Deutsche Erstausstrahlung: 1987 DDR1
Aus dem Fernsehlexikon: Große Samstagabendshow mit Gunther Emmerlich, der damit zu einem der Stars des DDR-Fernsehens wurde. Das Konzept war ebenso schlicht wie stimmig: Emmerlich plauderte, sang und musizierte mit Gästen. Von Dutzenden ähnlicher Shows unterschied sich diese vor allem durch die Person Emmerlichs, der nicht wie die meisten seiner Kollegen aus der Unterhaltungsszene Ostberlins stammte, sondern Sänger der Dresdner Semperoper war und eine ungeahnte Bühnenpräsenz und Souveränität mitbrachte. Die Sendung kam jedes Mal aus einem anderen Theater der DDR und präsentierte von dort nicht nur bekannte Gäste, sondern auch Sänger und Schauspieler aus der Region oder von dem gastgebenden Theater selbst. Neben Emmerlich trat stets der Dresdner Kabarettist Wolfgang Stumph als "Stumpy" auf, der mit Emmerlich Gags zu aktuellen Ereignissen machte. Die Tänzerin Nadja Puls bewirtete als "Showkoladenmädchen" die Gäste. Die Showkolade verband Glamour mit Kabarett und einem Hauch Zeitkritik, weshalb Emmerlich von der DDR-Führung staatsfeindliches Verhalten vorgeworfen wurde, als er beispielsweise die schlechte Luft in Halle zum Anlass für einen Scherz nahm. Im Gegensatz zum Kessel Buntes lief Showkolade deshalb nicht live; viele Moderationen von Emmerlich wurden vor der Ausstrahlung herausgeschnitten. Emmerlich gelang mit der Show ein großer Erfolg, und er schaffte es sogar, der zeitgleich im Westfernsehen laufenden Show Wetten dass ...? bei den Einschaltquoten in der DDR Konkurrenz zu machen. Nach der Wende konnte Emmerlich zwar internationale Stars begrüßen, hatte aber offensichtlich seine Rolle verloren. An den Erfolg der Showkolade, die es auf zwölf Ausgaben brachte, konnte er nie wieder anknüpfen. Konzepte wie Gunther und drüber trugen ihren Teil dazu bei. Anzeige
Weiterführende Links:
tvforen.de: Beiträge zu Showkolade
TV-Wunschliste: Abstimmen für Showkolade
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