Löwengrube

    Löwengrube

    D/A 1989–1992
    Deutsche Erstausstrahlung: 14.11.1989 Das Erste

    Die Jahre 1897 bis 1954. Jahre voll Hoffnung, zerstörten Träumen, Kriegen und neuer Hoffnung. Die dramatische erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Drei Generationen einer Münchner Familie durchleben, -lieben und – leiden sie. Die Familiegeschichte bindet die Menschen in die politischen Geschehnisse unserer jüngeren Geschichte ein. Besser kann Vergangenes nicht dargestellt und lebendiger nicht nahegebracht werden. (Text: BR & DJ-D)

    Löwengrube auf DVD

    Löwengrube – Community

    Andrea (geb. 1984) am 29.07.2015: Habe die Serie auf DVD erhalten und schaue sie mir immer wieder gerne an. Schade, dass sie zurzeit nicht im TV ausgestrahlt wird.
    Frels am 09.01.2013: Hallo Eddie, Tom, Daniela und all’ die anderen… Es scheint ja nun endlich, nach fast einem Jahr, weiter zu gehen - oder doch von vorne - ich meine: von GANZ vorne neu zu beginnen!! Kann man es wirklich glauben das die Leute beim BF vielleicht was gemerkt haben ;-) Tschuldigung, aber ich bleibe mal, bis wir genaueres wissen, skeptisch, denn jeder von uns Fans ist in den letzten Jahren nicht gerade vom BF verwöhnt worden! Also hoffen wir… bis dahin LG mecki
    Eddie am 01.04.2012: Ursprünglich war "Heimkehr" als erste Folge geplant. Die ersten 4 Folgen wurden später (aber vor der Erstausstrahlung) gedreht. Warum die ersten Folgen diesmal wegglassen werden ist dennoch merkwürdig. Ist es wirklich so, dass nur 10 Folgen ausgestrahlt werden? Wenn sollte man sich wirklich beschweren
    Tom (geb. 1981) am 16.03.2012: würde mich auch interessieren !!!?!?
    Daniela (geb. 1980) am 16.03.2012: Es ist nicht nur so das nur die ersten 4 Folgen fehlen, es kommen im Ganzen nur 10 Folgen. Es fängt mit der "Heimkehr" an und endet mit der "Bartholomäusnacht". War schon ne Enttäuschung wo ich das gesehen habe. Da bringen die nach über 6 Jahren mal wieder die Serie und dann sowas. Wozu bringen die dann überhaupt die Serie???? Kann man nur hoffen das die irgendwann zur Vernunft kommen, aber ich glaub da kann man lange warten. Gruß Daniela

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    32-tlg. dt. Familiensaga von Willy Purucker, Regie: Rainer Wolffhardt.

    Die Geschichte der Kleinbürger-Familie Grandauer von 1897–1954. Der Dorfpolizist Ludwig Grandauer (Jörg Hube) zieht mit seiner Frau Agnes (Sandra White) in den Münchner Stadtteil Haidhausen. Die beiden haben drei Kinder: Karl (ebenfalls Jörg Hube), Luise (Sandra White) und Adolf, genannt Adi (Alexander Duda). Agnes stirbt an Tuberkolose. 1914 bezieht Ludwig sein Büro in der neuen Polizeidirektion, die – wegen der zwei steinernen Löwen vor dem Haus – „Löwengrube“ genannt wird. Karl zieht in den Ersten Weltkrieg, wo sein Kumpel Biwi Lichtl (Peter Weiß), der Freund von Luise, schon am ersten Tag umkommt. Ludwig stirbt, Luise heiratet den Bäckermeister Max Kreitmeier (Werner Rom), in dessen Haus zunächst auch Karl und Adolf unterkommen. Karl findet dank der Vermittlung von Rudolf Grüner (Gerd Fitz), dem früheren Chef seines Vaters, einen Job bei der Polizei, wo die Delikte nun zunehmend politisch gefärbt sind und Ermittlungen schon mal von oben gestoppt werden. Er verliebt sich in Traudl (Christine Neubauer). Sie ist die Tochter von Adelgunde Soleder (Franziska Stömmer), einer herzensguten, aber schrecklich naiven Frau, und ihrem Mann (Walter Fitz). Sie heiraten und bekommen zwei Söhne: Rudi (als Kind: Florian Büse-Böhm, später: Timothy Peach) und Maxi (als Kind: Florian Reinheimer, als junger Mann: Thomas Darchinger).

    Traudl hat einen Bruder Kurt (Michael Lerchenberg), der als Radiomoderator gegen den Aufstieg der Nazis stichelt und später die Jüdin Sara Kampensi (Gisela Freudenberg) heiratet. Nach der Machtergreifung der Nazis bekommt Kurt Ärger mit seinem Kollegen Hampel (Stefan Reck) und wird eingesperrt, Sara wird mit ihrem Kind Gerti (Stefanie Boos) durch den NS-Blockwart Uhl (Peter Pius Irl) aus der Wohnung vertrieben. Karl macht Karriere. Seine Schwester Luise stirbt an den Folgen eines Beinbruchs. Max führt den Betrieb mit Hilfe von Kathi Lipp (Mona Freiberg) und Kurt, der nun als sein Geselle arbeiten muss, weiter. Grandauers Kollege Schäfer (Tilo Prückner) wird aus politischen Gründen zur Verkehrspolizei versetzt. Deinlein (Gerd Anthoff) ist sein neuer Vorgesetzter bei der Polizei. Adi ist strammer Nazi, Rudi macht Karriere in der Hitlerjugend. Max und Kathi heiraten. Anfang 1945 liegt München in Trümmern, auch die Wohnung der Grandauers ist zerstört. Sie finden Unterschlupf bei Max, wo auch Adis Sohn Hermann (Florian Boos) lebt, dessen Mutter und Geschwister bei einem Luftangriff ums Leben gekommen sind. Nach Kriegsende stirbt Grüner. Rudi wurde als Deserteur hingerichtet, Maxi aber kommt Ende 1945 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Er heiratet seine Jugendliebe Hildegard (Patrizia Schwöbel). 1948 kehrt Adi aus russischer Gefangenschaft zurück, 1951 taucht auch der totgeglaubte Rudi wieder auf. 1954 wird Karl pensioniert.

    Die Serie beruht auf einer beliebten 28-teiligen Hörspielserie „Die Grandauers und ihre Zeit“, die Autor Purucker für den BR geschrieben hatte. Sie schildert authentisch und lebensnah anhand des Alltags der durchschnittlichen Familie Grandauer, wie sich die große Weltpolitik auf ihr Leben auswirkte: Die politischen Entwicklungen prägten private Beziehungen und natürlich die Polizeiarbeit, wurden andererseits aber auch einfach ignoriert oder verharmlost. Die Löwengrube zeigt die vielen Kompromisse, die auch die eigentlich aufrechten Menschen aus Bequemlichkeit oder Gedankenlosigkeit machten, und die Tatsache, dass ihnen private Sorgen oft einfach näher waren als die Besorgnis erregenden Enwicklungen in ihrer Umgebung: Wenn Karl Grandauer Zahnschmerzen plagten, kümmerte ihn das einfach mehr, als dass der kommunistische Bäckergeselle plötzlich verhaftet oder Hitler Reichskanzler wurde.

    Die Löwengrube lief zunächst im regionalen Vorabendprogramm in Bayern und erst allmählich in einigen anderen Sendern. Bundesweit war die Serie erstmals 1997 zu sehen, als die ARD sie montags um 21.40 Uhr wiederholte. Sie ist auch auf acht VHS-Kassetten erschienen. Die Serie erhielt 1992 den Adolf-Grimme-Preis mit Gold.

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