Gottschalk

    Gottschalk

    D 1990–1992
    Deutsche Erstausstrahlung: 19.09.1990 RTLplus

    Einstündige Personalityshow mit Thomas Gottschalk.

    Prominente Gäste nehmen auf Gottschalks rotem Sofa Platz und plaudern mit dem Moderator, Gottschalk liefert kleinere, auch vorproduzierte Gags, und bei einem Zuschauergewinnspiel gibt es in jeder Sendung ein Auto zu gewinnen. Die Studioband von Christoph Pauly spielt live zwischen zwei Programmpunkten und während der Werbepausen für das Studiopublikum.

    Gottschalks Engagement bei RTL war 1990 die Mediensensation. Die ZDF Show Wetten, dass … ? hatte ihn zum beliebtesten Fernsehmoderator in Deutschland gemacht. Mit einer Rekordgage von geschätzten 2 Millionen DM konnte RTL Chef Helmut Thoma Thomas Gottschalk für sich gewinnen. Doch auch dem ZDF war Gottschalks Popularität so wichtig, dass es erstmals nichts dagegen hatte, als einer seiner Moderatoren gleichzeitig bei einem Privatsender arbeitete. So war Gottschalk damals der erste große Fernsehstar, der gleichzeitig im privaten und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen Shows moderierte.

    Und hat es sich gelohnt? Seine RTL Show lief zunächst jeden Mittwoch um 20.15 Uhr und erhielt nur schlechte bis durchschnittliche Kritiken, die Einschaltquoten waren auch nicht berauschend, die Zuschauerzahl lag oft unter drei Millionen. Nach einer Verlegung auf 21.15 Uhr ging es langsam aufwärts, schließlich schalteten vereinzelt mal fünf Millionen Zuschauer ein. Selbst das entsprach zwar nur etwa einem Viertel seiner Wetten, dass … ?-Quote, war aber für RTL ein großer Erfolg. Im Mai 1992 gab er die Show auf, um ab Herbst des Jahres eine tägliche Show namens Gottschalk Late Night zu moderieren, ebenfalls bei RTL. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

    Fortsetzung als Gottschalks Late Night

    Cast & Crew

    Dies und das

    Sein Name ist Programm. Schlicht „Gottschalk“ heißt die neue Personality-Show, mit der Deutschlands erfolgreichster Entertainer am Mittwoch bei RTL plus startet. Konzept, Ablauf und Gästeliste werden als großes Geheimnis gehandelt. Dafür plaudern in der neuen „Cosmopolitan“ Freunde und Verwandte über den Star der deutschen Fernsehunterhaltung. Ehefrau Thea: „Zu Hause ist er noch besser als im Fernsehen.“ Mutter Rutila: „Daß er mal Theologie studieren wollte, ist ein Märchen. Er hat ja schon mit 14 den schönen Mädchen nachgeguckt.“ Gefährte Günther Jauch: „Seine Fähigkeit, anderen länger als 30 Sekunden zuzuhören, ist begrenzt.“

    (rtv 37/1990)