Heimat 3

    Heimat 3

    Chronik einer Zeitwende

    D 2004
    Deutsche Erstausstrahlung: 15.12.2004 Das Erste

    Der Abschluss der Jahrhundert- und Familienchronik umfasst die Jahre von 1989 bis 2000 und kehrt zum Ausgangspunkt der Saga zurück: Hermann und Clarissa, das glücklose Liebespaar aus der „zweiten Heimat“, findet sich in der Nacht des Mauerfalls in Berlin nach 17 Jahren wieder und bezieht ein Haus am Rheinufer, am Rande des Hunsrück, unweit von Hermanns Heimatdorf Schabbach. Hier kreuzen sich die Wege von Alteingesessenen, zugezogenen Städtern, Glücksrittern aus der Ex-DDR, Aussiedlern aus Kasachstan, traditionsverhafteten Fossilien, Gewinnern und Verlierern der New Economy. Ein Porträt einr Zeit voller Veränderungen, in der „Heimat“ als geografischer Bezugspunkt aufgehört hat zu existieren, in der zusammenwächst, was zusammen gehört und zusammen gezwungen wird, was noch nie zusammen gepasst hat. (Text: Peter Ludewig)

    Fortsetzung von Die zweite Heimat, Heimat

    Heimat 3 auf DVD

    Heimat 3 – Community

    Klaus (geb. 1958) am 10.12.2005: Keine der nachfolgenden Heimat Staffeln kam an die Erste heran. Bei weitem nicht!!
    Paul (geb. 1965) am 11.01.2005: Sieh an, es gibt ihn doch noch, den neuen deutschen Heimatfilm -und Künstler wagen sich zu ihrer Heimat zu bekennen. Das ganze Machwerk wird dann wie der Film "DER UNTERGANG" schon von vornherein als hohe Kunst gelobt - obwohl es noch keiner so richtig gesehen hat. Ich langweilte mich recht bei diesem Machwerk und fragte mich, ob die Verstrickungen in den Lebensläufen innerhalb der dargestellten Verwandtschaft nicht doch etwas zu kompliziert für weihnachtliche Feiertage war.

    Heimat 3 – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    6-tlg. Familiensaga von Edgar Reitz und Thomas Brussig, Regie: Edgar Reitz.

    Fortsetzung von Heimat und Die zweite Heimat, die in sechs 90-minütigen Filmen nach insgesamt 30 Folgen in 20 Jahren die Familiengeschichte der Simons zum Ende bringt. Sie schließt den Kreis, indem sie (wie am Ende der Original-Heimat) zum Schluss in einer Traumsequenz noch einmal alle Verstorbenen zeigt.

    Der Reihe nach: Diese letzten Folgen umfassen die Jahre 1989 bis 2000. Der Dirigent Hermann Simon (Henry Arnold) und die Sängerin Clarissa Lichtblau (Salome Kammer) treffen sich in der Nacht der deutschen Wiedervereinigung nach langer Zeit wieder. Früher waren die beiden ein Paar, jetzt entdecken sie ihre Liebe neu. Gemeinsam kaufen sie ein Fachwerkhaus am Rhein, das Günderode-Haus, ganz in der Nähe von Hermanns altem Heimatdorf Schabbach. Sie lassen es von den ostdeutschen Handwerkern Gunnar (Uwe Steimle) und Udo (Tom Quass) renovieren, die Clarissa bei einer Konzertreise kennen gelernt hat. Das Haus wird ihre neue Heimat, und Freunde und Bekannte gehen darin ein und aus.

    Es folgen Tragödien im ganz großen Stil: Gunnars Frau Petra (Karen Hempel) verliebt sich in Hermanns Agenten Dr. Reinhold Loewe (Peter Götz). Hermanns Bruder Ernst Simon (Michael Kausch) fliegt mit seiner Privat-Cessna nach Russland und kehrt erst nach Jahren der Ungewissheit zurück. Hermanns Tochter Lulu (Frank Wünsche) kann sich nicht zwischen ihren Freunden Lutz (Frank Wünsche) und Roland (Caspar Arnhold) entscheiden. Sie wählt dann Lutz, der später bei einem Autounfall ums Leben kommt. Roland infiziert sich mit HIV. Hermanns anderer Bruder Anton (Mathias Kniesbeck), Chef der Optischen Werke Simon und des Fußballvereins SV Schabbach, stirbt. Mara (Constanze Wetzel), die Frau seines Sohns Hartmut (Christian Leonard), ist schwanger, aber Hartmut hat ein Verhältnis mit der russischen Aussiedlerin Galina (Larissa Iwlewa).

    Hermann bricht sich den Fuß und komponiert eine große Sinfonie. Clarissa erkrankt an Krebs. Die Simonwerke gehen bankrott. Ernst zerschellt mit seinem Flugzeug an der Loreley. Sein Ziehsohn Matko (Patrick Mayer) zerbricht an der Last des möglichen Erbes und stürzt sich von derselben. Roland hat Aids. Gunnar muss ins Gefängnis. Ein Erdbeben verschluckt Ernsts Kunstsammlung, aus der ein Museum werden sollte. Am Silvesterabend 1999 feiern alle Verbliebenen im Günderode-Haus und begrüßen das neue Jahrtausend, denn wenigstens hat Lulus Sohn Lukas (Maximilian Kreuz) das musikalische Talent seines Opas geerbt.

    Die ARD zeigte das lebensfrohe Werk rund um Weihnachten. Wie Die zweite Heimat war es alles andere als beliebt beim Publikum, erreichte aber im Schnitt immerhin knapp drei Millionen Zuschauer zur Primetime.

    Auch interessant …