Engel in Amerika

    Engel in Amerika

    USA 2003 (Angels in America)
    Deutsche Erstausstrahlung: 13.05.2005 Das Erste

    Amerika, in den 80er Jahren. Der 30-jährige New Yorker Homosexuelle Prior erkrankt an Aids, worauf ihn sein jüdischer Freund Louis verlässt. Louis, von Schuldgefühlen geplagt, fängt eine Affäre mit dem streng gläubigen Mormonen Joe an. Der wiederum ist ein Schützling des berühmten, erzkonservativen Anwalts Roy Cohn – auch er ein heimlicher Homosexueller, der sich mit Aids infiziert hat, dies jedoch vor der Öffentlichkeit geheim zu halten versucht. Derweil wird Prior von Visionen eines weiblichen Engels heimgesucht, der ihn als modernen Propheten auserkoren hat. Doch Prior sträubt sich gegen die ihm zugedachte Rolle … 

    Mike Nichols’ Theaterverfilmung „Angels in America“ ist ein bewegendes Gesellschaftsdrama mit Meryl Streep und Al Pacino. (Text: ARD)

    Engel in Amerika – Kauftipps

    Engel in Amerika – Community

    Michael Mattner (geb. 1963) am 19.09.2005: am 21. Oktober 2005 erscheint die "Engel in Amerika" DVD bei Amazon :) MfG, Michael
    sabine scherf (geb. 1967) am 08.07.2005: habe leider nur die ersten beiden folgen gesehen und will dringend wissen wie es weitergeht!! Superfilm mit grandiosen darstellerInnen und schrägen dialogen
    Dennis (geb. 1988) am 23.05.2005: Die Ausstrahlungstermine waren schlicht und einfach eine große Frechheit, aber einige Leute wie ich, regen sich ja schon jahrelang über das deutsche Fernsehen auf. Leider bisher ohne erwähnenswerten Erfolg.
    danielle (geb. 1952) am 17.05.2005: Ein Jammer,,dass diese Serie so unpopulär spät ausgestrahlt wurde!Selbstironisch,nicht krampfhaft politisch korrekt,fürs Zuschauerinnenauge mit lauter sehr schönen Menschen besetzt und bewegend menschenfreundlich.Ein Vergnügen.
    Lutz (geb. 1978) am 17.05.2005: Gerade laufen die letzten Minuten des letzten Teil von Engel in Amerika im Fernsehen. Die Synchronisation ist erstaunlich gut gelungen, aber wie so oft in letzter Zeit hatte die ARD mal wieder angst, dass man bemerken könnte, dass sie Qualität im Programm haben... und haben die Miniserie nicht nur zerstückelt, sondern auch noch zu einer unmöglichen Zeit ins Fernsehen gebracht. Natürlich bietet es sich an, die 6 Kapitel in annähernd gleichgroße Folgen zu schneiden, aber ein wirklich gutes Bild ergibt sich nun einmal nur, wenn das ganze in der ursprünglcihen form von 2 teilen mit jeweils ca 3 Stunden Länge gezeigt wird. Vor allem: Trotz oder gerade wegen des kontroversen Inhaltes hätte es sich gelohnt, das ganze zur besten Sendezeit und nicht spät abends oder nachts auszustrahlen! Es ist begrüßenswert, dass die ARD nach über zwei Jahren endlich die höchstdekorierte Mini-Serie ins Programm nimmt. Es wäre nur schön, wenn sie etwas mehr Vertrauen in die Intelligenz der Zuschauer hätte... Bitte also bald noch einmal und dann in angemessener Form zeigen!!!

    Engel in Amerika – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    6-tlg. US-Gesellschaftsdrama von Tony Kushner, Regie: Mike Nichols (Angels In America; 2003).

    New York, 1985. Der Aids-Kranke Prior Walter (Justin Kirk) wird von seinem Freund Louis Ironson (Ben Shenkman) verlassen, der sich überfordert fühlt, mit den immer schlimmer werdenden Symptomen umzugehen. Louis lernt den konservativen Juristen Joe Pitt (Patrick Wilson) kennen, ein Mormone, der mit Harper (Mary-Louise Parker) verheiratet ist. Die Ehe ist für beide ein Albtraum: Joe kann seine Homosexualität nicht länger verdrängen und offenbart sich schließlich seiner strenggläubigen Mutter Hannah (Meryl Streep); seine unglückliche Frau driftet im Valiumrausch in bizarre Traumwelten ab, wo sie den halluzinierenden Prior trifft, den ein Engel (Emma Thompson) einlädt, ein Prophet des Todes zu werden. Auch Joes Chef, der mächtige, skrupellose Staatsanwalt Roy Cohn (Al Pacino) ist an Aids erkrankt, nennt es aber Leberkrebs, weil nur Schwule Aids bekämen; er aber sei nicht homosexuell, sondern nur ein Heterosexueller, der es mit Männern treibt. Sie alle kämpfen ums Überleben.

    Ray Cohn war ein Staatsanwalt, der in den USA in der McCarthy-Ära viele Homosexuelle verfolgen ließ und 1986 an Aids starb.

    Das komplexe, surreale Drama über politische und religiöse Bigotterie in Ronald Reagans Amerika basierte auf Kushners gleichnamigem Theaterstück. Die Serie wurde mit fünf Golden Globes und elf Emmys ausgezeichnet.

    Die ARD zeigte innerhalb von vier Tagen alle sechs Teile am späten Abend. Jeweils zwei Teile liefen am Stück.

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