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Von Wien aus startet der Sonderzug der Eisenbahn-Romantik durch die schönsten Regionen Österreichs. Der zweite Teil der Jubiläumsfahrt führt ins Waldviertel, in die Wachau, über den Semmering und durch das Gesäuse. 175 Jahre Eisenbahnen in Österreich waren der Anlass, mit Volldampf durch die Alpenrepublik zu reisen und die schönsten Strecken zu befahren. Auf der über 120 Jahre alten Steyrtalbahn sind alle drei Dampflokomotiven angeheizt und das Personal tut Dienst in historischen Uniformen. Ein letzter und „pfiffiger“ Höhepunkt ist die Begegnung des Dampfzuges mit einem Donaudampfschiff unter der Donaubrücke in Linz in der Abendsonne. (Text: mdr)
„Ultimo rincón del mundo“, letzter Winkel der Welt, so nennen die Chilenen ihr Land. Sie sind sehr stolz auf ihre Eisenbahn – nicht zuletzt, weil ihr berühmter Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda Sohn eines Eisenbahners war. Sogar ein Eisenbahnmuseum ist nach ihm benannt. Von Santiago de Chile mit sagenhaftem Blick vom Hausberg der Metropole aus führt die Reise durch die Ebene zwischen Küstenkordillere und Anden. In Rancagua, neunzig Kilometer von der Hauptstadt entfernt, zweigte einst eine Bahn zur Minenarbeiterstadt Sewell ab. Hoch in den Bergen lebten bis in die siebziger Jahre 15.000 Menschen. Wegen der schwierigen Versorgung wurden sie später umgesiedelt – und Sewell wurde zur Geisterstadt, die 2006 zum UNESCO-Welterbe ernannt wurde. (Text: hr-fernsehen)
Anton Gmeinder, der „Dachkandelschwob“ aus Göggingen bei Meßkirch, kam der Liebe wegen ins badische Mosbach. 1913 gründete er dort eine Fabrik, in der er Ausrüstungen für Handwerksbetriebe produzierte. Sechs Jahre später erblickte die erste Gmeinder-Motorlokomotive das Licht der Welt, und zwei Jahre später entwickelte Anton Gmeinder die erste Diesellokomotive Deutschlands. Schon früh erkannte er die wirtschaftlichen Vorteile des Dieselbetriebs. Den Durchbruch schaffte er mit dem Bau der Köf, einer kleinen Rangierlok. Mitte der dreißiger Jahre wurde in Mosbach die 1.000. Lok gefertigt. In einer Firmenchronik ist zu lesen: „Ja, Sonderwünsche mit technischen Problemen hatte Herr Gmeinder besonders gern. (Text: hr-fernsehen)
Jeden Abend verlässt ein Zug mit dem klangvollen Namen „City of New Orleans“ Chicago, die Dreimillionenstadt am Michigansee. In 18 Stunden bringt er seine Gäste in den Süden der Vereinigten Staaten von Amerika. Das tut er schon seit den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts; der Folksänger Arlo Guthrie hat ihn mit dem gleichnamigen Song weltberühmt gemacht. Auf der 1.500 Kilometer langen Strecke gibt es insgesamt 21 Haltepunkte. Einer davon ist Memphis im Bundesstaat Tennessee, wo der Blues zu Hause ist, zusammen mit vielen anderen Musikrichtungen, wie der Besuch im Rock ‚n‘ Soul Museum zeigt. Nach Memphis geht die Sonne auf, die Gäste im Zug werden zum Frühstück gebeten. Nun begleitet der Mississippi die Schienen, der Blick fällt auf endlose Baumwollfelder. In New Orleans schließlich werden die Reisenden begrüßt von einem der großen Söhne der Stadt: von „Onkel Satchmo“, Louis Armstrong, lachend mit einer Trompete in der Hand. (Text: hr-fernsehen)
1898 fuhr der erste Zug auf der gut zehn Kilometer langen Achertalbahn zwischen Achern und Ottenhöfen im Schwarzwald. Genau siebzig Jahre später dampfte der erste Museumszug auf dieser Strecke. Seitdem ist Bernd Roschach, der mit 15 Jahren die Liebe zum Dampfross entdeckte, mit dabei. Nach 44 Jahren ist der praktizierende Arzt der Kopf des rührigen Vereins: der Achertäler Eisenbahnfreunde. Fünf Mitglieder schrauben, schweißen und werkeln regelmäßig an Lok und Wagen – zu wenig, denn Lokführer- und Heizerdienst sind bereits mit eingeschlossen. Den Verein plagen Nachwuchssorgen, die jungen Leute haben heute andere Hobbys. Gut 750 Arbeitsstunden im Jahr verbringt Bernd Roschach im Verein. Wenn er krank ist, wehen keine Dampfwolken durchs Achertal. (Text: hr-fernsehen)
Die Sendung berichtet vom Mekka der Modellbahnen: von der Nürnberger Spielwarenmesse 2013. Seit den fünfziger Jahren präsentieren Firmen aus aller Welt in der Lebkuchenstadt jährlich ihre Neuheiten – leider nur für Fachleute und nicht fürs eisenbahninteressierte Publikum. Die Messeleitung hat sogar eigens eine Trendbeauftragte beschäftigt. Ein neuer Trend ist das Steuern von Modelleisenbahnen per iPhone, aber auch jede Menge neue Fahrzeuge und Zubehör werden zu sehen sein. „Eisenbahnromantik“ sucht aus der Fülle der Neuheiten das Interessanteste heraus. (Text: hr-fernsehen)
Stuttgart 21 und kein Ende – die Diskussion um die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofes ist neu entbrannt. Neben technischen Problemen spielt nun die nicht gesicherte Finanzierung des Mammutprojekts eine immer bedeutendere Rolle. Ähnlich wie beim neuen Berliner Flughafen drohen auch bei Stuttgart 21 die Kosten aus dem Ruder zu laufen. Das Team von „Eisenbahn-Romantik“ begleitet die Diskussion und zeigt mögliche Alternativen zu Stuttgart 21 auf.
In fast schon regelmäßigen Abständen verkündet die Deutsche Bahn Mehrkosten: In der Summe belaufen sich die geschätzten Gesamtkosten für das Projekt Stuttgart 21 mittlerweile auf knapp sieben Milliarden Euro. Angesichts dieser Steigerung kommen einige Aufsichtsräte der Bahn ins Grübeln und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Alexander Kirchner sagt offen, dass „über Alternativen diskutiert werden“ müsse. Doch welche Alternativen gibt es? Und welche ist am besten geeignet, den Bahnknoten Stuttgart für die Zukunft fit zu machen? „Eisenbahn-Romantik“ stellt vier Optionen vor: K 21 sieht vor, dass der alte Kopfbahnhof ertüchtigt wird sowie Tunnel gebaut werden – diese Alternative wurde während der Schlichtungsgespräche von Stuttgart-21-Gegnern favorisiert. Am Ende der Schlichtung warb Heiner Geißler für eine sogenannte Kombilösung: Der Bahnhof bleibt für den Regionalverkehr erhalten. Für den Fernverkehr wird unter dem Hauptbahnhof ein neuer Tunnel gebaut. Ein ähnliches Modell wird momentan in Zürich umgesetzt. Nach einem neuen, noch unveröffentlichten Modell, plant der Bahnexperte Gerhard Schnaitmann einen neuen Fernbahnhof in Stuttgart-Untertürkheim. Die billigste Option ist die sogenannte Null-Lösung: Der alte Kopfbahnhof wird weitergeführt und nach einer Reparatur an die künftige Neubaustrecke Stuttgart-Ulm angeschlossen. Doch egal welche Alternative die bessere ist, im Moment sind die Fronten verhärtet: Die Bahn wendet die sogenannte Sprechklausel an und will mehr Geld von der Stadt Stuttgart und dem Land Baden-Württemberg. Doch seitdem hier die Grünen regieren weht ein anderer Wind: „Mir gäbet nix“, lassen sie verlauten. Und auch der Tübinger OB und Bahnexperte Boris Palmer sagt schlicht: „Wer kein Geld hat, kann auch nicht bauen.“ (Text: SWR)
Schon Siegfried Lenz beschrieb in einer seiner Erzählungen eine Schmalspuridylle in Masuren. Der Titel der Geschichte: „Die Kleinbahn namens Popp“. Dieses Bähnchen gibt es noch heute in Elk im östlichen Masuren und sie dampft und schnauft wie eh und je. Doch vieles hat sich verändert im Nordosten Polens, Zugstrecken wurden stillgelegt, viele Dörfer sterben aus. Und trotzdem lohnt sich ein Bahnausflug nach Masuren, denn kaum irgendwo auf der Welt gibt es solche Naturschönheiten, solch eine Idylle. Vom Zugfenster aus lässt sich das Land ohne Eile am eindrucksvollsten entdecken. Begleitet von segelnden Störchen und weidenden Pferdeherden. (Text: SWR)
Die Natur kennt kein Erbarmen. Keine zwanzig Jahre nach der Stilllegung hat sie die Strecke zwischen Rennerod und Westerburg im Westerwald zurückerobert: Kleine Brücken, Schienen – alles zugewachsen. Doch jetzt muss die Natur den Rückmarsch antreten, denn die Interessengemeinschaft Westerwald-Querbahn rückt ihr zu Leibe, mit Kettensägen und viel Engagement. Ihr Traum: eine Wiederinbetriebnahme der Gleise. Mit der Draisine soll es Richtung Westerburg gehen, wo die dortigen Eisenbahnfreunde sie in ihrem Erlebnis-Bahnhof jubelnd begrüßen würden. (Text: hr-fernsehen)
Man kann mit ihnen arbeiten oder mit ihnen ins Grüne fahren. Doch vor 100 Jahren waren die Feldbahnen das Transportmittel schlechthin für kurze Strecken oder auch für längere. Im Wald, im Sägewerk, auf Großbaustellen, zum Autobahnbau, in den Fabriken, überall wurden die kleinen Loks zum Ziehen von Loren eingesetzt. Um die Wende zum 20. Jahrhundert lösten sie die Zugpferde ab und blieben bis in die 50er Jahre hinein im Einsatz. Erst als LKWs mit Gummibereifung aufkamen, wurden die Feldbahnen abgelöst. Dann verkümmerten sie, verrosteten und niemand beachtete sie mehr, bis sich in den 80er Jahren Liebhaber und Vereine um ihre Reaktivierung kümmerten. Eisenbahn-Romantik begibt sich auf die Spuren der Feldbahnen in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Wir fahren mit Ihnen durch den Wald zum Eiswoog, besuchen Feldbahn-Museen, graben in einem Stollen nach wertvollem grünem Ton, berichten von einer alten Ziegelei, sind unterwegs in den Weinbergen und mit der Schnapsbahn. Die meisten Feldbahn-Anlagen können sogar besucht werden und freuen sich über Gäste. (Text: SWR)
Cass heißt eine Siedlung in den Bergen West Virginias – sie sieht aus, als wäre die Uhr hundert Jahre zurückgedreht worden in eine Zeit, in der die Bewohner noch im nahe gelegenen Sägewerk arbeiteten. Das Werk ist längst Geschichte, es wurde vor einem halben Jahrhundert Opfer eines Feuers. Aber der Ort blieb erhalten und ist inzwischen ein nationales Kulturgut, ebenso wie die Waldeisenbahn, die von Eisenbahnfreunden und dem Staat West Virginia bereits vor vier Jahrzehnten gerettet wurde. Dazu gehört auch die größte Flotte von Waldbahnlokomotiven in den Vereinigten Staaten von Amerika. (Text: hr-fernsehen)
Vor 40 Jahren war die Deutsche Bundesbahn stolz darauf, dass sich ihre Dampfloks das Rauchen abgewöhnten. Einer Handvoll Eisenbahnfans aus dem Raum Tübingen/Balingen gefiel das nicht, sie wollten die alten Dampfrösser am Leben erhalten und gründeten die Eisenbahnfreunde Zollernbahn, EFZ. Im April 1973 organisierten sie ihre erste Dampfsonderfahrt. Nun ist der Verein 40 und im besten Schwabenalter, möglich wurde das nur durch einen fürsorglichen Vater – den langjährigen 1. Vorsitzenden Klaus Bogenschütz. Die Sendung blickt in die Vergangenheit der EFZ, aber auch mit Volldampf nach vorn. (Text: SWR)
Irlands Eisenbahngeschichte begann 1834 mit der ersten Strecke zwischen Dublin und dem Hafen im Süden Dun Laoghaire. Tausende von Bahnkilometern wurden in den folgenden Jahren gebaut. An diese Tradition erinnert die „Golden Vale International Railtour“. Bahnfreunde aus aller Welt fahren in jedem Frühjahr mit einem historischen Zug von Dublin aus einmal rund um die Insel. Entlang der Strecke liegen Zeugen irischer Dampf-Tradition wie die historische West Clare Railway, die Fintown Railway oder auch die neu gebaute Schmalspurstrecke von Stradbally. Ein wunderbar dampfendes Wochenende: langsam, gemütlich und mehr dem Weg als dem Ziel verpflichtet. (Text: hr-fernsehen)
Wenn die Sonne lacht und es überall grünt und blüht, schlägt ihre Stunde, dann haben Park- und Gartenbahnen Hochsaison. Bei den Parkbahnen sitzen Lokführer und Passagiere je nach Spurweite auf oder in den Fahrzeugen – und spielen „Eisenbahnfahren“, wie auf der großen Bahn. Während bei der Parkeisenbahn das Fahrvergnügen im Vordergrund steht, ist es bei den Gartenbahnen eher der Betrieb der Bahnen. Sie sind zur Personenbeförderung nicht geeignet. Wenn sie allerdings durch Blumenbeete rattern, über Bächlein und kleine Hügel hinauf, dann lacht auch hier das Eisenbahnerherz. (Text: ARD)
Östlich von Berlin gibt es seit 1897 die Buckower Kleinbahn, eine Zweigstrecke der Preußischen Ostbahn die im Laufe ihrer Geschichte nie erweitert wurde, wohl aber verbreitert. Ursprünglich eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, ist sie seit 1930 eine normalspurige Straßenbahn mit einer Strecke von knapp fünf Kilometer Länge und einer einzigen Zwischenhaltestelle. Große Probleme gab es 2010, als über ein Kilometer Oberleitung gestohlen wurde. Dank vieler Sponsoren konnte die Bahn jedoch gerettet werden. Zwei Schätze besitzt die Strausberger Eisenbahn. Ihr gehört eine Eisenbahn, die wie eine Straßenbahn aussieht und eine elektrische Fähre. Die Oberleitungsfähre braucht für die knapp 400 Meter über den Straussee sieben Minuten. Sie ist die älteste Fähre dieser Art in Deutschland. (Text: SWR)
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