LeseZeichen

    LeseZeichen

    D 1972–
    Deutsche Erstausstrahlung: 29.04.1972 Bayerisches Fernsehen
    Alternativtitel: Bücher beim Wort genommen / Lese-Zeichen Kultur / Lese-Zeichen Politik

    Langjährige Literaturreihe des Bayerischen Fernsehens. In diesen solide gemachten Sendungen geht es zwar um alle Bereich der Literatur, ein gewisser Schwerpunkt liegt aber auf der Belletristik. Aktuelle Bücher werden vorgestellt, zu unrecht vergessene Autoren wieder ins Lampenlicht gerückt, versierte Kritiker kommen zu Wort.

    Berühmte, mittlerweile schon klassisch gewordene Highligts waren z.B. die Unterhaltung von Antonio Pellegrino mit Marcel Reich-Ranicki, Dada und Sein des Dichters Cemal Tarik Sedde, Robert Gernhard im Gespräch mit Michael Harles oder der kultige Beitrag über die Zigarettenromane(!). Die Serie erreicht lange nicht die Seichtheit einiger anderer Literaturreihen im deutschen TV und gilt als intellektuelles Kleinod.

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    Brigitte Fehner (geb. 1911) am 07.10.2004: Ich verfolge die Reihe regelmäßig. Zeit des Lebens an Literatur interessiert, ist die Sendung für mich einfach ein Muss! Durch sie lernte ich zum Beispiel das Buch "Brunos tiefgekühlte Tage" des Dänen Anders Bodelsen kennen, ein unvergessliches Leseerlebnis! Auch der empfohlene Roman "Der Sturm aus dem Nichts" von James Graham Ballard (ich musste mir das Buch antiquarisch besorgen - aber es hat sich tausendfach gelohnt!) war einsame Spitze. Der Bericht über den Roman in der Sendung (herrliche PC-Animationen des Orkans von berauschender Pracht) war so packend, da musste man sich das Buch einfach besorgen! Gäbe es nur mehr Literatur-Sendungen dieser Qualität im TV! Sowas macht Lese-Hunger!
    Karsten Brel am 05.07.2004: Die Reihe ist gut! Als an Literatur sehr interessierter ließ ich bisher nie eine Folge aus. Nur durch eine dieser Sendungen bin ich u.a. auf Charles R. Maturin und seinen Melmoth the Wanderer gestoßen.

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