Ladykracher

    Ladykracher

    D 2002–2013
    Deutsche Erstausstrahlung: 11.01.2002 Sat.1

    Diese Frau ist der „Ladykracher“: Anke Engelke schlüpft in verschiedenste Rollen, hinterfragt in kurzen Sketchen Rollenbilder und stellt der Gesellschaft den Spiegel vor das Gesicht. Sei es als Mauerblümchen Flo Schneider, als die proletige Britta, als Ökotussi Ruth, als Ultra-Lesbe Urte oder als russische Millionärsfrau Ludmilla – Anke Engelke porträtiert und karikiert jedes Klischee.

    Ladykracher auf DVD

    Ladykracher – Community

    Thomas1967 am 04.04.2013: Am Freitag, 05.04.2013, 22:20 Uhr geht's auf SAT.1 los mit der 8. Staffel. Nur komisch, dass hier auf Wunschliste.de noch nichts davon steht. Egal, auf jeden Fall geht's jetzt endlich weiter ;-)
    Kai am 03.01.2013: hallo, weiss jemand, wann der beginn der 8. staffel ist? ist das am 1. februar? danke für die antwort.
    unbekannt am 27.01.2012: Hallo Leute Ich würde gerne wissen wann die neuen Staffeln von Ladykracher und Pastewka 2012 laufen
    HSViper (geb. 1971) am 25.08.2011: Hallo zusammen, kann mir jemand die Folge / Staffel sagen in der folgender Sketch vorkommt: Anke und Christoph sitzen auf einer Parkbank. Das ganze sieht recht romantisch aus.... einer von beiden beginnt dann die Unterhaltung mit:"Du.... ich glaub, wir müssen reden...." Die Unterhaltung läuft dann praktisch analog zum "Schlussmachen".... aber in wirklichkeit wollen die zusammekommen... ist aber von der "Dramarturgie" "an ein Beziehungsende angelehnt.
    Pat am 16.03.2011: Staffel 1 | Folge 10 | Ente Kun Bao

    Ladykracher – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Halbstündige Sketchcomedy von Tommy Jaud und Chris Geletneky mit Anke Engelke.

    Zum Ensemble gehörten Thomas Gimbel, Dana Golombek, Guido Hammesfahr, Christoph Maria Herbst, Bettina Lamprecht, Kai Lentrodt, Katja Liebig, Peter Nottmeier und Julia Stinshoff sowie in der dritten Staffel Diana Greenwood und Angela Sandritter.

    Die Mutter hat Geburtstag und hat voller Erwartung das Geschenk von ihrer kleinen Tochter aufgerissen. Umso größer die Enttäuschung: „Ist das alles? Ist ja selbst gebastelt! Sarah, du weißt, dass die Mama sich die Freisprecheinrichtung gewünscht hatte, hm? Was soll das überhaupt sein?“ – „Eine Ente.“ – „Eine Ente. Kann die Mama damit telefonieren? Hm? So, du gehst jetzt rein. Die Mama ist sehr enttäuscht.“

    Die Sketche in Ladykracher nahmen alltägliche Situationen und drehten sie einen Tick (oder auch einen gewaltigen Schwung) ins Absurde. Anke Engelke trat in Hunderten von Rollen und Verkleidungen auf und bewies ihr Verwandlungstalent. Ladykracher war in vielerlei Hinsicht das Gegenteil von SketchUp: Die Figuren waren keine Lachnummern mit absurd dicken Brillengläsern und fiesen Zähnen, sondern hatten selbst in der Karikatur eine ernsthafte, menschliche Tiefe. Und am Ende eines Sketches stand nicht die Knaller-Pointe mit dem schrägen Blick in die Kamera, im Gegenteil: Meistens schwenkte die Kamera einfach langsam weg, während die Szene scheinbar weiterging. Ebenso wie SketchUp setzte Ladykracher aber Standards und löste nach Jahren, in denen die Sketchcomedy im deutschen Fernsehen kaum eine Rolle gespielt hatte, eine Welle von Nachahmern aus. Die Serie selbst war offensichtlich von Stil und Themen der britischen Comedyserie Smack The Pony inspiriert, in vielen Geschichten ging es um das Spiel mit Frauen- und Männerklischees, häufig (trotz der männlichen Chefautoren) aus weiblicher Sicht.

    Mit Ladykracher etablierte sich Engelke nach ihrer enttäuschend erfolglosen Sitcom Anke wieder als mit Abstand populärste deutsche Komikerin; für Christoph Maria Herbst, der die meisten Männerrollen spielte, bedeutete die Serie den Durchbruch. Am Anfang und am Ende jeder Sendung trat Engelke mit einem Stand-up vor Publikum auf, was der mit Abstand schwächste Teil der Show war. Deshalb verblüffte die Entscheidung, ihr als Nachfolgerin von Harald Schmidt eine Late-Night-Show zu geben, die im Wesentlichen genau darauf aufbaute. Mit zu Anke Late Night nahm sie aus Ladykracher die schwarz-weiß gedrehten Szenen mit Frauentypen, die direkt in die Kamera sprachen und später „die Engelkes“ genannt wurden.

    40 Folgen liefen in drei Staffeln freitags um 22.15 Uhr. Der Erfolg war enorm, zumal die direkte Konkurrenz das sonst übermächtige Sieben Tage, sieben Köpfe war. Nur sechs Monate nach dem Ende der ersten startete bereits eine zweite Staffel. Wegen Anke Late Night wurde die Produktion trotz anhaltenden Erfolges eingestellt.

    Erhielt den Deutschen Fernsehpreis 2002 (beste Comedy).

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