Bild: Intuitive Pictures/Kinosmith
    Monsun – Bild: Intuitive Pictures/Kinosmith

    Monsun

    CDN/F 2014 (Monsoon)
    Deutsche Erstausstrahlung: 26.09.2015 arte

    Jedes Jahr im Sommer geht in Indien der Monsun-Regen nieder. Für manche ist er das größte Naturschauspiel überhaupt, für andere ein Symbol des Lebens und der Seele Indiens. Der Filmemacher Sturla Gunnarsson ist dem Monsun-Regen von den Ufern des Indischen Ozeans bis zu den Ausläufern des Himalayas nachgereist. Jedes Jahr gegen Ende Mai wechseln die Winde die Richtung. Sie wehen dann landeinwärts und bringen feuchte Luftmassen vom Indischen Ozean mit, die über dem Festland in heftigen Niederschlägen abregnen. Der Beginn des Monsun-Regens markiert das Ende der Trockenperiode. Mit spürbarer Aufregung bangen ihm die Menschen entgegen. In Indien fallen rund 75 Prozent der jährlichen Niederschläge von Juni bis September, Millionen Menschen beziehen ihr Süßwasser noch immer hauptsächlich aus dem Monsun-Regen. Schon beim ersten Gewittergrollen am Horizont sind jedes Jahr die gleichen Befürchtungen zu hören: Ist der Regen zu stark, werden Häuser und Menschen mitgerissen und Ernten zerstört; regnet es zu wenig, bekommen die Felder nicht genug Wasser, so dass die Erträge schrumpfen und die Preise in die Höhe schnellen. Seit Jahrtausenden lässt der Monsun-Regen die Menschen in ganz Indien hoffen oder verzweifeln. Er ist ein wichtiger Schlüssel, um zu verstehen, was alle Menschen auf dem Subkontinent eint, trotz religiöser, kultureller, sozialer und geografischer Unterschiedlichkeiten. (Text: arte)

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