödlichen Anschlag, oder musste der Journalist sterben, weil er einem brisanten Fall auf der Spur war? In den letzten Jahren hatte Jürgen Loock jedoch kaum noch veröffentlicht. Als Meike dann entdeckt, dass ihr Vater ihr dennoch ein beträchtliches Vermögen hinterlassen hat, bekommt der Fall eine unerwartete Wendung. War Jürgen Loock doch nicht so unbestechlich wie sein Ruf? Meike ist über die Vermutung der Kommissare empört. Eine Diskette mit einem verschlüsselten Text, die Jürgen Loock für seine Tochter in einem Bankschließfach hinterlegt hat, könnte Aufklärung in dem Fall bringen. Doch bevor es der Polizei gelingt, diesen Text zu entschlüsseln, werden diese Daten durch einen merkwürdigen Zwischenfall vernichtet. Meike beschließt deshalb, auf eigene Faust zu recherchieren. Mit ihrer Hilfe gelingt es den Kommissaren, die Hintergründe des Falls aufzuklären und den Mörder ihres Vaters zu überführen. Der Journalist Jürgen Loock musste sterben, weil er zum Erpresser wurde. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 21.02.1999
  • Schellekloppe
    Folge 208

    Ein Rollstuhlfahrer beobachtet am Eingang eines Hochhauses eine Gruppe von Schülern beim „Schellekloppe“: Sie drücken auf mindestens 20 Wohnungsklingeln und laufen davon. Unmittelbar danach hört der Rollstuhlfahrer aus der Gegensprechanlage des Hauses heftige Schreie und dann den Knall eines Pistolenschusses. Der Mann verständigt die Polizei. Hauptkommissar Grosche und Kommissarin Carol Reeding stoßen bei der Befragung der Hausbewohner auf keinen Anhaltspunkt für ein Verbrechen. Die einzige Überraschung für sie: Auch ihr Kollege Schlosser wohnt in dem Haus. Die Polizisten lassen die Angelegenheit mehr oder weniger auf sich beruhen, zumal sie im Augenblick vollauf damit beschäftigt sind, einem Erpresser auf die Spur zu kommen, der einen Supermarkt mit vergifteter Hundenahrung unter Druck setzt. Als wenig später in einem Wald unweit des Hochhauses Teile einer menschlichen Leiche aufgefunden werden, fangen sie an, sich gründlicher mit den Bewohnern des Hauses zu beschäftigen und geraten dabei an allerlei merkwürdige Figuren. Noch merkwürdiger indessen ist das Verhalten, das bei diesen Ermittlungen Hauptkommissar Schlosser an den Tag legt. Als zu diesem Verhalten noch einige befremdliche Fakten hinzukommen, müssen Grosche und Reeding sich mit dem Gedanken abfinden, dass ihr Kollege Schlosser in dem Mordfall zu den Tatverdächtigen zu zählen ist. Derweil hält der Supermarkterpresser die Polizisten mit einem ausgeklügelten Plan zur Geldübergabe in Atem … (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 28.02.1999
  • Mörderkind
    Folge 209

    Die 15-jährige Jennifer wird in ihrem Heimatdorf tot aufgefunden. Neben der Leiche des Mädchens liegt ein Stein mit Blutspuren. Die Ermittlungen in ihrem ersten Fall führen Hauptkommissarin Wanda Rosenbaum zu Mark. Der Junge, der im selben Ort lebt, gesteht den Mord. Er ist 13 Jahre alt. – Ein Kind mordete ein Kind? Weder die erfahrene Polizistin noch die Bewohner des Dorfes wollen an diese Möglichkeit glauben. Mark, der seine Tat ohne Mitleid oder Schuldgefühl beschreibt, ist noch nicht strafmündig. Nachdem er das Protokoll unterschrieben hat, darf er nach Hause gehen. Weder Kripo noch Justiz sind für ihn zuständig. Doch ein Zuhause gibt es für den Jungen nicht mehr. Das Dorf begegnet ihm und seiner Familie mit offener Ablehnung. Wanda Rosenbaum überzeugt die Eltern, den Jungen in die Obhut eines Psychologen zu geben. Dann erbringt die Obduktion des toten Mädchens einen neuen Verdacht: An Jennifers Kleidung sind Spermaspuren gefunden worden, die nicht mit Marks genetischem Fingerabdruck übereinstimmen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren versammelt sich das ganze Dorf. Unter Anleitung der Polizei sind die Männer zur Spermaprobe gebeten. Die Untersuchungsergebnisse belasten den Tierarzt des Dorfes. Kurz darauf begeht er Selbstmord – für die Leute im Ort ein klares Geständnis. Mark dagegen widerruft sein Geständnis und wird daraufhin wie ein Held im Ort empfangen. Auch die Kommissarin ist erleichtert. Schließlich möchte sie doch an die Unschuld des Kindes glauben können. Aber die Wahrheit, die sie schließlich herausfindet, ist eine andere … (Text: RBB)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 14.03.1999
  • Rasputin
    Folge 210

    Obwohl ein Serienmörder, der es auf Prostituierte abgesehen hat, schon drei Jahre sein Unwesen treibt, tappt die zuständige Sonderkommission in Berlin noch immer im Dunkeln. Darum fühlt sich Hauptkommissar Hinrichs berufen, halb beruflich, halb privat, in der Sache zu ermitteln. Mit modernstem Know-how aus Amerika will er ein Täterprofil erstellen und so den Gesuchten zur Strecke bringen. Die Prostituierte Nina soll ihm die entscheidenden Hinweise geben, denn ihre Freundin war sein letztes Opfer. Also trifft er sich privat mit ihr und gibt sich als Ermittler mit eigenem Team aus – nicht nur aus beruflichem Ehrgeiz. Oberkommissar Groth begegnet Hinrichs Übereifer mit leisem Spott, unterstützt ihn aber dennoch. Was beide nicht wissen: Nina arbeitet auch für die SOKO als Lockvogel, und die ist bei der Wahl ihrer Mittel weniger zimperlich. Die Ermittlungen führen bald zu zwei Verdächtigen: dem niedergelassenen Arzt Dr. Langer, der seine Spechstundenhilfen terrorisiert und ziemlich merkwürdige Behandlungsmethoden an den Tag legt, und dem selbsternannten „Handy-Künstler“ Daniel Blind, der sich auffällig für Nina interessiert. Als es aber darum geht, wer der Täter sein könnte, bringt Hinrichs auch das modernste Know-how aus Amerika nicht weiter. Da muss erst sein Kollege Groth einen entscheidenden Hinweis aus Hinrichs Akte fischen. Doch als die beiden sich ganz nah an der Lösung des Falls wähnen, stellt die SOKO die Schweriner Kommissare kalt, und plötzlich befindet sich Nina in größerer Gefahr, als alle ahnen. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 11.04.1999
  • Mordsfreunde
    Folge 211

    Der Tenor Austen wird während der „Tosca“-Premiere vor den Augen der Zuschauer auf der Bühne erschossen. Die beiden Kommissare Herbert Schmücke und Herbert Schneider, selbst im Publikum, stoßen bei den Ermittlungen auf den jungen Komparsen Robert, der ein Motiv und auch die Möglichkeit gehabt hätte, Austen zu töten. Doch Robert bleibt verschwunden. Eine zweite Spur führt zu dem angesehenen Bürgermeisterkandidaten Löbel, der aber für den Mord an seinem Freund Austen ein Alibi hat, ebenso für den folgenden zweiten Mord an seinem ehemaligen Chauffeur Quast. Schmücke und Schneider gelingt es schließlich, Robert aufzuspüren, sein Vertrauen zu gewinnen und mit seiner Hilfe den Mörder zu überführen. Damit wird auch ein zehn Jahre zurückliegendes Verbrechen aufgedeckt und doch noch gesühnt. (Text: HR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 11.07.1999
  • Über den Dächern von Schwerin
    Folge 212

    Der Schornsteinfeger Jens Meister ist ein leidenschaftlicher Hobbyfotograf. Doch leider will kein Verlag seine Fotos aus der Vogelperspektive von den Dächern von Schwerin haben. Jens Meister ist in finanziellen Schwierigkeiten. Er versucht daher, den Politiker Dr. Schwedler mit Aufnahmen zu erpressen, die ihn zusammen mit einem knapp bekleideten Callgirl zeigen. Mit der Bearbeitung der peinlichen, diskret zu behandelnden Affäre wird Kommissar Jens Hinrichs betraut. Sein Kollege Kurt Groth ermittelt derweil in einem Routinefall, dem Brand in einer Videothek. Erstaunlicherweise ergibt sich bei den Ermittlungen zwischen dem Videothek-Brand und dem Erpressungsfall ein Zusammenhang … (Text: HR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 18.07.1999
  • Kopfgeldjäger
    Folge 213

    Dr. Klaus-Peter Reck war einer der Topmanager einer Münchner Softwarefirma. Firmenchef Hagen Beersdorf vermutete Reck im Urlaub. Aber statt die Seele baumeln zu lassen, setzt sich Reck einem Nervenkrieg aus. Um nicht nur die Wirtschaft anzuheizen, sondern auch sich selbst, hatte Reck im Chiemgau in Oberbayern an einem mehrtägigen Seminar zur Persönlichkeitsentwicklung von Managern teilgenommen. Von diesem Kurs kehrt Reck nicht zurück: Mit einer Kugel im Kopf wird er von einem Bauernehepaar tot im Chiemsee aufgefunden. Kommissar Jürgen Tauber und Polizeipsychologin Dr. Sylvia Jansen beißen während ihrer Recherche bei dem Leiter dieses Seminars, Max Ortheil, auf Granit. Wo er nur kann, versucht Ortheil die Ermittlungen zu boykottieren. Um alles in der Welt will er verhindern, dass die anderen Seminarteilnehmer erfahren, was in der vorangegangenen Nacht passiert ist. Als die Seminarteilnehmer aber doch herausbekommen, dass Reck vermutlich ermordet wurde, bricht unter den Managern Panik aus. Jeder bangt um sein Leben und einer verdächtigt den anderen, der Mörder zu sein. In einer von Ortheil geleiteten Übung eskaliert die Hetzjagd. Die Männer rotten sich zusammen und beschuldigen Krista Vitzthum, die einzige Frau im Kurs, Reck getötet zu haben. Krista flieht, aber sie hinterlässt für Tauber und Jansen einen Hinweis in einem geheim installierten Videoraum, in dem sich illegale Mitschnitte der Seminarsitzungen befinden. Eines der Videos bringt die überraschende Wahrheit, die zum Tode von Reck führte, ans Tageslicht. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 21.11.1999