Deutsche Erstausstrahlung: 05.09.1992 arte
    Alternativtitel: Heimat 2 - Chronik einer Jugend

    „Heimat“ schilderte die Chronik einer Familie im fiktiven Hunsrück-Dorf Schabbach. „Die zweite Heimat“ erzählt von einem, der es in der Enge des Dorfes und der Familie nicht mehr aushält: 1960 geht Maria Simons 19-jähriger Sohn Hermann nach München, um Musik zu studieren. 13 Episoden zeigen den Alltag seiner Clique aus Musikern, Filmemachern und Lebenskünstlern, ihre hochfliegenden Träume, die Welt, mindestens aber die Kunst zu verändern – und ihr mehr oder weniger glorioses Scheitern. Bis Hermann 1970, um viele Illusionen ärmer und eine gescheiterte Ehe reicher, am Ende der letzten Folge nach Schabbach zurückkehrt, um seine Wurzeln zu finden. (Text: Peter Ludewig)

    Fortsetzung von Heimat
    Fortsetzung als Heimat 3

    Die zweite Heimat auf DVD

    Die zweite Heimat – Community

    buddenbrook am 25.03.2006: Weil Qualität nicht mehr gefragt ist... Ich würde mich auch sehr über eine Wiederholung feruen,zumal die zweite Heimat für mich der interessanteste Abschnitt ist (vielleicht weil er das Lebensgefühl der damaligen Studentengeneration so hervorragend rüberbringt).
    Sascha K. (geb. 1976) am 14.12.2004: Warum zeigt den 3Sat bzw. ARD nicht Heimat 2, wo doch Staffel 1 & 3 jetzt im TV laufen? Das ist mal wieder nicht zu verstehen (kopfschüttel.....)!

    Die zweite Heimat – News

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    13-tlg. dt. Jugendsaga von Edgar Reitz (Buch und Regie).

    Diese Fortsetzung des Erfolgs Heimat bildet einen inhaltlichen Einschub. Die Serie behandelt nur zehn Jahre (1960–1970), die in der ersten Serie (die die Jahre 1919–1982 schilderte) weitgehend übersprungen wurden.

    Der junge Hermann Simon (Henry Arnold) verlässt nach dem Abitur sein Heimatdorf Schabbach im Hunsrück, um nach München zu gehen und dort zu studieren. Er kommt bei Clemens (Michael Stephan) unter, einem alten Schulfreund aus der Heimat. Hermann freundet sich mit seinen Kommilitonen Juan Ramon Fernandez Subercaseaux (Daniel Smith), der Cellostudentin Clarissa Lichtblau (Salome Kammer) und der Verlagserbin Evelyne Cerphal (Gisela Müller) an. Die Villa ihrer Tante Elisabeth Cerphal (Hannelore Hoger), der „Fuchsbau“, wird zum Treffpunkt der Clique.

    Clarissa und Hermann lieben sich und werden auch musikalisch ein Team. Clarissa gewinnt mit Hermanns Komposition einen Wettbewerb. Dennoch währt ihr Glück nicht lange. Hermann komponiert weiter, gibt Klavierstunden und bereitet sein erstes Konzert vor. Er trifft Waltraud „Schnüsschen“ Schneider (Anke Sevenich) wieder, von der er damals in Schabbach seinen ersten Zungenkuss bekommen hat. Im Sommer 1964 heiraten die beiden, im nächsten Jahr kommt Tochter Lulu zur Welt. Der Fuchsbau wird abgerissen. Clarissa absolviert eine erfolgreiche Tournee durch Amerika, gibt das Cellospiel aber danach auf, um mit Volker Schimmelpfennig (Armin Fuchs) eine Familie zu gründen.

    Hermann gewinnt einen Musikpreis in Cannes, findet eine Anstellung bei der Produktionsfirma Isar-Film und bekommt von deren Chef Konsul Handschuh (Alexander May) ein eigenes Musikstudio. 1968 zerbricht die Ehe mit Schnüsschen. Auch Clarissa verlässt ihren Mann. Zwei Jahre später bekommt Hermann das Angebot, Handschuhs Filmfirma zu übernehmen. Er kann sich nicht entscheiden, aber auch niemanden fragen. Die Freunde sind in alle Welt verstreut, Juan arbeitet jetzt als Akrobat im Zirkus, Clarissa ist wieder mit einer Frauengruppe auf Tournee. Hermann findet sie, und die beiden verbringen noch einmal eine Nacht miteinander, dann verlässt Clarissa Hermann, der zurück nach Schabbach geht.

    Die jeweils rund zweistündigen Folgen wurden ab März 1993 auf arte erstausgestrahlt. Einen Monat später liefen sie in der ARD, verfehlten den Erfolg der Originalserie Heimat jedoch bei weitem. Und so weltberühmt, wie Hermännchen in Heimat Mitte der 60er-Jahre war, war er in Die zweite Heimat merkwürdigerweise nie. Ende 2004 folgte Heimat 3.

    Die Serie erhielt 1994 den Grimme-Preis.

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