Liebe Sünde

    Liebe Sünde

    D 1993–2000
    Deutsche Erstausstrahlung: 28.01.1993 VOX

    Es gilt als die „Mutter“ aller niveauvollen Erotiksendungen im deutschen Fernsehen: das Magazin „Liebe Sünde“. Mehr als sieben Jahre lang war die zuerst von Matthias Frings, später von Andrea Thilo und zuletzt von Mo Asumang moderierte Produktion das beliebteste und erfolgreichste Erotikformat der deutschen TV-Landschaft … (Text: media[netCom] AG)

    siehe auch Wa(h)re Liebe

    DVD-Tipps von Liebe Sünde-Fans

    Liebe Sünde – Community

    KleinWanda (geb. 1981) am 20.07.2009: hallo,suche dringend das titellied dieser sendung! danke
    Chicarina (geb. 1988) am 29.01.2009: Ich hab diese Sendung damals immer mal heimlich abends reingeschaut. Zusammen mit meinen Freundinnen haben wir uns sehr dafür interessiert. Heute mit 21 würde ich die Sendung auch gerne mal wieder sehen. Ich fände es schön wenn man sie irgendwo nochmal anschauen könnte
    Trekker (geb. 1972) am 26.04.2006: Es war 1993 und ein junger, vielversprechender Sender sollte mit dem Vorurteil aufräumen, die Privaten könnten nichts Anspruchsvolles auf die Beine bringen. Die Rede ist natürlich von VOX. Und neben Avanti mit Götz Alsman, Canale Grande mit Dieter Moor war es ausgerechnet das Erotikmagazin Liebe Sünde mit Matthias Frings, welches die Flagge des Neuling hochhalten sollte. Ich kann mich noch gut daran entsinnen, wie ich mit großem Interesse diese ersten Gehversuche des Senders mitverfolgte. Leider ist alles anders gekommen. Liebe Sünde ging nach Pro7, wo ich es erstmal nicht mehr sehen konnte. Stattdessen kam die Wa(h)re Liebe, die trotz Lilo Wanders dem Vorgänger nicht das Wasser reichen konnte, aber immerhin noch besser war als Peep & Konsorten. Avanti und Canale Grande verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Heute begnügt sich VOX mit dem Senden von irgendwelchen US-Serien, Reisedokus, Kochsendungen und zweifelhaften Tierdokumentationen. Von dem Kultursender VOX ist nichts mehr übrig geblieben.
    Kaffee-Kalle (geb. 1950) am 08.12.2003: Sich zur Sendung LIEBE SUENDE zu aeussern, ist sehr kompliziert. Einerseits hätten die öffentlich-rechtlichen Sender kein Magazin, was sich um Liebe und Sexualität dreht, zustande gebracht - also konnte das nur ein Privatsender machen. Andererseits wurden viele Themen in 3-4 Minuten oberflächlich abgehandelt. Eines war jedoch definitiv. Der homosexuelle Moderator Mathias Frings konnte charmant rücksichtsvoll durch die Sendung führen, ohne seine Neigung widerlich in den Vordergrund zu stellen oder gar heterosexuelle Probleme falsch darzustellen. Hier mal das "Schichtendenken" zu durchbrechen, war seine eigentliche Leistung. Die Sendung erledigte sich durch die Wiederholung der Themen von selbst. Die Menschen haben eben noch mehr Probleme als Liebe und Sex im Alltag.
    axel-dieter Brasser (geb. 1939) am 08.11.2002: ewig schade daß diese sendung eigestellt wurde.dieser blödmann"STEFAN RAAB"ist zum sch... warum wird dieser Affe mit gewalt im fernsehen belassen. ich wünsche mir gerne eine wiederaufnahme ihrer für mich und wahrscheinlich für viele zuseher. mit den besten grüßen ein älteres baujahr ihr "adebra"

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    1993–1994 (Vox); 1994–2000 (Pro Sieben). Einstündiges Aufklärungsmagazin, das sich in Gesprächen und Beiträgen mit erotischen Themen befasst, ohne dabei voyeuristisch zu werden. Es geht mal ernst, mal ironisch, aber vergleichsweise journalistisch um Prostitution, Gruppensex oder Voyeurismus.

    Erster Moderator war Matthias Frings, der das Magazin auch entwickelt hatte. Es wurde zur erfolgreichsten Sendung des jungen Senders Vox. Als der vorübergehend vor dem Konkurs stand, wechselte das Magazin mitsamt Moderator Frings zu Pro Sieben. Im Juli 1995 übernahm Andrea Thilo die Moderation, im Oktober 1997 Mo Asumang. Es wurde allmählich dann doch voyeuristisch.

    Im April 1995 beanstandete die zuständige Landesmedienanstalt zwei Sendungen des Vorjahres. Es ging zum einen um einen Verstoß gegen den Jugendschutz: Mehrere Beiträge hätten nicht vor 22.00 Uhr gezeigt werden dürfen. Gewichtiger noch war die Kritik an einem Beitrag über Aids bei Pornodarstellern. Liebe Sünde habe Ausschnitte aus Pornos „nicht nur als sinnvoll-veranschaulichende Ergänzung der Wortbeiträge“ eingesetzt, sondern den ganzen Beitrag „pornografisch unterlegt“ und damit gegen das Pornografieverbot im Rundfunk verboten. Die Aufseher forderten Pro Sieben auf, Liebe Sünde erst ab 23.00 Uhr zu zeigen – der Sender ignorierte dies. Bis zur Einstellung der Sendung blieb Mittwoch, 22.15 Uhr, der reguläre Termin. 1996 kam es zu einem Strafprozess wegen verschiedener angeblich pornografischer Szenen, der gegen die Zahlung eines Bußgelds eingestellt wurde.