Deutsche Erstausstrahlung: 28.08.1966 DFF

    Der junge Fähnrich Manred von Brauchitsch freundet sich während der Kriegsausbildung mit Klaus von Stauffenberg an. Als von Brauchitsch mit einem Offizier aneinandergerät und später einen schweren Motorradunfall hat, beschliesst er, den Dienst zu quittieren und Rennfahrer zu werden. Trotz Widerspruch in seiner Familie setzt er seinen Traum in die Wirklichkeit um.

    Der Nationalsozialismus hält Einzug und von Brauchitsch jubelt mit. Hitler lässt neue Rennstrecken bauen und von Brauchitsch bekommt einen Vertrag. Nach einigen Niederlagen bekommt er den neuen Silberpfeil und gewinnt. Er bekommt Zugang zu den höchsten Kreisen des Dritten Reiches. Doch durch eine Prügelei mit Baldur von Schierach ist Brauchitsch zunächst überall unmöglich gemacht.

    Von Brauchitsch ist ewiger Zweiter und wird in der Presse als Pechvogel tituliert. Den grossen Preis von England jedoch gewinnt er.

    Es ist Krieg und die Rennen vorbei. Um nicht an die Front zu müssen lebt er nun in der Schweiz. Auf Drängen seiner Mutter jedoch kehrt er nach Deutschland zurück und beginnt in der Entwicklung für Panzer zu arbeiten.

    1944: Sabotage an den Panzern. Immer wieder brechen Zahnradkränze. Bei einer Untersuchung trifft Manfred auf seinen einstigen Widersacher Herrn von Siegel, jetzt Oberstleutnant, aber auch auf seinen ehemaligen Freund, den Oberst Klaus von Stauffenberg.

    Nach einem Bombenangriff lernt Manfred seine zukünftige Frau Gisela kennen. Die letzten Kriegstage erlebt Manfred in Berlin. Manfred trifft in Starnberg auf Hans Levy, der mittlerweile James Levan heißt und als Presseoffizier der US-Armee angehört. Manfred bittet seinen ehemaligen Freund ihm dabei zu helfen ein Motorradrennen zu organisieren. Manfred von Brauchitsch will nach und nach den Automobilsport in Deutschland wieder aufbauen.

    Doch Manfred von Brauchitsch fühlt sich nicht wohl dabei, weil viele der ehemaligen Nazi-Größen wieder in Amt und Würden sind und ihre Existenzen gesichert sehen. Von Brauchitsch überlegt, Deutschland zu verlassen. (Text: DJmama59)

    Ohne Kampf kein Sieg auf DVD

    Ohne Kampf kein Sieg – Community

    Kurt Wellenstein (geb. 1970) am 02.10.2010: Ja, habe ich auch schon gesehen und geordert. Binmal gespannt.
    Tserclaes (geb. 1969) am 11.08.2010: Die Serie erscheint im DDR TV-Archiv beim Studio Hamburg in der Reihe GROSSE GESCHICHTEN als Nr. 39 am 22. Oktober, bei ardvideo ist schon das Cover zu sehen.
    Achim (geb. 1951) am 28.07.2010: Ich erinnere mich noch gut an das große Interesse, das Buch und gleichnamiger Fernsehfilm bei der Erstausstrahlung fanden. Es gab im Anschluß auch ein Zuschauerforum mit Manfred von Brauchitsch, bei dem die Telefone über die gesamte Sendezeit nicht stillstanden. Die hier zu lesende Beschreibung enthält allerdings einige Fehler: Zu Teil 3 und Teil 4 wird ein- und dasselbe geschrieben. Der von Rudolf Ulrich dargestellte Mechaniker Theo Hempel war kein Kommunist, sondern Mitglied des Reichsbanners, also einer Organisation der SPD, der Mitglied der auch nach dem Kriege wieder wurde. Daß der Teil 5 ebenso unterschlagen wurde wie bei "Gewissen in Aufruhr" und "Rottenknechte" (hier gleich Teile 4 und 5) spricht nicht gerade für den MDR. Ich habe an Foren mit Zeitzeugen der Ära 1949 bis 1968, so Emil Carlebach und Jupp Angenforth, teilgenommen. Da ergibt sich ein Bild, das so gar nicht dem offiziellen entspricht und das so mancher, wie hier zu lesen war, leider nicht wahrhaben will. "Front ohne Gnade" entstand übrigens lange nach "Ohne Kampf kein Sieg". Auch wem solche Filme nicht passen - eine ernsthafte Auseinandersetzung kann niemals im Abqualifizieren bestehen.
    Alexander Becker (geb. 1978) am 11.01.2007: 1932 hat Manfred von Brauchitsch selbst in dem Rennfahrerfilm "Kampf"/"Rivalen der Kurve" mitgespielt, während er auch bei der DEFA(?)-Produktion "Rivalen am Steuer" (1957) beteiligt war. Diese beiden Filme suche ich als Rennsportfilm-Sammler schon seit langem vergeblich. Kann irgendjemand helfen? Besten Dank im voraus! Alex
    Jürgem Bodt (geb. 1948) am 17.01.2006: Durch Zufall hatte ich Gelegenheit auch den 5. Teil zu sehen und ich muß sagen, daß ich erschüttert bin, wie wenig selbständige Entscheidung man dem heutigen mündigen Bürger zutraut. Auch wenn die Handlung nach dem Stil der damaligen Geschichtsschreibung angepaßt war fand ich die Fakten dennoch sehr aufschlußreich. Es gab eben auch in der damaligen BRD viele dunkle Punkte, die sie heute nicht mehr wahrhaben will, die aber ohne jeden Zweifel stattgefunden haben! Es ist auf jeden Fall sehr nützlich und es war für mich auch spannend den abschließenden Teil zu sehen. Wie Thomas weiter oben am 15.8, schon schrieb, wurde ja mit dem 4 und 5. Teil aus genau den gleichen Gründen genauso verfahren. Und die für mich ausgezeichnete Serie Ich Axel Cäsar Springer traut man sich komplett nicht zu wiederholen!

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    5 tlg. DDR-Historiendrama nach dem gleichnamigen Buch von Manfred von Brauchitsch.

    Der unbekannte Nachwuchsfahrer Manfred von Brauchitsch (Jürgen Frohriep) gewinnt im Mercedes 1932 ein Rennen auf der Berliner Avus. Er interessiert sich nicht für die militärischen Traditionen in seiner Familie und die politische Entwicklung und wählt 1933 die Nationalsozialisten. Später entdeckt der inzwischen berühmte Rennfahrer sein Interesse für Politik und rettet seinem kommunistischen Freund Theo Hempel (Rudolf Ullrich) das Leben. Nach dem Krieg baut er den deutschen Automobilsport wieder auf, verzweifelt aber daran, dass im Westen die alten Seilschaften wieder an der Macht sind. Schließlich wandert er mit seiner Frau Gisela (Dietlinde Greiff) in die DDR aus, sie wählt jedoch den Freitod.

    Die Biografie ergänzt die Spielszenen durch dokumentarische Aufnahmen, verklärt das Leben Brauchitschs aber konsequent bis zu seiner Entscheidung für ein Leben in der friedliebenden DDR. Jede Folge dauerte 70 Minuten.

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