
Guaricara in der brasilianischen Provinz: Noch herrschen Sklaverei, Brutalität, Korruption, in der Person Dr. Camargos (Othon Bastos), eines brasilianischen J.R., und seiner Marionette, des Stadtpräfekten Amilcar; dagegen kämpfen Dr. Matos (Walter Foster), der unbestechliche Richter der Stadt, und Mendosa, der mit dem Plan, ausgerechnet hier ein „Theater der Freiheit“ zu gründen, aus Europa zurückgekehrt ist. Dazwischen die Geschichten der Sklaven und Freigelassenen, der weisen Xica, des treuen Vicente, der schönen Ilea – Episoden in einem Geflecht von Personen, Beziehungen, Gefühlen, das einen bald fesselt, dessen Fortgang man von Folge für Folge mit Neugier erwartet.
Helena (Luciana Braga), die Titelfigur, kommt durch ein Testament ins Spiel, das der reiche Conselheiro do Vale, Besitzer der großen Fazenda Estiva, hinterlassen hat: als uneheliche Tochter, von der vorher niemand wusste, ist sie, gemeinsam mit ihrem Halbbruder Estacio, zur Erbin der Fazenda bestimmt. Die Nachricht löst nicht nur Verwirrung in der kleinen Provinz-Welt aus; auch Bösartigkeiten, Hass. Dona Ursula (Aracy Balabanian), Estacios Tante, will sie nicht in ihrem Haus dulden, und Dr. Camargo, Fazendeiro auf der angrenzenden Fazenda Capivara, sucht schon ihre Ankunft mit verbrecherischem Talent zu verhindern: Er will durch die Verheiratung Estacios mit seiner Tochter Eugenia, die beiderseitigen riesigen Güter verbinden, seine Macht in der Stadt noch vergrößern. Doch auch eine Liebe stiftet das Testament, eine Schuldige, wie es scheint: zwischen den beiden Geschwistern. Sie ist wie ein Sog. Dass sie ihnen verboten ist, macht sie nur noch stärker, treibt die beiden fast in die Katastrophe – bis kurz vor dem überraschenden Schluss. (Text: Passion)
Helena trifft Vorbereitungen für ihre Abreise – zur großen Befriedigung von Dona Ursula und Dr. Camargo. Doch Estácio, der seine Schwester trotz dessen liebgewonnen hat, versucht, sie zurückzuhalten. Allerdings sitzt die Kränkung zu tief: Helena möchte noch am selben Tag abreisen. Doch bevor sie abreist, sucht Helena Dr. Thales auf und schleudert ihm ihre gesamte Verachtung angesichts dieser absurden Diagnose entgegen. Damit trifft sie Thales an seiner momentan empfindlichsten Stelle, denn noch immer belastet ihn der misslungene Eingriff an Xica. Er möchte seinen Fehler wieder gutmachen und überredet Mendosa und dessen Schwester Joana, ihm zu helfen, Xica zu entführen.
Währenddessen versucht Tertuliano, seinen Vater Amilcar davon zu überzeugen, es mit Felicidade in der Präfektur zu versuchen. Somit hätte Tertuliano die Kontrolle über die eingehende Post. Doch auch sein Vater scheint ein Geheimnis zu haben, welches er hinter einer Geheimtür der Bibliothek verbirgt.
Zumindest eine Lüge wird jedoch aufgedeckt: Anhand untrüglicher Beweise, kann Xica Dona Ursula davon überzeugen, dass Helena nicht schwanger ist und zu Unrecht verdächtigt wurde. Obwohl es Xica verboten ist, Estácio von den guten Neuigkeiten zu berichten, sucht sie ihn auf und offenbart ihm Helenas Unschuld. Estácio macht sich sofort auf den Weg, um seine Schwester zurückzuholen … (Text: Passion)
