Mehr Schein als Sein

    Mehr Schein als Sein

    Unsere bucklige Verwandtschaft

    GB 1990–1995 (Keeping Up Appearances)
    Deutsche Erstausstrahlung: 14.06.1996 ZDF

    Hyacinths hochfliegende Ambitionen als immer zu hoch hinauswollende Möchtegern-Adlige scheitern permanent an ihrer stets im falschen Moment auftauchenden Proll-Familie: Der schlampigen aber lieben Daisy, dem gleichgültig-schmuddligen, doch sympathischen Onslow und der nymphomanen Rose. Nebenbei spielt sie sowohl Ihrem engelsgeduldigen Mann als auch den stets unter ihren „Gesangskünsten“ und Kaffeeinladungen sowie dauernden Lobeshymnen über ihren (nie zu sehenden) Sohn Sheridan leidenden Nachbarn und den Gästen ihrer berüchtigten Candlelight-Suppers arg mit. Doch verteidigt Hyacinth unbeirrt ihren vermeintlichen „höheren Stand“ und ist köstlich möchtegern-snobistisch.

    Wer originelle, auf hohem Niveau alberne, irre unterhaltsame Comedy und Lachanfälle hervorrufende Slapstickszenen genießen will, ist hier unbedingt richtig – kurz: Ein Genuss für alle Liebhaber skurillen britischen Humors.

    Die Serie war außer in Deutschland (Absetzung nach der 5. Folge) ein Welterfolg. (Text: Martin)

    Mehr Schein als Sein auf DVD

    Mehr Schein als Sein – Community

    geraldo (geb. 1965) am 04.05.2007: ich weiss nicht, sind alle um diese zeit schon im bett, oder hat niemand dvdrekorder oder zumindest video? es ist eine nette serie, zwar immer das gleiche, aber zwischen dem alltäglichen die kleinen sequenzen sehr lustig, scheinbar werden eh alle 44 folgen gezeigt.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    6 tlg. brit. Comedyserie von Roy Clarke, Regie: Harold Snoad („Keeping Up Appearances“; 1990–1995).

    Hyacinth Bucket (Patricia Routledge) weiß, was sich gehört, wenn man was Besseres ist. Die Erscheinung, das Auftreten, das Haus, alles muss perfekt sein, und bei ihrem schrecklichen Nachnamen legt sie Wert darauf, dass man ihn „Bouquet“ ausspricht. Man will sich ja von den gewöhnlichen Leuten absetzen. Leider hat sie davon in ihrer Verwandschaft ein paar besonders peinliche Exemplare: ihre Schwestern, die männermordende Rose (Shirley Stelfox) und die hoffnungslos romantische, aber schlampige Daisy (Judy Cornwell) sowie deren Mann Onslow (Geoffrey Hughes), der seine Tage im verschwitzten Unterhemd mit Bierdose vor dem Fernseher verbringt.

    Die drei tauchen todsicher immer dann bei Hyacinth auf, wenn sie gerade sorgfältig ein Candlelight-Dinner für den Pastor organisiert hat oder mit großem Einsatz versucht, die Nachbarn zu beeindrucken. Hyacinths Ehemann Richard (Clive Swift) erträgt die ewigen Vorwürfe seiner Frau augenrollend, die unsichere Nachbarin Liz (Josephine Tewson) wird von dem snobistischen Drachen terrorisiert, bis sie nur noch ein Nervenbündel ist.

    In Großbritannien war die Serie, obwohl sie immer nur die gleichen Situationen variiert und Running Gags zitiert (in jeder Folge verschüttet Nachbarin Liz vor Aufregung Hyacinths Kaffee), ein langjähriger Erfolg: 40 Folgen und mehrere Specials wurden produziert. Auch in den USA kam die Frau gut an, die auch noch dem amerikanischen Klischee vom Engländer entsprach. In Deutschland verlor sich der Witz naturgemäß mit der Übersetzung.

    Das ZDF zeigte die halbstündigen Folgen am späten Freitagabend.