Polizeiruf 110

Polizeiruf 110

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1994, Folge 158–166 
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  • Bullerjahn
    Folge 158

    Kriminaloberkommissar Kurt Groth bekommt als Vorgesetzten den jungen, ehrgeizigen Kriminalhauptkommissar Jens Hinrichs. Hinrichs ermittelt nach neuesten, westlich orientierten kriminaltechnischen Methoden und befindet sich damit ständig im Konflikt mit Groth. Bei ihrem ersten gemeinsamen Fall ermitteln sie gegen Viehdiebe in Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Uwe Jahn. Jahn transportiert für eine kriminelle Bande aus Westdeutschland mit seinem Lkw gestohlene Rinder. Vielen Bauern wird damit die Existenzgrundlage genommen. Als der Jungbauer Nils Lüdeking Selbstmord begeht, werfen sich Groth und Hinrichs grobe Versäumnisse vor. Sie fühlen sich mitverantwortlich am Tod Lüdekings. Jahn will aussteigen, doch die Bande erpresst ihn. Er muss noch ein letztes Mal ran. Die Polizei scheint machtlos. Da beschließen die Bauern von Dobberkow, die Sache selbst in die Hand zu nehmen … (Text: NDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 30.01.1994
    NDR
    Mo 22.12.
    00:35 Uhr
  • Arme Schweine
    Folge 159

    Auf einer Dresdener Baustelle wird die Leiche eines polnischen Arbeiters Kowalski gefunden. Offensichtlich stürzte der Mann von einem Baugerüst. War es aber wirklich ein Unfall? Kommissar Grawe kommen sehr schnell Zweifel. Nicht zuletzt genährt durch den Journalisten Rethmann, für den es außer Frage steht, dass der Pole ermordet wurde, wollte der Mann ihm doch Informationen für eine heiße Story verkaufen. Die Arbeitskollegen Kowalskis – Tschechen, Russen und Polen – hüllen sich in Schweigen. Sie wollen mit der Polizei nichts zu tun haben, denn die Mehrzahl von ihnen ist als Schwarzarbeiter auf der Baustelle tätig. Selbst Stan, der Freund des Toten, zeigt kein Interesse, sich Kommissar Grawe anzuvertrauen. Hat er doch genügend eigene Probleme am Hals. Da ist z. B. Ragolski, der Tscheche, der Geld von ihm erpresst, weil er von den nächtlichen Touren weiß, die er unternimmt, um Autos auf Bestellung zu klauen, denn Stan braucht Geld, mehr Geld, als er auf der Baustelle verdient. Er will weg aus Deutschland. Aber auch Dittrich, der Vorarbeiter auf der Baustelle, hat ein Motiv. Er ist es, der die Schwarzarbeiter für das Bauunternehmen besorgt. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 13.03.1994
  • Totes Gleis
    Folge 160

    Kommissarin Tanja Voigt aus Potsdam steht vor einem großen Erfolg. Durch ihren persönlichen Einsatz ist es gelungen, führenden Köpfen des organisierten Verbrechens den Prozess zu machen – aber dann kommt alles ganz anders: Auf dem Wege vom Untersuchungsgefängnis zum Gericht wird mitten in Potsdam auf offener Straße der einzige Kronzeuge erschossen. Zur selben Zeit befinden sich die beiden Streckenwärter Lansky und Dettmann auf ihrem üblichen Kontrollgang entlang der Bahnstrecke des Zuges Moskau – Paris, irgendwo auf freiem Felde. Der Zug passiert pünktlich ihren Streckenabschnitt – wenig später ist für die beiden nichts mehr so, wie es immer war: Vor ihnen liegt neben dem Gleis ein Koffer mit sehr viel Geld. Dettmann, der „Kindskopf“, sieht das andere Leben zum Greifen nahe: ewige Sonne, blaues Meer, weißer Palmenstrand und Luxus pur. Aber Lansky, ehemaliger Boxer, dem die ganz große Karriere aus Mangel an Skrupellosigkeit versagt blieb, traut sich wieder nicht, den entscheidenden Schlag zu landen – und damit wird, was wie ein Märchen begann, zum Albtraum, der zwei scheinbare Glückspilze zu unerbittlich Gejagten macht: Harmlose Amateure sind eiskalten Profis in die Quere geraten. (Text: einsfestival)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 10.04.1994
  • Kiwi und Ratte
    Folge 161

    Auf dem Bahngleis liegt die verstümmelte Leiche eines jungen Mannes. Groth und Hinrichs übernehmen die Ermittlungen. Alles deutet auf den Selbstmord eines Drogensüchtigen hin. Allerdings kommen bei Groth und Hinrichs bald Zweifel auf, nachdem sie im Zuge der Ermittlungen eine Gruppe von Jugendlichen kennen gelernt haben, zu der der Tote Karsten Winter, genannt „Kiwi“, gehört hat. Es handelt sich dabei um eine Drückerkolonne, die im neuen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern die schnelle Mark machen will. Hinrichs verrennt sich bei seinen Ermittlungen. Der Fall wird ihm und Groth entzogen. Beide müssen sich jetzt um einen Bagatellfall, Kaninchendiebstahl, kümmern. Groth allerdings ist hartnäckig und arbeitet weiter am Fall „Kiwi“. Weitere Ermittlungen aus dem kriminaltechnischen Labor deuten schließlich auf Mord hin. Für Groth Grund genug, sich jetzt ganz besonders auf Kiwis Freund, genannt „Ratte“, zu konzentrieren. Kühnert, der Boss der Drückerkolonne, versucht, „Ratte“ zu isolieren. Jetzt gilt es für Groth und Hinrichs, das Schlimmste zu verhindern. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 07.08.1994
  • Gespenster
    Folge 162

    Leidenschaftlich, engagiert, aber manchmal etwas unbeherrscht, so könnte man Antonia Reiser beschreiben. Sie tritt gerade ihre neue Stelle als Polizeipsychologin in Nürnberg an. Vorerst hat sie jedoch noch heftige Schwierigkeiten, sich mit ihrem neuen Arbeitgeber, der Polizei, zu identifizieren. Da ihr der Beamtenapparat und die Hierarchie ein einziger Gräuel sind, sind die Konflikte mit ihrem Chef vorprogrammiert. Der Polizeipräsident, ein gutmütiger Mensch, aber eben vom alten, konservativen Schlag, hat seine liebe Not, mit seiner neuen Mitarbeiterin fertig zu werden. Gegen Antonias Energie und ihr ungestümes, manchmal auch unvernünftiges Vorpreschen zieht er oft den Kürzeren. Schon Antonias erster Einsatz wird für beide zur nervenaufreibenden Zerreißprobe. Dr. Schwager, ein pensionierter Richter aus der ehemaligen DDR, der sich auf einem Bauernhof im Westen zur Ruhe gesetzt hat, verlangt lautstark nach Bewachung. Da sich jedoch keine Beweise für eine tatsächliche Bedrohung gefunden haben, wird die neue Polizeipsychologin mit dem Fall betraut. Antonia kann den rechthaberischen Richter auf den ersten Blick nicht ausstehen. Zudem hat sie auch noch jede Menge privaten Ärger. Sie gerät unter extremen Druck, als Dr. Schwager schwer verunglückt. Sie begreift, dass es hier nicht um einen harmlosen Rentner mit Verfolgungswahn geht. Es gibt viele, die einen guten Grund haben, Dr. Schwager den Tod zu wünschen. Aber es gibt auch einflussreiche Kräfte, die nach wie vor schützend die Hand über den Ex-Richter halten. Noch ahnt Antonia nicht, wer im Hintergrund die Fäden zieht und welche politische Brisanz der Fall tatsächlich hat. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 11.09.1994
  • Samstags, wenn Krieg ist
    Folge 163

    Werktags arbeitet Siggi Schmidtmüller in einer Konditorei in der Kleinstadt Ichtenheim und ist der nette Junge von nebenan. Samstags zieht er seine Springerstiefel an und geht mit einer Bande Skinheads um den hartgesottenen Anführer Wolf auf Sauf- und Randaliertour. Siggi hat einen behinderten Bru der, Yogi, den er zwar gern hat, durch den er sich jedoch gleichzeitg eingeschränkt fühlt. Er muss öfter auf ihn aufpassen und seine Skin-Freunde ziehen sowieso über den „Bekloppten“ her. Sigi versucht, dieses Handicap wettzuma chen, und strengt sich bei seiner Clique besonders an. So ist er auch bei der nächtlichen Schändung und Zerstörung eines jüdischen Friedhofs ganz vorn dabei. Als Sigi nach einem anschließenden Kneipenbesuch nach Hause kommt, ist sein Bruder, auf den er eigentlich während der Abwesenheit seiner Eltern hätte aufpassen müssen, fort. Er sucht und findet ihn in einem Waldstück in der Nähe einer abgelegenen Pizzeria. Yogi ist völlig verstört, kann seinem Bruder aber nicht verständlich machen, warum. Yogi ist Zeuge eines Mordes geworden. Wolf, Anführer der Skinheads hat im Zorn seine Freundin Renate umgebracht, die sich wegen des Pizzeriabesitzers Gino von ihm trennen wollte. Wolf weiß, dass er von Yogi gesehen wurde, nimmt das wegen Yogis Zustand aber zunächst nicht sehr ernst. Er versucht, den Verdacht auf Gino zu lenken, was ihm auch gelingt. Da Renate zuletzt mit dem Italiener gesehen wurde und er für die Tatzeit kein Alibi hat, nimmt Hauptkommissarin Vera Bilewski Gino fest. Vera glaubt jedoch nicht lange an Ginos Schuld … (Text: SWR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 18.09.1994
  • Lauf, Anna, lauf!
    Folge 164

    Wien. Der arbeitslose Clown Kocz und sein Freund Kübler finden in einem gestohlenen Pkw 40 Kilo Heroin. Sie wollen den Stoff verkaufen. Doch das ist nicht so einfach. Bald sehen sie sich von Polizei und Ganoven verfolgt. (Text: Hörzu 42/1994, S. 50)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 23.10.1994
  • Keine Liebe, kein Leben
    Folge 165

    Bei einer Studentenfete in der DDR wird Marlene, eine junge attraktive Frau, ermordet. Zu ihren zahlreichen Verehrern zählten auch die beiden Freunde Pelitz und Dörner. Die Freunde, zugleich Konkurrenten im Studium, bemühten sich beide um Marlene. Aufgrund von Indizien wird Pelitz als Mörder verurteilt. 1994 wird er entlassen – in eine Welt, die er bisher nur aus Zeitungen und Medien erleben konnte. Für den Mann aus dem Knast ist Dörner der einzige Anlaufpunkt, und es scheint, als hätte der alte Freund ihn erwartet. Hilfsbereit unterstützt er Pelitz, damit dieser Fuß fassen kann. Pelitz’ einziges Ziel jedoch besteht darin, seine Unschuld zu beweisen und den Mörder von Marlene zu finden. Da gesteht ihm Dörner eines Tages, dass er Marlene aus Eifersucht getötet hat, und beginnt ein teuflisches Spiel mit dem zu Unrecht verurteilten. Als sich bei Pelitz schließlich ein Zeuge des Verbrechens an Marlene meldet, schreckt Dörner auch vor einem zweiten Mord nicht zurück. (Text: 3sat)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 06.11.1994
  • Opfergang
    Folge 166

    Kommissar Jürgen Kochan versucht zu vergessen. Vor drei Jahren hatte er einen Mann in Notwehr erschossen, seitdem läuft sein Leben aus der Bahn. Er trinkt. Seine Familie, die ihm in die Provinz gefolgt war, droht daran zu zerbrechen. Am meisten leidet sein Sohn Martin unter dem Versagen des Vaters. Eine Serie von Kircheneinbrüchen hält die Brandenburger Polizei in Atem, die Täter hinterlassen keine Spuren. Kochans Ermittlungen bleiben erfolglos. Kommissarin Tanja Voigt übernimmt seinen Fall. Sie findet in Kochan nicht nur einen ehemaligen Kollegen wieder, sondern eine alte Liebe. Durch einen Zufall bemerkt der Sohn des Kommissars, dass er sich im Kreis der Täter bewegt. Witte, der Anführer der Gang, gehört zu seiner Lehrlingsgruppe; Yvonne, Martins stille Liebe, ist die Gangsterbraut. Es gelingt Martin, das Vertrauen der Gang zu gewinnen. Sein Plan, die Drahtzieher der Kirchendiebstähle zu überführen, wird dem Vater kein Glück bringen. Während des nächsten Einbruchs wird ein Zeuge überfahren: Am Steuer – Martin. (Text: MDR)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 20.11.1994