Nonstop Nonsens

    Nonstop Nonsens

    D 1975–1980
    Deutsche Erstausstrahlung: 29.03.1975 ARD

    Zwischen 1975 und 1980 wurde Dieter Hallervorden in seiner Sendung „Nonstop Nonsens“ als vertrottelter Didi Meisenkaiser zur Kultfigur. Die Spielhandlung ist durch kurze Sketche und den legendären „gespielten Witz“, der nach dem Abspann folgt, unterbrochen. (Text: 3sat)

    Nonstop Nonsens auf DVD

    Nonstop Nonsens – Community

    PietS (geb. 1958) am 07.03.2014: In dieser Serie fand ich häufig die Frau von Didi noch bessser , als Didi selber . Und das will schon viel heißen ! Heut zutage fällt mir fast nur die Stratmann ein , die diese Klasse hat. Früher war es noch die Gisela Schlüter . Diese Schnatterstimmen sind Gold wert . Das ganze klint manchmal kauderwaliesisch oder konfuzianisch in weiblicher Form . Manchmal eine Homage an die großen Philosophen , das Ganze ! Da hat Didi recht . Es ist damals eine große Chance vertan worden ,--- Nonstop Nonsens hätte zumindest in englischer Sprache weiter gedreht werden sollen
    Anton (geb. 1971) am 05.12.2013: Aaaaalso: 1. ein ausgewachsener Skandal, dass dieser Didi-Sketch im WWW-Universum fehlt!!! 2. Die Melodie: Theme of Dr. Schiwago. Didi 4 ever
    Michael K. (geb. 1975) am 01.08.2013: Ja Leute die Nonstop Nonsens war als Kind meine Lieblingscomedy neben der Benny Hill Show & eben Otto. Und klar sollte man sich die neue DVD Box kaufen, ich habe sie mir gerade für nur noch 22,97 Euro bestellt und freu mich wie als wäre ich noch der kleine Bub von damals darauf. Ein Kumpel sagte mir die neue Box sei besser und auch digital überarbeitet worden ( besseres Bild & Ton ) dazu noch eine Audio CD, was möchte der Fan mehr ? Sowas läuft leider nicht mehr im TV ...das alte war eben doch das Beste ...Didi ist eh Kult und diese Show ein Hammer ... da können die heutigen Möchtegern Komiker einpacken ! Didi & auch Otto waren klar besser
    Didipage (geb. 1972) am 30.03.2011: Hallo, Der vollständige Text des Liedes, das Ihr suchtet, lautet: 1.) Ich merkte schon in frühster Jugend: Durch Mitleid kannst du Kohle machen. Rutschst du mal aus, zeig´ der Verwandtschaft durch Weinen, wie die Knochen krachen! Tut so ´ne Beule auch nicht weh, schrei´ wie am Spieß! Das ist der Dreh! Und wirst du älter, merk´ es dir: Wenn´s gut geht, kriegst du Geld dafür. Täusch´ Selbstmord vor aus Liebeskummer! Pass´ auf, dass man schnell Hilfe holt, sonst hast du leider Pech gehabt – zu spät ist´s, wenn der Rubel rollt! Refr.: Denn ich bring´ mich für mein Leben gerne um mit kleinen faulen Tricks vor Publikum. Ich mag´s, wenn euch die Schauer jagen und euch Gewissensbisse plagen, denn ich bring´ mich wirklich allzu gerne um. 2.) Mit diesem Trick das Geld der andern im Handumdrehen zu verschlingen, beschloss ich fortan mit System mich für mein Wohl selbst umzubringen. Ich war schon bald recht routiniert, die Selbstmordwaffen präpariert. So schnitt ich mir die Adern auf im Freibad – ja, da stand ich drauf. Natürlich sah´s der Bademeister, der Hilfe bringt. Am Beckenrand die Leute starrten angstverzerrt, was ich natürlich komisch fand. Refr.: Denn ich bring´ mich für mein Leben gerne um... 3.) Dann warf ich mich vor einen Wagen im allerdicksten Stadtverkehr und brüllte laut, damit man´s hört: „Ich bring´ mich um! Ich will nicht mehr!“ Es war die Feuerwehr der Stadt, die mich auch prompt gerettet hat. Bin Stammgast im Kreiskrankenhaus. Die Ärzte, na, die flippen aus! Ich fahr´ im Rollstuhl Treppen ´runter, rauch´, wie ein Schlot und schluck Strich-Null. So halt´ ich´s Krankenhaus in Trab, die pflegen mich schon wieder hin. 4.) Nun lieg´ ich hier auf den Geleisen und wart´ auf D-Zug W X 10. Die Zeit ist gut, man will verreisen, und viele Leute komm´n und geh´n. Ich schätze, gleich wird man mich seh´n und für mich Hilfe holen geh´n, man stoppt die Züge für mein Leben, weil die Menschen staunen sowieso, alle Gesichter werden erfrieren bei meiner Riesenselbstmordshow. Dieser Effekt gereicht zur Ehre mir in meiner Selbstmordkarriere. [Sprechtext]: Nanu, der Zug ist schon im Anrollen und es kann ja nicht mehr lange dauern, bis er hier ist, aber dummerweise sieht mich hier keiner liegen. Dieser Pöbel verpatzt mir meine ganze Show! Na, gut, gut, gut, ich werde mir einen anderen Bahnhof für meinen großen Auftritt suchen müssen – muss ich halt aufstehen und mich aus dem Staub machen. Mist! O, verdammte Falle! Vom blöden Liegen sind mir die Füße eingeschlafen! Ich kann mich nicht mehr richtig bewegen! O Gott, ich kann nicht mehr aufstehen! Der Zug kommt ja immer näher! Der Zug! Der Zug! Der Zug!!! [Wieder singend als Engel hinter der Wolke]: Ich bring´ für mein Leben gerne um. Vgl. auch Apostelgeschichte 16, 27-34 Vielleicht bringe ich das Video mit dem Lied demnächst bei youtube.
    ivana 65 (geb. 1965) am 17.11.2010: ich habe damals (1979-84) viele titelmelodien von tv-sendungen auf cassette aufgenommen, auch von nonstop nonsens. irgendwann zwischen sept.und nov. 1980 wurden etwa 5-10 folgen wiederholt. das weiss ich deshalb so genau, weil ich die cassetten chronologisch (zeitlich der reihe nach) aufgenommen habe. vielleicht weiss jemand noch die genauen sendetermine zw. sept. u. nov. 1980.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Erfolgreiche Slapstick-Comedy-Show von und mit Dieter Hallervorden, Regie: Heinz Liesendahl.

    Jede Folge hatte eine Rahmenhandlung mit Hallervorden in der Hauptrolle, der Tücken des Alltags überwinden muss (Rendezvous, Hochzeit, Urlaub, Umzug, Preisausschreiben) oder verschiedene Jobs durchprobiert (Torwart, Taxifahrer, Polizist, Kellner). Hallervordens Spielpartner waren vor allem Kurt Schmidtchen, Rotraud Schindler und Gerhard Wollner. Die Rahmenhandlung wurde meist in vier Teile zerstückelt und von abgeschlossenen Sketchen unterbrochen, die im Wesentlichen daraus bestanden, dass Hallervorden mit Hut, schriller Stimme, schrägen Grimassen und absurden Anliegen Kurt Schmidtchen in den Wahnsinn trieb, sei es als Opernzuschauer, der nicht den blassesten Schimmer vom Geschehen hat, oder als Kunde einer Zoohandlung, der unbedingt ein Zirpelschwein kaufen will. Am Anfang und Ende moderierte Hallervorden in einem Studio vor Live-Publikum. Immer am Ende der Sendung, nach dem Abspann, führten die Darsteller den „gespielten Witz“ vor. Interessant war die Kameraeinstellung bei der Ansage des Witzes: Während der Abspann über den Bildschirm lief, stand Hallervorden mit dem Rücken zu Kamera, die die Reaktionen des Publikums einfing.

    Berühmt wurde der Witz mit der Flasche Pommes Frites aus Folge 3 („Palim, palim!“). Weitere Klassiker wurden u. a. der Sketch mit Didi auf einer belebten Kreuzung, der den gesamten Verkehr aufhält, weil er alle Autofahrer befragt, wie doch gleich die Titelmelodie aus „Doktor Schiwago“ ging („Schneuf-schneuf-di-schneuf … “), sowie der Sketch mit Didi als Butler, der seinem Herrn mitteilt, die Kuh Elsa sei gestorben, und erst allmählich und beiläufig damit rausrückt, dass dies die Folge eines Scheunenbrands war, ausgelöst durch den Funkenflug des abgebrannten Landsitzes, der durch den Sturz seines Sohnes entfacht wurde, der sich dabei beide Arme brach und den Kerzenleuchter fallen ließ, nur weil er es ein wenig nett machen wollte zur Beerdigung der Ehefrau.

    1975 und 1976 lief jeweils nur eine Folge. Die Hauptfigur der Rahmenhandlung hieß damals noch Herr Slap (angelehnt an Slapstick). Als regelmäßige Serie startete Nonstop Nonsens erst 1977, und jetzt wurde Hallervorden zu Didi. Drei Staffeln mit je sechs Folgen liefen monatlich jeweils dienstags zur Primetime. Jede Folge dauerte 45 Minuten, was mutig war, da die Frequenz von Hallervordens Didi-Stimme schon nach zehn Minuten Kopfschmerzen verursachte.

    Im Februar 1980 folgte eine Spezialausgabe mit dem Titel „Nonsens nach Noten“, die Didis beste Lieder beinhaltete, durch eigens produzierte Stummfilmszenen unterstützt, darunter „Larry Stiletti vom Syndikat“, „Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen“ und „Freibier (Gratis saufen kostet nix)“. Im April 1980 gab es noch ein weiteres Best-of. Über die Jahrzehnte folgten mehrere Reinkarnationen desselben Materials. 1993 schnitt die ARD aus der alten Serie 20 halbstündige Folgen zusammen, vier Zusammenschnitte wurden als Mixed Pickles gesendet. Zwei Jahre später wurde wiederum neu gemischt und das bisherige Material auf 24 Folgen verteilt, die jetzt noch einmal fünf Minuten kürzer waren und im Vorabendprogramm gezeigt wurden.

    Auch interessant …