Jetzt oder nie

    Jetzt oder nie

    D 1992–1993
    17 Ausgaben
    Deutsche Erstausstrahlung: 02.01.1992 Das Erste

    Dies ist keine Serie, dies ist die Wahrheit.

    Ingo Dubinski bekommt in jeder Folge eine „Mission Impossible“, eine (fast) unlösbare Aufgabe gestellt, z.B. den Bau eines Kindergartens oder eines Zirkus (FlicFlac). So weit, so gut – doch hierfür hat er meist nur minimale Zeit (meist weniger als 4 Tage) und Geld hat er auch keins.

    Es ist sehr spannend zu sehen, was er alles tut, um Firmen und Unternehmen zu überzeugen, kostenlos Materialen rauszugeben und sie dann noch zu verschaffen. Selbst Transportunternehmen und ganze Grosskonzerne werden hier zur Hilfe gezogen, und das alles, wie gesagt für Lau, bis auf die Nennung in der Sendung (Werbung kann man das aber nicht gerade nennen).

    Diese Sendung fesselt ganz anders als schauspielerische Leistung, denn sie ist in Deutschland aus dem wahren Leben gegriffen. (Text: Dennis Wiermann)

    Jetzt oder nie – Community

    Marc Schmale (geb. 1972) am 08.12.2015 07:06: Ich kann mich noch gut an die Sendung erinnern. Ich war zu dem Zeitpunkt Kochlehrling und hatte meist an den Sendeterminen frei, sodass ich die Sendung schauen konnte. Mir gefiel das Konzept und auch der Einsatz von Dubinski wusste zu gefallen. Leider verschwand es dann auch wieder recht schnell von der Mattscheibe. In der heutigen Zeit kann ich mir so eine Sendung wieder gut vorstellen. Vielleicht wird es ja was. Aufgrund der Bestimmungen des Rundfunkstaatsvertrags ist es in dieser Form wohl nicht mehr bei den öffentlich Rechtlichen möglich, jedoch bei den Privaten Sendern durchaus. Auch denke ich, das Dubinski nicht mehr als Zugpferd funktioniert. Jedoch gibt es ja genug Nachwuchs im Fernsehen.
    Luise (geb. 1949) am 19.12.2013: Die Serie "Jetzt oder Nie" war für unsere Kinder ein wichtiges Fernsehereignis, es ging um Hilfe für andere, gewürzt mit Eile, präsentiert von einem sympathischen blonden Jungmann. Wir haben Folgen mitgeschnitten. Für meine Söhne (der Ältere geb. 1985) war Ingo Dubinski sogar eine prägende Erfahrung, sein spannender Einsatz, die selbstlosen Helfer und dann das großartige Ergebnis zum Mitfreuen. Inzwischen haben die Söhne selbst ein Hilfswerk für ein kleines afrikanisches Krankenhaus aufgebaut, und sie begeistern Menschen zum Mithelfen.
    rene Rosenbaum (geb. 1973) am 09.09.2013: schade das nur noch langeilige sendungen in der ARD platz hat. Aber die sendung war geil. in Deutschland und in den Niederlande. in einer sendung haben sie zusammen einen Kinder Zikus gerettet oder einen Kindergarten gebaut und das nur aus spenden.
    Frank (geb. 1976) am 11.09.2011: Ich erinnere mich auch noch an diese Sendung, vor allem an die Folge, als die Personen- und Fahrradfähre in Grieth / Grietherort wieder eingeführt wurde.
    unbekannt am 24.03.2009: Hei ich fand die Sendung auch super .Bei mir ist das Projekt mit dem Kinderspielplatz in Erinnerung geblieben.

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    Benefiz-Spielshow mit Ingo Dubinski. Dubinski bekommt am Anfang jeder Sendung in der Art von Kobra, übernehmen Sie die Aufgabe gestellt, eine gute Tat zu vollbringen, für die eigentlich die Mittel fehlen, z. B. einen Spielplatz oder ein Bärengehege zu bauen oder einem Kinderzirkus zu helfen, dem sein altes Zelt davongeflogen ist. Geld hat er keines zur Verfügung, und auch die Zeit ist streng auf wenige Tage begrenzt – er ist darauf angewiesen, Freiwillige und Unternehmen zur kostenlosen guten Tat zu überreden.

    Lange vor der Welle der Doku-Soaps und Heimwerkersendungen verband Jetzt oder nie deren Elemente mit einem Wettlauf gegen die Zeit, einem sozialen Hintergrund und der Herausforderung, Menschen zu überreden, sich in den Dienst einer guten Sache zu stellen. Manchmal ging es auf ganz ungeplante Weise schief: In der Pilotfolge soll in Pfaffenhofen eine Skateboard-Bahn gebaut worden sein, die niemand wollte und kurz darauf konsequenterweise wieder verschwand. Auf Kritik stieß die Art, wie die Firmen präsentiert wurden, die mithalfen, das Unmögliche möglich zu machen. Denn auch die ARD machte das eigentlich Unmögliche möglich und versprach den Sponsoren, nicht nur, wie eigentlich vorgeschrieben, im Abspann aufgelistet, sondern „in Wort und Bild“ genannt zu werden. Dies sei ein „Ausnahmefall der öffentlich-rechtlichen Werberichtlinien“, versprach die Produktionsfirma G.A.T. in einer Ausschreibung: „Dieses TV-Engagement liefert hohe Sympathiewerte mit garantierten Kontakten und vielseitigen, zusätzlichen Auswertungsmöglichkeiten.“ Andererseits widersprach es zumindest dem Geist des Rundfunkstaatsvertrages, der gerade diese Art des Sponsorings verbot.

    Jetzt oder nie brachte es auf 17 Folgen von 45 Minuten, die erst im Vorabendprogramm, ab 1993 montags um 20.15 Uhr liefen. Das Format stammte aus Großbritannien und hieß dort „Challenge Anneka“. Anneka Rice war die Moderatorin.