Deutsche Erstausstrahlung: 05.02.1967 DFF

    Thematisiert wird in den insgesamt acht Episoden der Reihe vor allem die Kriminalität außerhalb der DDR-Gesellschaft, sprich in der Bundesrepublik Deutschland, deren Polizei und Justiz als unfähig und korrupt geschildert werden. (Text: Deutsches Rundfunkarchiv)

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    8 tlg. semidokumentarische DDR Kriminalreihe von Günter Prodöhl.

    Geschildert werden Fälle aus der Bundesrepublik, die international Aufsehen erregten, bei denen die Behörden versagten, vertuschten, Täter laufen ließen oder korrupt waren – u. a. die Fälle Timo Rinnelt, Dominas-Bande, Brühne-Ferbach. Teilweise nennt ein Sprecher während des Krimis Hintergründe, Daten und Fakten und betont so den realistischen Hintergrund der spannenden Geschichten, die so spannend für das DDR-Publikum dann doch nicht waren. Die Reihe war wenig erfolgreich und brachte es in acht Jahren nur auf acht Folgen. Sie liefen dienstags um 20.00 Uhr. Der Gerichtsreporter Prodöhl hatte bereits für die ungleich erfolgreichere Serie Blaulicht geschrieben, die politisch einen ähnlichen Anspruch hatte, nämlich typische Erscheinungsformen der kapitalistischen Gesellschaft kritisch zu analysieren (Prodöhl). Kurz gesagt: In der Bundesrepublik sind Verbrechen an der Tagesordnung, Polizei und Justiz faschistisch unterwandert, Kriegsverbrecher wieder in Amt und Würden.

    Auch interessant …